Was der Ballermann mit den Hells Angels zu tun hat

Wir haben ereignisreiche Tage hinter uns. Zwei der aktuellen Mallorca-Themen haben auch in den deutschen Medien ein breites Echo gefunden: Die Kampagne „Pro Ballermann“ und der Schlag gegen die Hells Angels. Ein Zusammenhang zwischen den Ereignissen wurde nicht hergestellt. Es scheint ihn aber zu geben. Lassen wir einmal den Streit beiseite, wie genau oder ungenau Palmas Tourismusdezernent Gijón in „Bild“ wiedergegeben wurde. Wir wissen aus eigenen Gesprächen, dass er mitnichten beabsichtigt, den deutschen Pauschalurlauber von der Playa de Palma zu vertreiben. Aber er versucht sehr wohl, den Partytourismus in gewisse Bahnen zu lenken.

Wer sich die Hotspots der Playa genau ansieht, wird zu dem Schluss kommen, dass diese Absicht so falsch nicht sein kann. Es läuft einiges schief auf der Partymeile. Im Schatten des feucht-fröhlichen Treibens hat sich zunächst die Kleinkriminalität kommod eingerichtet. Sicherheitsexperten warnen jedoch: Fühlt sich die erst mal wohl, kommt die „große“ Kriminalität gerne nach. Und dazu zählt nach Einschätzung der Polizei das Treiben der Hells Angels, das zumindest teilweise an der Playa de Palma stattfand.

Um es klarzustellen: Keiner versucht, die fröhlichen Party-Urlauber zu kriminalisieren. Aber im Umfeld der Sause ist ein Nährboden für kriminelle Machenschaften entstanden. Ist es angesichts dieser Entwicklung wirklich so falsch, eine qualitative Aufwertung der Playa de Palma anzustreben? Darüber darf auch die Ballermann-Bewegung einmal nachdenken. Und ruhig Blut: Ein Alkoholverbot ist nicht geplant.

So mancher Mallorca-Politiker ist ob der negativen Meldungen in Alemania besorgt. Das ist unnötig. Die Mallorca-Fans kennen die Insel zu gut, um sich davon leiten zu lassen. Und wir wollen nicht vergessen, dass die ereignisreichen Tage mit etwas sehr Positivem begonnen haben: dem Einsatz von Bundesaußenminister Westerwelle auf und für Mallorca. Eine Wohltat.

Autor: Bernd Jogalla

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07 2013

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    Liebe Leser,

    seit Jahren versuchen die Politiker den Urlaubern die Insel zu versauern, z.B. Ökosteuer usw. Die Besucher der Schinkenstraße
    sollten Ihren nächsten Urlaub in Kroatien, auf der Insel Pag,
    Partystrand verbringen. Auf Mallorca haben Sie in den Jahren
    einfach zu viel verdient. Die Sonne scheint auch in anderen
    Ländern. Übrigens, Kriminalität und Straßennutten gibt es in Deutschland auch genug. Wenn die Besucher in Arenal wegbleiben,
    können sich die verantwortlichen Politiker überlegen, wovon Sie
    zukünftig ihre Polizei finanziert.



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