Von schlechten und guten Nachrichten über Mallorca

In Cala Rajada wird eine Urlauberin vergewaltigt, an der Playa de Palma rauben Prostituierte betrunkene Freier aus, in Magaluf verprügelt ein tätowierter Bodybuilder unschuldige Passanten. Willkommen in der mallorquinischen Hochsaison. Nicht nur Krawallblätter produzieren derzeit negative Schlagzeilen über Mallorca.

Sie sind selten übertrieben. Diese Dinge geschehen tatsächlich, und sie geschehen viel zu häufig. Dennoch entsteht ein schiefes Bild über Mallorca. Das hängt zum einen damit zusammen, dass lokale News auf Mallorca schnell auch News in London oder Berlin sind und dann das Image einer ganzen Urlaubsdestination verzerren.

Zum anderen übertünchen die Nachrichten über die Auswüchse in einigen Touristenzentren die Tatsache, dass Jahr für Jahr zehn Millionen Gäste auf Mallorca so Urlaub machen können, wie man sich das vorstellt – fröhlich, friedlich und in Sicherheit. In Alcúdia, in Peguera, Cala Millor und vielen anderen Orten. Selbst an der Playa de Palma.

Wir vom Mallorca Magazin werden nicht selten gebeten, doch die negative Berichterstattung bleiben zu lassen. Im Sinne von: Ihr sägt doch am eigenen Ast …

Das kann nicht die Lösung sein. Wenn es auf Mallorca negative Entwicklungen gibt, so müssen sie auch benannt werden. Denn nur durch öffentlichen Druck werden Gesetzgeber, Justiz und Polizei gezwungen, aktiv zu werden und eventuelle Missstände zu beenden.

Vor allem in einigen Ecken der Playa de Palma und in Magaluf läuft derzeit einiges aus dem Ruder. Die Polizei versucht zu reagieren, zeigte in den vergangenen Tagen viel Präsenz. Das ist richtig und wichtig, denn wenn sich in einer Gegend die kleine Kriminalität erst einmal wohlfühlt, kommt nicht selten die große nach.

Unser Gesamtbild von Mallorca können die Zwischenfälle nicht trüben. Wir wissen, wie die Insel wirklich ist, und versuchen, ein ausgewogenes Bild zu zeichnen. Ausgewogen bedeutet in diesem Falle überwiegend positiv. Das sind wir Mallorca schuldig.

Autor: Bernd Jogalla

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06 2013

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