Über das Reisen in Zeiten des Terrors

Ostern hat auf Mallorca neben der kirchlichen auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Es ist der Startschuss in eine neue Saison. Viele Betriebe erwachen aus dem Winterschlaf, man freut sich auf den ersten großen Ansturm des Jahres. Es geht wieder los!

Diese freudige Stimmung hat einen Dämpfer erhalten. Wieder ein verheerendes Attentat mit vielen Toten. Diesmal in Brüssel. Dass ein Flughafen und ein Bahnhof das Ziel waren, lässt das Geschehen noch ein bisschen näher an uns heranrücken. Mallorca ist ohne internationalen Verkehr nicht lebensfähig. Das freie Reisen ist ein Bestandteil unserer Lebensweise – und die wirtschaftliche Grundlage der Ferieninsel.

Wir alle wissen, dass der alte Grundsatz, dass die Insellage für Mallorca einer Sicherheitsgarantie gleichkommt, in Zeiten von Selbstmordattentaten nur noch bedingt Gültigkeit hat. Einen Einfluss auf das Buchungsverhalten wird das aber kaum haben. Mallorca wird in diesem Sommer neue Rekorde einfahren – weil die Sicherheitslage in anderen Ländern wesentlich schlechter ist.

Augen zu und durch reicht aber nicht. Es wird weitere Anschläge in Europa geben, und wir dürfen uns nicht damit abfinden. Das noch vereinte Europa muss wehrhafter, die internationale Zusammenarbeit, Polizei und Geheimdienste gestärkt werden. Ohne „Big Brother“ und verstärkte Kontrollen geht es eben nicht. Um auf den Flugverkehr zurückzukommen: Umfragen zeigen immer wieder, dass Passagiere den zusätzlichen Aufwand ohne Murren hinnehmen. Die Sicherheit geht ihnen vor.

Die große Herausforderung wird freilich sein, die Sicherheit zu erhöhen, ohne dass wir uns einmauern und damit den freien Lebensstil selbst aufgeben. (Und nebenbei auch noch die Solidarität mit denen, die Schutz in Europa suchen.)

Es mangelt nach Attentaten nicht an Aufrufen, das gewohnte Leben fortzusetzen. Tun Sie es, gerne auch beim Saisonauftakt auf Mallorca. In diesem Sinne: Ihnen allen ein frohes Osterfest!

Autor: Bernd Jogalla

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03 2016

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