Trotz der Giftquallen: Panik ist unangebracht

Nun haben sie also Mallorca erreicht, die gefährlichen Portugiesischen Galeeren. Die wie Aliens aussehenden Nesselwesen, die – wenn man ihre meterlangen Tentakel berührt – höllische Schmerzen verursachen können. Man hätte damit rechnen müssen, denn in den vergangenen Monaten waren einige dieser gar nicht possierlichen Tiere bereits an Küstenabschnitten auf Ibiza und an Formenteras Stränden entdeckt worden. Am Montag fand dann ein Bewohner von Palmas Stadtteil El Molinar glibberige Tentakelreste, es folgten lebende und vollständig erhaltene Exemplare erst bei Puig de Ros und später wieder in El Molinar.

Die Inselbehörden haben schnell reagiert und den Strand von El Molinar am Mittwoch flugs gesperrt. Und wenn noch mehr passiert, dann werden sie mit Sicherheit weiter professionell zum Schutz des wichtigsten Kapitals von Mallorca – den Touristen – agieren. Die Behörden fürchten zurecht die sensationalistische Berichterstattung von britischen oder deutschen Boulevardblättern. Sie wissen genau, dass gerade vor und während der Hochsaison vieles, was mit Mallorca zu tun hat, und erst recht das Negative, sofort in die Welt hinausgepustet wird. Viele dürften sich noch daran erinnern, wie die Anwesenheit eines kranken und kleinen Hais am beliebten Illetes-Strand westlich von Palma im vergangenen Jahr in deutschen Landen fast zu einem veritablen Monsterangriff hochgeschrieben wurde.

Ja, die Lage ist ernst wegen dieser ungebetenen Portugiesischen Galeeren. Aber es bringt nichts, jetzt in Panik zu verfallen. Wer einen Strand besucht, der sollte halt konzentrierer als in anderen Jahren die Augen aufhalten, was übrigens auch für das spanische Festland, Ibiza und Formentera gilt. Immerhin kann man die bläulich-violetten Tiere schnell von Weitem erkennen, denn ihre Oberkörper treiben immer an der Meeresoberfläche.

Es ist wahrscheinlich, dass die Ankunft der Nesseltiere ein vorübergehender Spuk ist. Denn sobald die Meerestemperatur auf über 25 Grad steigt, was im Sommer ja passiert, sterben sie schnell.

Autor: Ingo Thor

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05 2018

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