Entrada etiquetada ‘Verkehr’

Mallorca braucht clevere Verkehrsleitkonzepte

Es ist wie so oft auf Mallorca: Die Idee an sich ist gar nicht schlecht, die Durchführung eher mangelhaft. Dass es auf der Insel mancherorts zu voll ist, steht außer Frage. Die Touristenzahlen sind in den vergangenen Jahren so rasant gestiegen, dass die besonders beliebten Hotspots wie Caló des Moro, Sa Calobra oder der Leuchtturm am Kap Formentor dem Druck der Menschen und der Autos, in denen sie kommen, kaum noch standhalten können. Fahrten zu diesen Orten waren schon seit Langem kein Vergnügen mehr.

Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

12

07 2018

Venezianische Zustände im Tramuntana-Gebirge

Egal ob diesen Sommer oder erst im kommenden Frühjahr – Zufahrtsbeschränkungen zu den meistbesuchten Ausflugszielen auf Mallorca werden kommen. Die Straßen und Parkplätze am Leuchtturm von Formentor, im Hafen von Valldemossa oder der Schlucht von Sa Calobra können dem Ansturm an Fahrzeugen einfach nicht mehr standhalten. Die Fahrt dorthin wird schon jetzt oft genug zur Geduldsprobe.

Den Beitrag vollständig lesen →

15

03 2018

Das geplante Gesetz gegen den Klimawandel

Die Balearen-Regierung macht Dampf im Kampf gegen den Klimawandel. Sie hat die Eckpunkte eines künftigen Gesetzes skizziert, mit dessen Hilfe die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ganz erheblich reduziert werden soll.

Wir alle wollen ein sauberes und gesundes Mallorca. Natürlich stimmt die Richtung, die die Regionalregierung eingeschlagen hat. Die ökologische Ausrichtung ist im Kampf der touristischen Destinationen auch aus ökonomischen Gründen geboten. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

22

02 2018

Wie in Palma die schwierige Abkehr vom Auto gelingen kann

Die Stadt Palma setzt verstärkt auf den öffentlichen Nahverkehr, will ihren Bürgern das Radfahren schmackhaft machen – und im Gegenzug das Auto zurückdrängen. Das ist natürlich gut so. Aber der Teufel steckt wie üblich im Detail.

Zur Verbesserung des Verkehrssystems gehört die gerade beschlossene Anschaffung von 95 Erdgasbussen, die die ältesten der unerträglichen Klapperkisten auf Palmas Straßen ersetzen sollen. Auch andere Maßnahmen, etwa die Gratisfahrten für bis zu 14-Jährige, sind löblich.

Die linksgrüne Stadtregierung sollte aber nicht so tun, als ob Palma schon bereit wäre, auf das Auto zu verzichten. Genau das tut sie aber, wenn ihr Verkehrsdezernent neue Parkplätze im Zentrum ablehnt mit dem Argument, sie würden weiteren Verkehr generieren. So kann man argumentieren, wenn die Hausaufgaben erledigt sind und den Bürgern ein Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung steht, das dem Auto ebenbürtig oder überlegen ist. Davon ist Palma jedoch weit entfernt. Es existieren kaum Querverbindungen zwischen den Linien, die Frequenzen sind vor allem an Wochenenden völlig unzureichend, die Anbindung des Umlandes unattraktiv.

Wer weitere Parkplätze zwischen City und Hotspot Santa Catalina ablehnt – zumal privat finanziert – verkennt die Realitäten in der Stadt. Ähnliches gilt für die – im Prinzip begrüßenswerte – Beseitigung zweier Fahrspuren auf dem Paseo Marítimo. Der Versuch, die Einwohner und ihre Gäste zum Umsteigen zu zwingen, ist nicht zielführend. Die Abkehr vom Auto kann nur gelingen, wenn attraktive und – sagen wir ruhig – sexy Alternativen bereitstehen, die Teil des Lifestyles werden. Langsame Busse, die im Autostau stehen, gehören nicht dazu.

Das weiß auch Bürgermeister Noguera, der jetzt wieder das Thema Straßenbahn aufs Tapet bringt. Das ist, wenngleich die Finanzierung in den Sternen steht, völlig in Ordnung. Es muss endlich jemand den Mut haben, dieses Projekt anzustoßen – und in einer überparteilichen Anstrengung auch zu Ende zu bringen. Erst mit einem zeitgemäßen Verkehrssystem wird Palma in der Moderne ankommen.

Autor: Bernd Jogalla

Schlagworte: ,

01

02 2018

Nachdenken oder fluchen?

Mit ihren Aktionen zur Europäischen Mobilitätswoche will die Stadt Palma zum Nachdenken anregen. Die einschneidendste Maßnahme ist ein weitreichendes Parkverbot am 22. September. Die blauen ORA-Zonen sind tabu, außer für Anwohner.

Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte: , ,

14

09 2017

… warum mehr E-Mobility trotzdem wünschenswert ist

Seien wir doch mal ehrlich! So richtig wohl fühlen wir uns bei dem Gedanken, im Urlaub ein Elektroauto zu mieten nicht, oder? Die Vorstellung, alle 150 Kilometer eine Ladesäule zu suchen, um den Nissan Leaf, den Renault Zoe oder den BMW i3 aufzuladen, macht die große Urlaubsfreiheit eher zu einer kleinen. Statt „On the Road again“ heißt es „an der Steckdose again“. Aber es ist wie so oft im Leben, Pioniere haben es nicht einfach. Dass sich die Zero-Emission-Fahrzeuge für die Urlaubsfahrt von München an die Ostsee oder von Frankfurt an die Costa Brava nicht oder nur für Freunde langer Ladepausen eignen, steht außer Frage. Aber Mallorca, diese Insel der kurzen Wege, könnte eine Vorreiterstellung einnehmen und selbst zur Pionierin der E-Mobility werden. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

15

06 2017

Die Notbremse ziehen. Palma und der Autoverkehr

Palma ist eine fantastische Stadt. In dieser Bewertung sind sich alle einig. Aber die Kapitale der Balearen hat ein riesiges Problem, das Einheimischen wie Besuchern die Freude trübt: den Individual-Verkehr.

Jetzt will die Stadtverwaltung das Problem angehen. Autos sollen aus der Innenstadt herausgehalten werden, der Busverkehr attraktiver, ein Parkleitsystem und Radwege installiert werden. So weit, so gut. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte: ,

25

02 2016

Der Weg ist das Ziel

Manchen Leuten wird schlecht, wenn sie die Haarnadelkurven durchfahren müssen, andere haben Höhenangst, wieder andere haben gar nicht die Zeit, sich über die Serpentinen dahinzuquälen. Sie bevorzugen den finsteren Tunnel, dessen Maut für eine einfache Fahrt fünf Euro beträgt. Die Rede ist von der Landstraße Palma-Sóller, beziehungsweise ihrem Abschnitt durch oder über die Berge zwischen Bunyola und dem Orangental. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

24

09 2015

„Fast Lane“: Eine fast gute Idee

Schon wieder so ein englisches Wort, das sich ausländische Sprachräume erobern möchte – Fast Lane. Soll heißen: Schnellspur, Schnellweg, Überholspur, Abkürzung. Damit ist die neue „Überflieger“-Strecke gemeint, mit der sich die Warterei vor der Sicherheitskontrolle am Airport erübrigt. Statt Anstellen und Schlange-Stehen können VIPs und andere Edelflieger flugs an den Wartenden vorbeiziehen. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte: , ,

19

03 2015

So richtig entschlossen rüttelt niemand am Tourismusmodell

Wer ehrlich ist, muss zugeben, dass die bisherigen Anstrengungen um die Belebung der Nebensaison auf Mallorca keinen Erfolg hatten. All die schönen Vorhaben, all die Sonntagsreden, all die Absichtserklärungen haben nichts gebracht. Auch in diesem Winter werden 90 Prozent aller Hotels geschlossen sein, die Zahl der Passagiere an Palmas Flughafen lag im vergangenen Winter unter der des Winters 1999, die Zahl der Saisonarbeiter steigt von Jahr zu Jahr. Kurzum: Das Gefälle zwischen Haupt- und Nebensaison ist so groß wie noch nie und eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Den Beitrag vollständig lesen →

30

10 2014