Entrada etiquetada ‘Schulen’

Der Traum von einer großen deutschen Schule auf Mallorca

Zählt man die Schüler zusammen, die derzeit die beiden deutschsprachigen Schulen auf Mallorca besuchen, kommt man auf knapp 150. Offenbar ist ein Bedarf da, auch wenn die deutsche Regierung bisher der Meinung war, dass Mallorca keine deutsche Schule braucht. Argument: Die deutsche Kultur ist auf der Insel ohnehin präsent und deutsche Schulen im Ausland dienten eher dazu, Einheimischen deutsche Kultur zu vermitteln. Den Beitrag vollständig lesen →

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23

04 2015

Mobbing ist kein Kinderspiel

Streit unter Kindern gab es schon immer, zwischen Geschwistern, Mitschülern oder Freunden. Aber heutzutage weht ein schärferer Wind, die Bandagen werden härter, die Methoden subtiler, die Verletzungen schwerer. Mobbing unter Schulkindern kann grausame Ausmaße annehmen, denn es ist besonders in den Zeiten des „Cybermobbing“ sehr schwer zu verfolgen. Die wichtigen Fragen sind: Warum wächst der Psychoterror an den Schulen und was können wir Erwachsenen tun, um dieses Phänomen in den Griff zu bekommen? Den Beitrag vollständig lesen →

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20

03 2014

Kein Ausweg aus der Bildungskrise in Sicht

Spanien im Allgemeinen und die Balearen im Besonderen haben bei der PISA- Studie wieder einmal verheerend abgeschnitten. Die Ergebnisse sind alarmierend und verlangen nach entschiedenem Handeln.

Der Ausbau des Bildungswesens muss in Spanien oberste Priorität erhalten. Denn die Qualität der Bildung wird in Zukunft der Gradmesser für die Zukunftsfähigkeit des Landes sein. Vorbei die Zeiten, als Schulabbrecher auf gut bezahlte Jobs in Tourismus oder auf dem Bau setzen konnten. Der Abbau der hohen Arbeitslosigkeit wird eine Generationen-Aufgabe sein – und nachhaltig nur gelingen, wenn die Jugend gut ausgebildet ist.

In der Bildung liegt das eigentliche Drama Spaniens, denn es sind keine Anstrengungen erkennbar, die Defizite zu beseitigen. Im Gegenteil: Das Spardiktat hat auch vor Schulen und Universitäten nicht halt gemacht. Schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass die Bildung von den großen Parteien nicht als elementare Aufgabe betrachtet wird, auch wenn sie das in ihren Fensterreden beteuern. Jede Regierung beschließt neue Gesetze mit netten Kürzeln – gerade hat die Volkspartei „LOMCE“ und „TIL“ durchgeboxt -, die von der nächsten Regierung wieder kassiert werden. Das ist Egoismus auf dem Rücken der Jugend.

Ein besonders trauriges Beispiel geben in diesen Wochen die Balearen ab. Das Mehrsprachenmodell TIL – vom Ansatz sicher ein gangbarer Weg – wurde frontal gegen die Wand gefahren. Lehrer und Schüler sind überfordert, die Opposition enorm. Diese Woche wurde gemeldet, dass nur die Hälfte der Schulen das Dekret bislang umgesetzt hat. An den Instituten herrscht Chaos, und die Bildungsministerin dient als Vorlage für Karikaturen, weil sie offenbar das Wort PISA nicht aussprechen konnte. Wieder ein verlorenes Jahr.

PP und PSOE müssten in Land und Region einen parteienübergreifenden Pakt für die Bildung schließen, orientiert an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es bleibt beim Konjunktiv. Denn sie sind nicht willens, über ihren Schatten zu springen. Ein Armutszeugnis.

Autor: Bernd Jogalla

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05

12 2013

Politik deutscher Schulgründungen im Ausland neu überdenken

Die Geschichte deutscher Schulgründungen auf Mallorca reicht bis ins Jahr 1912 zurück. Ein spanischer Marineoffizier und bekennender Verehrer des deutschen Kaiserreichs rief im Sant-Francesc-Kloster in Palmas Altstadt die „Escuela Católica Alemana de Palma“ ins Leben.

Das Ende des Kaiserreichs bereitete der Schule den Garaus, es folgten aber weitere Initiativen: In den 20er Jahren, 1972 (deutscher Schulverein), 1989 in Binissalem, 1997 die Academía Alemana, später Deutsche Schule Südwest und Viva oder 2002 die bis heute bestehende „Euocampus-Schule“.

Nie hat jedoch die Bundesregierung eine deutsche Schule auf Mallorca offiziell anerkannt. Die wurden in Barcelona, Valencia oder auf den Kanaren eingeweiht. Der Sinn der deutschen Schule ist es, die deutsche Kultur den Einheimischen im jeweiligen Gastland näherzubringen. Das sah man auf Mallorca wohl schon frühzeitig durch den Tourismus von allein gegeben.

Wenn die Deutsche Kultusministerkonferenz (KMK), wie aktuell geschehen, einer deutschen Schule die Anerkennung verweigert, weil sie dies kulturpolitisch nicht für notwendig hält, ignoriert sie eine Realität: Nicht jeder, der nach Mallorca zieht, will hier auch dauerhaft bleiben. Das kann wohl jeder Deutsche auf der Insel bestätigen: Das Kommen und Gehen von Landsleuten ist an der Tagesordnung, mehr als an den meisten anderen Orten Europas.

Vor diesem Hintergrund ist das aktuelle Bestreben der Ecolea-Schule und der Eltern zu sehen. Viele wissen nicht, wie lange sie hier bleiben, und sie wollen, dass sich ihr Kind nach einer Rückkehr möglichst schnell wieder integriert, vor allem in der Schule.

Ein deutscher Unterricht nach deutschem Lehrplan in der Wahlheimat ist dabei natürlich äußerst hilfreich, auch wenn es vielleicht nicht gerade zur Integration der Kinder unter den einheimischen Altersgenossen auf Mallorca beiträgt. Aber über diese Entscheidung gilt es nicht zu urteilen. Vielmehr gibt es offensichtlich auf Mallorca einen Bedarf an deutscher Schulbildung. Das sollte auch die KMK berücksichtigen.

Autor: Thomas Zapp

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24

10 2013