Entrada etiquetada ‘Saison’

Die Saison 2017 ist zu Ende – Zeit für eine Bilanz

Für die Mehrzahl der Hotels auf Mallorca ist die Saison zu Ende. Eine Saison, die vermutlich das Prädikat „historisch“ erhalten wird, weil alle möglichen Rekorde gebrochen wurden – Besucher, Übernachtungen, Ausgaben, et cetera, et cetera. Die Saison 2017 wird aber auch in die Geschichte eingehen, weil sich erstmals manifestiert hat, dass Bestmarken für viele Inselbewohner kein Grund mehr sind zum Feiern. Den Beitrag vollständig lesen →

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11 2017

Es tut sich ja doch etwas

Am Tisch in der Sonne sitzt ein Ehepaar vorgerückten Alters. Er ergraut in Ehren, sie dezent gefärbt. Das Paar jenseits der 50 wirkt nicht wie Trunkenbolde in Partystimmung. Und dennoch hat es ein Hotel nur einen Bierseidelwurf von den Tränken der Ballermann-Meile entfernt ausgewählt. Ein gediegenes Haus allemal, erst recht nach erfolgter Renovierung in zweistelliger Millionenhöhe. „Unsere Gäste sind gerne ganz nah dran, wissen aber dennoch Ruhe und Gediegenheit zu schätzen“, sagt der Hoteldirektor. Den Beitrag vollständig lesen →

02

04 2015

So richtig entschlossen rüttelt niemand am Tourismusmodell

Wer ehrlich ist, muss zugeben, dass die bisherigen Anstrengungen um die Belebung der Nebensaison auf Mallorca keinen Erfolg hatten. All die schönen Vorhaben, all die Sonntagsreden, all die Absichtserklärungen haben nichts gebracht. Auch in diesem Winter werden 90 Prozent aller Hotels geschlossen sein, die Zahl der Passagiere an Palmas Flughafen lag im vergangenen Winter unter der des Winters 1999, die Zahl der Saisonarbeiter steigt von Jahr zu Jahr. Kurzum: Das Gefälle zwischen Haupt- und Nebensaison ist so groß wie noch nie und eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Den Beitrag vollständig lesen →

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10 2014

Ein Auftakt, der Mut macht

Die Menschen, die auf Mallorca vom Tourismus leben – also sehr viele – fühlen sich ein bisschen wie die Rennpferde vor dem Start. Ostern markiert den Beginn einer neuen touristischen Saison, die erheblichen Einfluss auf ihren Wohlstand haben wird.

Zumindest der Auftakt ist gelungen. Das sagen die Buchungs-Statistiken, die das wache Auge bei einem Gang durch Palmas pulsierende City oder die wiederbelebten Küstenorte bestätigt. Den Beitrag vollständig lesen →

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04 2014

Gegen den Winter auf Mallorca scheint kein Kraut gewachsen

Mallorca ist eine Sonneninsel, aber eben nur im Sommer. Im Winter läuft in Sachen Tourismus so gut wie nichts. Nach einem Rekordsommer steht dem Eiland allen Prognosen zufolge eine frostige Depression ins Haus. Sie soll noch verheerender ausfallen als im Vorjahr. Das heißt, noch mehr geschlossene Hotels, noch weniger Flugverbindungen, vermutlich noch mehr geschlossene Läden und Lokale, und wohl auch noch mehr Arbeitslose?!

Eiszeit.

Die Verantwortlichen im Tourismusbereich – Unternehmer, Gewerkschaften, Politiker – haben es nicht geschafft, die saisonale Abhängigkeit von den Sommermonaten zu verringern. Mallorca als Ganzjahresziel mit ausgewogene(re)n Tourismusströmen? Was die Kanaren vormachen, das bekommen die Balearen nicht hin. Liegt es nur an der Sonne, die über dem entfernten Atlantik das ganze Jahr über lächelt? Oder läuft hier, auf Mallorca, Menorca, Ibiza, zu viel falsch?

Möglich, dass alles auf den Prüfstand gehört. Die bisherige Praxis der „Fijos discontinuos“, der festangestellten Saisonkräfte, sechs Monate beschäftigt, sechs Monate arbeitslos, wirkt antiquiert. Es hat keinen Sinn, mit staatlichen Mitteln Arbeitslosigkeit zu finanzieren anstelle von Beschäftigung. Die Politik sollte jene Unternehmer fördern, die ihre Betriebe im Winter geöffnet halten. Das könnten Steuererleichterungen sein oder Abschläge bei der Sozialversicherung. Ist es nicht besser, die Gesellschaft bezahlt dem Kellner, dem Koch, dem Zimmermädchen ein Gehalt – statt Arbeitslosengeld?

Ansätze dieser Art hat es in Madrid bereits gegeben, aber der große Wurf ist der Politik nicht gelungen. Stattdessen stehen die Inseln im Verhältnis finanziell schlechter da als die meisten anderen Regionen in Spanien.

Anders als früher können sich die Parteien noch nicht einmal gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben, denn Palma und Madrid werden von ein und derselben Couleur regiert. Was bringt’s? Nichts.

Und das Desaster mit dem Kongresspalast? Wer will darüber noch ein Wort verlieren? Es ist zum …

Autor: Alexander Sepasgosarian

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10 2013

Schub aus Ägypten tut nicht gut

Das Drama wiederholt sich. Wieder ist eine Ferienregion von Unruhen betroffen, wieder wird Millionen von Menschen die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Ägypten erlebt den Niedergang seiner so wichtigen Tourismuswirtschaft.

Tourismus ist von Natur aus ein sensibles Geschäft. Wer Erholung sucht, will einen möglichst großen Bogen um Krisenherde machen. Das hat viel, aber nicht ausschließlich mit Sicherheitsaspekten zu tun. Die ersehnte Leichtigkeit des Seins mag sich nun mal nicht einstellen, wenn das Leid allzu nahe rückt.

Mallorca ist ein sicherer Ort und wird daher erneut von der Misere anderer, in diesem Falle Ägyptens profitieren. So wie während des Kriegs im ehemaligen Jugoslawien, nach Bomben in der Türkei und Ausschreitungen in Griechenland oder bei Konflikten um den Arabischen Frühling in Nordafrika.

Freude darüber verbietet sich. Nicht nur aus Mitgefühl für die betroffenen Ägypter. Die immer wiederkehrende Rolle des Krisengewinnlers bekommt Mallorca nämlich gar nicht gut. Der Extraschub an Gästen schönt die Bilanzen und versperrt die Sicht auf Defizite und Versäumnisse.

Es ist zu erwarten, dass die Nachsaison durch die umgeleiteten Kunden der Reiseveranstalter deutlich länger und rentabler ausfallen wird. Es wird also etwas gelingen, was für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt auf der Insel von elementarer Bedeutung ist.

Nur: Die, die das in die Wege leiten sollten – Politiker, Unternehmer, Gewerkschafter – haben dazu wenig beigetragen. Nicht kluge Promotion, weitsichtige Gesetze oder mutige Investitionen sorgen für den Schub. Man hat nur mal wieder Glück gehabt – und sieht wahrscheinlich keinen Anlass zum Handeln. Es läuft doch …

Zum Wesen der Urlauber gehört, dass sie schnell vergessen. Ägypten kann schon im nächsten Jahr wieder zu den Topzielen gehören. Für die Menschen dort ein Trost – für Mallorca eine Warnung.

Autor: Bernd Jogalla

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08 2013