Entrada etiquetada ‘Nautik’

Warum die Boat Show beispielhaft ist – in fast allen Bereichen

Im Jahre 2012 fiel die Bootsmesse in Palma aus. Die Wirtschaftskrise und vor allem ein veraltetes Konzept hatten dem Evergreen – Gründungsjahr 1983 – den Garaus gemacht. Da war einfach kein Pepp mehr dahinter. 2013 erfolgte dann ein Revival als Boat Show, das in diesem Jahr mit Rekordzahlen seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden hat.

Der Mut zur Erneuerung hat sich offenbar bezahlt gemacht. Die Messe mit Lounge-Zelten und einer „Nacht des Meeres“ wird von Nautik-Freunden unisono als sehenswert bezeichnet, und die Superyacht-Abteilung mit 63 Schiffen darf sich sogar das Prädikat Weltklasse anstecken. Den Beitrag vollständig lesen →

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05 2015

Mallorca braucht eine Baupolitik mit Weitsicht

Inseln haben es so an sich, dass ihr Territorium begrenzt ist. Wo sich andernorts immer noch eine grüne Wiese findet, auf der sich eine Reihenhaussiedlung aus dem Boden stampfen lässt, ist Bauland auf Mallorca rar. Besonders direkt am Meer ist der Siedlungsdruck enorm. 23 Prozent der Balearen-Küste sind laut Greenpeace mittlerweile zugebaut.

Ist das nun viel oder wenig? Im spanienweiten Vergleich gibt es sicher noch extremere Fälle der Verschandelung, wie etwa die Costa Blanca. Tatsache ist auch, dass Mallorca mit der Tramuntana über einen mehr als 100 Kilometer langen Küstenabschnitt verfügt, der noch weitgehend unverbaut ist. Das gilt auch für die Levante-Halbinsel im Nordosten und Teile der Südküste. Den Beitrag vollständig lesen →

11

09 2014

Der ewige Spagat; was ist wichtiger: Umwelt oder Wirtschaft?

Dass Mallorcas Natur ein unbedingt schützenswertes Gut ist, das sehen mittlerweile selbst Bauunternehmer, Hoteliers und PP-Politiker so, nachdem auf der Insel jahrzehntelang weitgehend ohne Sinn und Verstand ganze Landstriche zubetoniert wurden. Es ist heute allgemein akzeptierter Konsens, dass Mallorcas Schönheit nicht zerstört werden darf. Denn davon lebt diese Insel nun einmal, die Jahr für Jahr fast zehn Millionen Touristen anlockt. Auf der anderen Seite braucht die Insel Investitionen. Die Touristenzonen müssen modernisiert werden, die Infrastruktur muss auf dem neuesten Stand sein, neue Attraktionen müssen her. Denn dass Mallorca im internationalen Wettbewerb den Anschluss verliert, kann auf der Insel auch niemand wollen.

Es ist ein fortwährender Spagat zwischen ökologischer Zurückhaltung und wirtschaftlicher Notwendigkeit, den die Entscheidungsträger auf der Insel vollführen müssen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, die wirklich wichtigen Dinge nicht aus dem Blick zu verlieren. Im Fall des nun geplanten Ausbaus des Hafens von El Molinar stellt sich etwa die Frage, ob Mallorca tatsächlich 200 weitere Bootsliegeplätze braucht, wo es doch aktuell schon fast 20.000 gibt. Bereits jetzt herrscht an Sommertagen vor Mallorcas Küste ein solcher Verkehr, dass man sich bange fragt, wie lange die Umwelt das noch ertragen kann. Dazu kommt, dass der Nautiktourismus ein ausgesprochener Sommertourismus ist. Yachtbesitzer kommen nur, wenn es schön warm ist. Einen Beitrag zur Stärkung der Nebensaison leistet diese Art Tourismus nicht.

Genau das aber sollte das alles entscheidende Kriterium sein, wenn es darum geht, über die Sinnhaftigkeit eines touristischen Projektes zu befinden. Die Insel braucht ganz gewiss kein Wachstum mehr in den warmen Monaten. Von Mai bis Oktober ist Mallorca ohnehin praktisch ausgebucht. Unberührte Natur sollte auf Mallorca grundsätzlich nur noch dann geopfert werden, wenn zu erwarten ist, dass Urlauber in der Nebensaison angelockt werden. Das wäre ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen.

Autor: Jonas Martiny

14

11 2013

So kann’s weitergehen: Event-Location Mallorca

Boat Show, Bierfest, Tanzfestival, Feria de Abril, Gesundheitsmesse, Superyachtdays, Filmfestival, Regatta, Ironman, Konzerte, MM-Golfturnier …

Wir könnten noch einige Zeilen weitermachen – Mallorca hat in diesen Tagen allerhand zu bieten. Selbst wir in der Redaktion haben mitunter Schwierigkeiten, bei diesem Veranstaltungsreigen den Überblick zu bewahren.

Dass der Saisonauftakt 2013 derart gespickt ist mit Events aller Art, kann nur begrüßt werden. Das ist es, was viele Experten (und diese Zeitung) seit Jahren fordern: Wer Gäste außerhalb der Hochsaison anlocken will, sollte ihnen auch etwas bieten. Das ist in diesem Frühjahr beherzigt worden – von privaten Unternehmen ebenso wie von öffentlichen Institutionen. Zwar sind nicht alle Events neu, aber in der Masse geben sie ein beeindruckendes Bild ab.

Palma fungiert in dieser Hinsicht als Taktgeber. Nehmen wir die runderneuerte Bootsmesse: Sie scheint, soweit das nach dem ersten Tag zu beurteilen ist, gelungen. Es macht Spaß, diese Messe zu besuchen – selbst wenn man kein Schiff kaufen möchte. Auch die Boat Show hat jetzt mehr Event-Charakter als ihre etwas gediegeneren Vorgängerinnen.

Ganz neu ist die Biermesse. Wir haben viele Stimmen dazu gesammelt. Tenor: Im Prinzip gut, aber verbesserungsfähig. Schön, dass erstmals die Stadtmauer für solch eine Veranstaltung gewählt wurde – der „Balkon“ der Stadt ist einfach eine Wucht. Am Angebot, der Organisation und der Präsentation darf noch gefeilt werden. Gläser statt Plastikbecher wären wunderbar. Vielleicht lassen sich solche Anregungen ja schon im nächsten Jahr umsetzen.

Autor: Bernd Jogalla

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06

05 2013