Entrada etiquetada ‘Handel’

Ohne Nachfrage keine Straßenhändler auf Mallorca

„Diese Menschen sind auch Opfer!“ Der Satz stammt aus dem Mund des Präsidenten des balearischen Einzelhandelsverbandes Afedeco, quasi dem natürlichen Feind aller Straßenhändler, die vor allem im Sommer auf Mallorca ihr Glück versuchen, indem sie in den Urlauberhochburgen bunten Plastik-ramsch und gefälschte Markenware feilbieten. Den Beitrag vollständig lesen →

30

08 2016

Die Playa de Palma wird modernisiert. Zu sehen ist (noch) wenig

Abfeiern mit dem Ballermann-Partyvolk, bei reichlich Schlagermusik und noch mehr Bier. Danach den Rausch ausschlafen im ebenso stillen wie gediegenen Hotelzimmer der Fünf-Sterne-Kategorie. Das könnte klappen. So sehen es zumindest Unternehmer, die derzeit gut 100 Millionen Euro investieren, um an der Playa de Palma Luxushotels zu errichten, in zweiter Reihe, nicht weit weg von Bierkönig, Bier- und Schinkenstraße, Mega-Park. Wer feste feiert, will vielleicht auch feinst logieren, so er die Geldbörse entsprechend prall führt. Nicht jeder, der auf Jürgen Drews, Mickie Krause und Ikke Hüftgold steht, muss deshalb ein Billigheimer sein und in der Billigbutze nächtigen. Den Beitrag vollständig lesen →

02

12 2014

Shopping Mall ist keine Gefahr für die City

Rund 75.000 Quadratmeter, 200 Läden, 35 Restaurants, zwölf Kinosäle – die Dimensionen der geplanten Shopping-Mall „Palma Springs“  in Ses Fontanelles sind gewaltig. Vor allem wenn man bedenkt, dass nur wenige Kilometer weiter ein weiteres Einkaufszentrum entstehen soll.

Da drängt sich rasch die Frage auf, ob diese Entwicklung gut ist – für Mallorca im Allgemeinen und Palma im Besonderen. Eine Frage, die in ähnlicher Weise auch in anderen Orten gestellt wird: in Sóller, wo um die Ansiedlung eines Supermarktes gestritten wird, und in Manacor, wo Decathlon und andere großen Ketten landen wollen. Den Beitrag vollständig lesen →

16

10 2014

Mallorca braucht neue Souvenirs

Schon das Wort Souvenir klingt angestaubt. So angestaubt, wie sich die Waren in den meisten Souvenir-Läden an Mallorcas Strandzonen präsentieren. Unnützes Zeug made in sonstwo, ein Sammelsurium des schlechten Geschmacks. Da werden allerorten alte Strandbuden zu hippen Beachclubs renoviert, und zwei Türen weiter bleibt alles beim alten.

Niemand muss sich darüber wundern, dass diese Souvenir-Läden in der Krise stecken. Und es ist zu kurz gesprungen, alles auf die Wirtschaftskrise oder das „All-inclusive“-Denken der geizigen Touristen zu schieben. Diese Krise ist zu einem Gutteil hausgemacht. Das Angebot der klassischen Souvenirshops ist vom Zeitgeist Lichtjahre entfernt. Den Beitrag vollständig lesen →

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27

06 2014

Was der Streit um die PP-Karte über die politische Kultur aussagt

Es ist doch schön, wenn man keine Probleme hat. Dann kann man sich welche schaffen. So wie die Volkspartei PP auf den Balearen mit ihrer blauen Vorteilskarte für Mitglieder, die Rabatte in rund 300 Geschäften verspricht.

Diese Idee war alles andere als clever. Konnte sich denn in der Parteiführung wirklich niemand ausmalen, dass die „Tarjeta“ Konfliktpotenzial in sich birgt? Man kann es ja noch hinnehmen, wenn ein Boutiquenbesitzer PP-Mitgliedern bei Einkäufen einen Rabatt zuspricht. Wenn er denn meint. Aber wie ist das mit den Rabatten einer bedeutenden Hotelkette für die Mitglieder einer Regierungspartei, die Tourismusgesetze beschließt? Den Beitrag vollständig lesen →

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15

05 2014

Eine gute Adresse, aber der Borne ist noch lange nicht perfekt

Der Borne in Palma ist nicht irgendeine Straße. Er hat eine reiche Geschichte, und er ist strategisch wichtig gelegen – über ihn betritt man das Zentrum, er ist das Foyer unserer „Ciutat“.

Die Geschäftswelt hat den Wert der Flaniermeile erkannt. Wer Rang und Namen hat, versucht sich am Borne anzusiedeln, für inzwischen astronomische Summen. Daran ist zunächst nichts auszusetzen – warum soll Palma nicht seine „Goldene Meile“ haben? Palma darf ruhig ein bisschen Glamour verströmen, und der Borne ist eine gute Adresse dafür. Den Beitrag vollständig lesen →

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27

02 2014

Wie viele Shopping-Center verträgt Palma?

Fast zeitgleich entstehen in Flughafennähe zwei große Shopping-Malls. Reflexartig mag man sich fragen, ob das denn Sinn macht. Gibt es so viele Kunden? Aber wer soll das besser beantworten können als die Betreiber der Center selbst, es sind schließlich Schwergewichte der Branche. Sie dürften schon wissen, was sie tun. Es ist ihr Risiko.

Die Shopping-Queens und -Kings werden sich jedenfalls freuen – Palma bietet ab 2016 wieder mal was Neues. Und das Center in Ses Fontanelles, das auch auf Freizeit geeicht ist, hat auch noch das Zeug zur Touristenattraktion. Wenn es gut gemacht ist, wird die ganze Playa de Palma davon profitieren. Und das ist der bedeutendste Urlauberort Mallorcas. Den Beitrag vollständig lesen →

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20

02 2014

Nach dem Jahr der Rekorde: Dahin geht die Reise

Nicht mehr mitten in der Krise, aber auch noch nicht raus aus derselbigen: 2013 war ein klassisches Transitjahr für Mallorca, geprägt von einem Besucherrekord und hohen Ausgaben der Touristen. Mehr als elf Millionen Touristen haben im vergangenen Jahr 10,5 Milliarden Euro auf der Insel ausgegeben. Dafür, dass es auch 2014 weitere Rekorde auf Mallorca geben wird, können drei Trends sorgen.

1. Palma wird zum Ganzjahresziel

Dank der Flexibilisierung der Öffnungszeiten werden viele Geschäfte der Balearenhauptstadt künftig häufiger an Feiertagen und Wochenenden geöffnet haben. Für gut betuchte Kurzurlauber wird Palma ohnehin attraktiver, immer mehr kommen aus Skandinavien. Drei Boutique-Hotels haben in diesem Jahr im Zentrum eröffnet, auch aus dem ehemalige Hafenamt auf der alten Mole soll eine schicke Übernachtungsstätte werden. Schwedische Investoren  wollen das ehemalige Telekomgebäude am Paseo Borne erwerben. Gut möglich, dass es auch dort bald ein Hotel gibt.

2. Der Sporttourismus boomt

Ein Rekord jagt in diesem Segment den anderen. Der TUI-Marathon hat im vergangenen Jahr die Zahl von 10.000 Teilnehmern geknackt, für 2014 vermeldet der Thomas Cook Ironman 70.3 rund 3500 Athleten, so viel wie kein anderer „Ironman“ weltweit. 2014 wird es erstmals einen Ironman über die Volldistanz geben, auch die weltweit bekannte „Challenge“ macht erstmals Station auf der Insel. Flankiert wird das Ganze von lokalen Sportevents wie einer Triathlon- und Duathlon-Serie sowie diversen Radrennen. Sport auf der Insel ist angesagt, Tendenz: Das Ende ist noch nicht erreicht.

3. Die Playa de Palma wird schicker

Nach den ersten Hotels rüstet Palmas Strandmeile auch in der ersten Linie auf. Die 14 Balnearios werden einen neuen Look bekommen, der klar Richtung edel geht. Der Party-Tourismus behält zwar seine Epizentren, wird aber räumlich eher eingeschränkt. Mehr und mehr werden Bali-Liegen und Lounge-Atmosphäre statt Plastikbestuhlung mit Sangría-Eimern dominieren.

Autor: Thomas Zapp

02

01 2014

Ein Leben ohne Plastiktüte

Immer freitags ist in Can Picafort Markt – fast direkt am Meer. Wenn die Marktleute die Stände dann abbauen, bleibt ein weiteres Meer zurück: das der Plastiktüten. Die Stadtreinigung nimmt sich des Abfalls an, aber manchmal ist der Wind auch schneller: Massenhaft landen die Tüten dann in der Landschaft – oder gleich im Meer. Es ist zum Heulen.

Der Markt von Can Picafort ist nur ein Beispiel, wir könnten in jedem Inselort ein ähnliches finden. Plastiktüten gehören in Spanien noch immer zum Einkaufsalltag dazu. In der Apotheke sind die Pillen schneller in der Tüte, als man „no importa“ (nicht notwendig) sagen kann, und im Supermarkt liegen die Dinger ohnehin parat. Vielleicht nicht mehr an jeder Kasse, aber sicher in jeder Obstabteilung. Und wie wir jetzt wissen, sind die dünnen Tüten die schlimmsten.

Die EU-Kommission will den Plastikwahn jetzt in den Griff bekommen. Das wird auch Zeit. Ohne Gebühren und Verbote geht es nun mal nicht. Solange die Plastiktüten überall griffbereit liegen, nehmen wir sie auch. Geben wir’s doch zu: In solchen Situationen siegt die Bequemlichkeit über das Umweltgewissen nicht nur bei unverbesserlichen Umweltschweinen.

Wir auf Mallorca erleben die Auswirkungen der Tütenorgie hautnah. Etwa dann, wenn das wütende Meer die schier unverwüstlichen Dinger wieder ausspuckt und die Strände mit Plastikmüll übersät sind. Das ist auf einer Urlaubsinsel schlecht fürs Geschäft. Die restlichen Tüten im Meer werden nach und nach in kleinste Teile zerlegt und geraten in die Nahrungskette. Das ist dann ein Umwelt-Desaster.

Spanien hat also besonders viele Gründe, die Forderungen der EU-Kommission rasch umzusetzen. Hoffentlich lässt sich die Regierung Rajoy nicht zu viel Zeit dafür. (Warum eigentlich war es den EU-Mitgliedsländern bislang verboten, Plastiktüten zu verbieten?) Das Schönste daran: Niemand muss befürchten, dass seine Lebensqualität negativ beeinflusst wird. Finnen und Dänen zeigen, dass man auch ohne Plastiktüten leben kann.

Autor: Bernd Jogalla

07

11 2013