Nachdenken oder fluchen?

Mit ihren Aktionen zur Europäischen Mobilitätswoche will die Stadt Palma zum Nachdenken anregen. Die einschneidendste Maßnahme ist ein weitreichendes Parkverbot am 22. September. Die blauen ORA-Zonen sind tabu, außer für Anwohner.

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09 2017

Da braut sich was zusammen

Sollte die Linksregierung die Urlaubersteuer auch deshalb verdoppelt haben, um Druck aus dem eigenen Kessel zu nehmen, so hat sie sich verrechnet. Linke Gruppen und Umweltverbände, also die ureigene Klientel der Koalition, sind mit „Ecotasa“ und weitgehenden Restriktionen in der Ferienvermietung nicht mehr ruhigzustellen. Sie rufen zur Demonstration auf – gegen Massentourismus und gegen eine Regierung, die die Tourismuskritik selbst erst hoffähig gemacht hat. Die Geister, die sie riefen …

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07

09 2017

Wie man im Wahlkampf Grenzen überschreiten kann

Alle vier Jahre taucht die Frage wieder auf: Dürfen, sollen, müssen deutsche Parteien Wahlkampf auf Mallorca machen? In Arenal schien es so, als hätte die FDP die Insel wieder für sich entdeckt. Doch Mallorca war wohl nur die Location für einen Gag. Die Diskussionen darüber laufen aber trotzdem. Den Beitrag vollständig lesen →

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31

08 2017

Lieber kontrolliert werden als Angst haben

So ziemlich jeder Politiker hat’s schon gesagt, jeder Journalist und jeder Umfrage-Bürger: Nein, wir lassen uns vom Terror nicht unterkriegen. Wir führen unser Leben normal weiter, so wie es uns gefällt. Andernfalls hätten die Terroristen ja gewonnen… Den Beitrag vollständig lesen →

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08 2017

Ein Stück Tourismusgeschichte

Es gab eine Zeit, da nahmen deutsche Mallorca-Residenten selten die Mühe auf sich, Vergleichsportale aufzurufen. Wer einen Flug zwischen Deutschland und der Insel buchen wollte, ging gleich auf www.airberlin.com. Air Berlin war die Mallorca-Airline. Aber das ist schon wieder Jahre her. Nach einem ewig langen Sinkflug konnte der Crash in Form des Insolvenz-Antrags allenfalls durch das Timing überraschen.

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08 2017

Die Ferienvermietung bedarf sicherlich einer Regulierung – nur wie?

Nun also ist es da, das Verbot der Ferienvermietung in Mehrfamilienhäusern. Neu ist es nicht. Es wurde in Ermangelung von Kontrollen bisher nur nicht umgesetzt. Und so hat sich in den vergangenen Jahren ein florierender Markt entwickelt, der vor allem touristischen Zentren wie Palma oder Ibiza-Stadt ordentlich zugesetzt hat. Die Mieten sind gestiegen, der Wohnraum ist knapp geworden. Aber ist daran wirklich nur die Ferienvermietung schuld? Wohl eher nicht. Mallorca und die Nachbarinsel boomen nunmal. Und dank der wiedererstarkten Wirtschaft hat es in den vergangenen Jahren auch viele Arbeitskräfte auf den Archipel gezogen. Auch sie sind auf einen Mietmarkt gedrängt, den es eigentlich nie wirklich gab und der über Jahre vernachlässigt wurde. Der Spanier hat eben immer lieber gekauft als gemietet. Die Alleinschuld an der Situation trägt die Ferienvermietung sicherlich nicht. Den Beitrag vollständig lesen →

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08 2017

„Faire Ferien“ in kleinen Schritten: Nachhaltigkeit beginnt im Kopf jedes Einzelnen

Urlaub ist für viele Reisende ein hart erarbeitetes Gut. Wer einen Großteil des Jahres schuftet, der hat ihn sich verdient. Dass die Ferien dann so angenehm und sorglos wie möglich sein sollen, ist verständlich. Wer will sich unter der karibischen Sonne Gedanken über Wasserprobleme machen? Wer beim Wandern in den Alpen auf das heiße Bad verzichten? Und wer möchte auf Mallorca in einem Bus schwitzen, wo er es sich auch in einem klimatisierten Mietwagen bequem machen kann? Den Beitrag vollständig lesen →

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04

08 2017

Stierkampf: Die Tiere müssen auf ein mildes Urteil hoffen


Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter in Spanien so sehr wie der Stierkampf. Für die einen ist er schützenswertes Kulturgut, für die anderen nichts als verachtenswerte Barbarei. In Ansätzen lassen sich beide Seiten verstehen. Dass die „Corrida“ in gewisser Weise zur spanischen Lebensart gehört, steht außer Frage, schließlich hat sich die Tradition über Jahrhunderte entwickelt. Beim Anblick der Torero-Darbietungen mit ihren bisweilen recht geschmeidigen Bewegungen lässt sich sogar ein gewisser, fast schon tänzerischer Ausdruck von Kunst erkennen. Wer aber einmal einen Stierkampf besucht hat, der weiß, dass es mit allem Künstlerischen spätestens dann vorbei ist, wenn dem Tier Blutströme aus dem offenen Maul laufen und es in sich zusammensackt. Und dass im Falle letzter Zuckungen alle Geschmeidigkeit einem harten Dolchstoß zwischen die Hörner weichen muss. Den Beitrag vollständig lesen →

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27

07 2017

Wenn auf Mallorca die Quellen wieder sprudeln, versiegen die Investitionen

Ans Wasser denken die Lokalpolitiker auf Mallorca meist nur, wenn es gerade knapp wird. Es fehlt die Weitsicht. Im vergangenen Sommer war der Aufschrei groß: Die Insel trocknet aus! Was bei den Untersuchungen des Leitungssystems zutage trat, war eine löchrige Infrastruktur. Über jeden Rasensprenger auf dem Golfplatz regt man sich auf, nimmt andererseits aber hin, dass ein Viertel des kostbaren Trinkwassers einfach so im Untergrund versickert. Noch immer gibt es in Mehrfamilienhäusern in der Regel nur einen Wasserzähler. Welchen Anreiz hat ein Bewohner zum Wassersparen, wenn die fünfköpfige Nachbarsfamilie jeden Tag Wäsche wäscht und der Verbrauch auf alle umgelegt wird? Keinen.

Ende der 1960er Jahre entstanden die beiden Speicherseen in der Tramuntana, Ende der 90er wurden die Entsalzungsanlagen gebaut. Umstritten waren die Vorhaben, doch ohne sie säße die Insel schon lange auf dem Trockenen. Welches Großprojekt in der Folge der Dürre 2016 auf den Weg gebracht wird, bleibt abzuwarten. Unvergessen sind die Bilder vom Januar, als die Schleusen des Gorg Blau geöffnet werden mussten, um nach massiven Regenfällen Wasser abzulassen. Nur wenige Wochen zuvor war das kühle Nass noch so dringend benötigt worden. Doch Speichermöglichkeiten sind Mangelware, stattdessen wird eine Notverordnung erlassen.

Was nicht heißen soll, dass alle Versäumnisse der derzeitigen Regierung anzulasten sind. Seit Jahrzehnten wird zu wenig Geld ins Netz und auch in die Kläranlagen investiert. Man könnte vieles besser machen, doch der Fortschritt kommt nur tröpfchenweise voran. Es wird Zeit, dass mehr investiert wird – an Geld und innovativen Ideen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft.

Die knapp neun Millionen Euro, welche die Balearen-Regierung aus den Einnahmen der Ecotasa für die Infrastruktur ausgibt, sind nicht mal als Investition zu bezeichnen. Der Betrag ist einfach zu gering. Er reicht doch gerade mal aus, um die gröbsten Löcher in den Leitungen zu stopfen.

Autorin: Claudia Schittelkopp

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07 2017

Wie Palmas grüner Bürgermeister Kampftrinkern den Kampf ansagen will

Klappern gehört zum Handwerk. Das gilt auch oder gerade, wenn man neu im Amt ist und zeigen möchte, dass nun ein neuer Wind wehen soll.

Nur so ist der Aktionismus des neuen Oberbürgermeisters von Palma, Toni Noguera, einzustufen. Keine vier Tage auf dem höchsten Posten der Stadt und schon sorgt er für Schlagzeilen. „Wir wollen diesen touristischen Müll nicht“, wurde er von Inselmedien zitiert. Das klingt nach starken Aussagen. Gemeint war indes nichts Neues. Vielmehr will der Alkalde Front machen gegen Besäufnisse auf offener Straße, wie sie etwa an der Playa im Umfeld der Ballermann-Meile beklagt werden, samt all den damit zusammenhängenden negativen Erscheinungen wie Gegröle, Schlägereien, Störung der Nachtruhe, Exhibitionismus, verunreinigte Plätze, öffentliche Ärgernisse. Den Beitrag vollständig lesen →

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07 2017