Mehr Rechtssicherheit für Hauseigentümer

Hauskäufer, besonders die ausländischen, sind für Mallorcas Wirtschaft wichtig. Sehr wichtig. Umso mehr sollten sie geschützt werden, wenn ihr rechtmäßig erworbenes Eigentum bedroht wird. Wenn sich fremde Leute im Haus breitmachen, während man in Deutschland, England oder Schweden weilt, muss es Mittel und Wege geben, diese Herrschaften möglichst schnell wieder zum Verlassen des Hauses zu bewegen. Wohlgemerkt, in Fällen, in denen die Sachlage klar ist. In anderen Zusammenhängen gibt es durchaus gute Gründe, Menschen nicht sofort aus ihrem (einzigen) Haus herauszuschmeißen, weil sie etwa ihre Miete oder Hypothek nicht mehr bezahlen können, aber keine andere Unterkunft haben. Dass das spanische Gesetz in solchen Fällen einen gewissen Schutz bietet, ist gut und richtig.

Aber wenn die Leute dreist angeben, gar keinen Mietvertrag zu haben und trotzdem bleiben wollen, am besten noch bis der Besitzer entnervt aufgibt und ihnen ein „Lösegeld”zahlt – dann wird es Zeit zu handeln, und zwar schnell. Die besonders in Spanien weit verbreitete Unsitte, fremdes Eigentum zu besetzen, ist zu einem Großteil durch die Bankenkrise verursacht worden und die Unmenge leer stehender Objekte auch. Abhilfe könnte die Verpflichtung schaffen, eine Immobilie auch zu nutzen, beziehungsweise zu vermieten.

Ebenso sollten Gerichte schneller handeln können, wenn sich herausstellt, um welche Art von „Besetzer” es sich handelt, ob es Bedürftige, säumige Mieter oder einfach Kriminelle sind.

In der Pflicht sind aber auch die Eigentümer einer Urlaubsimmobilie, sich regelmäßig zu kümmern, den Nachbarn einen Schlüssel geben oder zumindest eine Telefonnummer, damit man weiß, was sich in der Ferne abspielt.

Mallorca lebt von seiner Sicherheit, und die ist auch nach wie vor gegeben. Die Politik sollte nur darauf achten, dass sich solche Fälle wie der geschilderte nicht häufen, wie es etwa in Barcelona oder Madrid schon der Fall ist.

Autor: Thomas Zapp

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02 2018

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  1. evelyn rees #
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    was heißt denn hier Eigentümer einer Urlaubsimmobilie sind in der Pflicht??????
    Erstens mal ändert es kein bisschen was Nachbarn den Schlüssel zu geben, wenn Immobilien besetzt werden. Wie man ja erst kürzlich lesen konnte, haben die Nachbarn das ja alles seelenruhig mitverfolgt. Und aus Angst nichts getan. Aber was sollen sie auch tun, in einem Staat in dem nicht mal die Polizei etwas dagegen tun kann.

    In der Pflichtt ist niemand anderes ls der spanische Staat.
    Es wird ja wirklich immer besser. Jetzt sind an den unglaublichen Zuständen in Spanien auch noch die Opfer der Straftaten Schuld oder wie?
    Was ist eigentlich los in diesem Land.
    Als sei es nicht schon schlimm genug, dass es in den größeren Städten auf dem Festland schlimmer aussihet als in der dritten Welt.
    Jetzt findet auch noch die große Umverteilung statt. Und Leute die weniger haben als andere meinen sie könnten einfach Wohnungen besetzen.
    Wo gibt es denn sowas? Es gibt unzählige Länder in denen es Menschen viel schlechter geht als in Spanien. Auch in Europa. Aber kein Mensch in diesen Ländern ist jemals soweit gegangen Wohnungen und Häuser von anderen zu besetzen (ich rede nicht von Abbruchhäusern).
    Was bildet sich Spanien eigentlich ein?
    Eu-Subventionen ohne Ende kassieren, Milliarden von Touristen und Residenten kassieren, aber seinen Verpflichtungen für Ordnung zu sorgen nicht nachkommen.
    Für mich – und ich denke für viel andere – ist angesichts diesem Diebstahl von Immobilien klar, dass ich keinen Cent mehr in Spanien investiere.
    Portugal ist ohnehin sauberer, schöner und die Menschen sprechen wenigstens Englisch und sind unglaublich höflich. Was ja in Spanien ein Fremdwort geworden ist.
    Noch dazu wurden niht die Bausünden begangen die überall in Spanien rumstehen. Wer Lissabon und Porto gesehen hat, weiß wovon ich spreche.
    Während in spanischen Städten nur kleinste historische Zentren erhalten wurden, kann man in Lissabon stundenlang spazierengehen, ohne auch nur einen von diesen grottenhässlichen spanischen Wohnblocks zu sehen.
    Da zahle ich gerne mehr für eine Immobilie, angesichts von so viel Schönheit.
    Für ein paar Urlaubstage mögen 15 Straßen mit historischen Gebäuden (wie z.B. in Valencia) ja genügen. Aber wenn man dort nur ein paar Tage länger ist, stellt man schnell fest, dass 95% der Stadt nur aus unglaublich hässlichen dunkelbraunen dockerfarbenen Wohnblocks besteht. Weil alles andere aus Geldgier zerstört wurde. Und das ist fast in allen spanischen Städten so.
    Wer das schön findet hat entweder keinen Sinn für Architektur oder baulich wunderschöne Länder wie Italien, Griechenland und Portugal noch nicht gesehen.
    Und dort weiß man wenigstens, dass wenn man mal eine Weile weg war, nicht plötzlich andere Leute in der Wohnung wohnen. Und das der Staat auch noch zulässt.



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