Mallorca 2015: Alles wird gut

Mallorca geht mit Optimismus ins neue Jahr. Die Winterpause fällt kurz aus, schon im März drängt es die Nordeuropäer wieder gen Süden. Bis in den November hinein ist Mallorca top gebucht, die Arbeitslosigkeit sinkt in der Folge auf Werte, die wir zuletzt vor der großen Wirtschaftskrise gekannt haben.

Die Regionalwahlen im Mai bescheren der Insel stabile politische Verhältnisse, und im Gegensatz zu den bisher bekannten Grabenkämpfen machen die großen Parteien jetzt gemeinsame Sache. Auf den wichtigen politischen Feldern ziehen sie an einem Strang, auch in der Bildungs- und Tourismuspolitik.

Die neue Allianz setzt auf ökologische Konzepte und erweitert das erfolgreiche Modell Palma 365 auf ganz Mallorca: Unternehmen und öffentliche Hand setzen neue Prioritäten und investieren in witzige und effektive Marketingstrategien, die schnell Wirkung zeigen. Nicht nur in den Quellmärkten des Tourismus, sondern auch auf der Insel selbst. Noch nie war die Zufriedenheit der Gäste größer.

Der Imagewandel ist zu einem Gutteil auf das „grüne Konzept“ der Regierung zurückzuführen, das 2015 immer mehr Gestalt annimmt. Einer der Grundpfeiler ist der Ausbau der Solarenergie auf der Insel. Mallorca wird eine „saubere“ Insel, zumal das Schreckgespenst der Ölbohrungen verscheucht werden konnte. Die Baupolitik bleibt restriktiv (gut, dass der ehrgeizige Ausbau des Hafens von El Molinar ad acta gelegt wurde), dafür freuen sich Investoren über mehr Rechtssicherheit. Schon in den ersten Monaten ist zu bemerken, dass interessante Start-ups in Mallorca das richtige Umfeld für ihr Engagement sehen.

Zügig geht die juristische Aufarbeitung der Korruptionsfälle weiter. Neue Skandale werden nicht bekannt. Universitätsstudien belegen: Die Politik ist sauber geworden.

So oder so ähnlich stellen wir uns das neue Jahr vor. „Positive thinking“ nennt sich das auf Neudeutsch. Zum Jahreswechsel darf sich das sogar die Presse mal erlauben.

Ach ja, fast hätten wir’s vergessen: Real Mallorca steigt wieder in die Erste Liga auf.

Autor: Bernd Jogalla

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12 2014

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