Dokumente in ‘Wirtschaft’Kategorie

Flughafen nimmt Kurs auf neue Rekorde

Palmas Airport ist das Tor zur Insel und auch ihr wichtigster Wirtschaftsmotor. Wenn er stottert, läuft es mit der Konjunktur schlecht. Denn verlassen nicht genügend Passagiere, sprich Urlauber, den Flughafen, fehlen Jobs und Löhne auf Mallorca.

Von daher sind die Prognosen zum Flugplanwechsel ein Konjunkturbarometer, das anzeigt, wie die Tourismuswirtschaft laufen wird. Den Beitrag vollständig lesen →

23

03 2017

Streit zwischen Reiseveranstalter und Hoteliers nicht überbewerten

Dass irgendetwas im Busche ist, das war schon im vergangenen Herbst zu spüren. Als Europas größter Reiseveranstalter TUI im vergangenen November zu seiner Katalogpräsentation auf die Kanaren lud, da wurden in der offiziellen Pressemitteilung nahezu sämtliche spanische Regionen gelobt, Mallorca hingegen blieb unerwähnt.

Selbiges wiederholte sich kurz vor Auftakt der Tourismusbörse ITB in Berlin: Da wurde Griechenland als Sieger der neuen Saison präsentiert und Spanien als gefragte Destination gewürdigt. Zu Mallorca kein Wort. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

16

03 2017

Nicht jedes Viertel muss. cool und trendy sein

Vielleicht lässt sich nirgendwo in Palma so deutlich erkennen, was Experten meinen, wenn sie von Gentrifizierung sprechen, wie in dem einstigen Arbeiterviertel Santa Catalina. Dort, wo früher einfache Leute wohnten, wo die bei vielen Spaniern nach wie vor skeptisch beäugten „Gitanos“ unterwegs waren, da kann man heutzutage eigentlich nur noch leben, wenn man sehr viel Geld auf der hohen Kante hat. Kauferlöse jenseits der Millionengrenze für Wohnungen sind dort keine Seltenheit und auch die Mietpreise sind in den letzten Jahren explodiert. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte: ,

02

03 2017

Mallorca verliert sich beim Thema „grüne Energie“ im klein-klein

Joan Groizard, der Generaldirektor für Energie und Klimawandel der Balearen-Regierung, hat nicht Unrecht, wenn er sagt, wir sollten die Touristen nicht unterschätzen. Was haben wir Journalisten nicht für Proteststürme erwartet, damals im Juli, als die Urlaubersteuer „Ecotasa“ eingeführt wurde. Mit den schlimmsten Leserkommentaren hatten wir gerechnet, aber nichts davon hat sich bewahrheitet. Vielmehr lautete der Tenor bei einem Großteil der Urlauber: „Wenn das Geld wirklich für Nachhaltigkeitsprojekte eingesetzt wird, bezahle ich gerne.“

Ähnlich würde es sich bestimmt auch mit Vorhaben verhalten, die der Gewinnung von „grünem Strom“ dienen. Natürlich ist die Bucht von Palma schöner ohne Windräder am Horizont und das Tramuntana-Gebirge romantischer, wenn man nicht auf Solarzellen blickt. Aber was wäre das doch für eine Werbung für die Insel, was für ein Trumpf, mit dem sie wuchern könnte! „Mallorca, das nachhaltige Reiseziel.“ Die meisten Urlauber, allen voran uns umweltbewusste Deutsche, würden Windräder und Solarparks sicher nicht stören. Genauso wenig, wie sie uns an der Nordsee oder im Schwarzwald missfallen.

Das Problem auf Mallorca: die Bürokratie! Die eine Institution spricht sich für ein Projekt aus, die andere dagegen. Ob und wenn ja, wann am Ende Vorhaben genehmigt werden, steht oft lange in den Sternen. Die Folge? Durch mangelnde Planbarkeit und Rechtsunsicherheit werden Investoren verunsichert, am Ende vielleicht sogar vergrault. Und die kleinen Privatleute, die mit Fotovoltaik-Anlagen auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, die werden mit einer Sonnensteuer „bestraft“.

Was der Politik hier eindeutig fehlt, ist ein grundsätzliches, tiefes Bewusstsein für Umweltthemen sowie die Erkenntnis, dass man einen Tod sterben muss, wenn man ein gewichtigeres Ziel erreichen will. Das erfordert Mut, aber man könnte in mehreren kleinen Pilotprojekten ausprobieren, ob und wie es funktioniert. An den Urlaubern wird es sicher nicht scheitern. Der Schwarzwald zählte in diesem Jahr übrigens so viele Touristen wie nie zuvor.

Autor: Patrick Czelinski

16

02 2017

Keine absolute Wahrheit bei Abschaffung der Sóller-Bahn-Rabatte

Die Gleichbehandlung aller Bürger gehört zu den Grundsätzen der Europäischen Union. Dem musste schon manche Vergünstigung für Einwohner weichen, sei es der billigere Eintritt eines Freibads in Bayern oder das günstigere Ticket für einen Skilift in Österreich. Jetzt hat es auch Mallorca getroffen. Künftig werden Residenten bei Fahrten mit der Sóller-Bahn keinen Rabatt mehr erhalten. Das kündigte die Betreibergesellschaft an, nachdem die EU-Kommission auf die Klage eines deutschen Urlaubers hin entsprechenden Druck gemacht hatte. Den Beitrag vollständig lesen →

09

02 2017

Die Belebung der Nebensaison kommt nur langsam in Fahrt

Auf die Frage, ob die Wirtschaftskrise vorbei ist, bekommt man oft die gleiche Antwort: „Ja, aber das muss erst noch bei den Leuten ankommen.“ Ähnlich verhält es sich mit der Nebensaison auf Mallorca. Ob sie in den vergangenen Jahren belebt worden ist, wie es die Politik immer wieder vorgebetet hat? Betrachtet man die nackten Zahlen, lautet die Antwort „Ja“. Mehr Hotels öffnen auch in der kalten Jahreszeit, der Flughafen fertigt zwischen Oktober und März mehr Passagiere ab als früher und immer mehr Restaurants halten ihren Betrieb im Winter am laufen. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

19

01 2017

Qualität ist genauso wichtig wie Quantität

Die gute Nachricht vorweg: Der Arbeitsmarkt in Spanien erholt sich zusehends. Alleine in Palma verringert sich die Arbeitslosenzahl jeden Monat, und das seit über vier Jahren. Seit Ende 2015 ist sie um ganze 14 Prozent gesunken. Jetzt erwartet Mallorca wieder eine Rekordsaison und etliche Unternehmen begeben sich – zum Teil vor Ort – auf die Suche nach qualifiziertem Personal. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

12

01 2017

Erhöhung der „Sonnensteuer“ verkehrt Nachhaltigkeit ins Gegenteil

Es gibt politische Entscheidungen, die sind umstritten. Und es gibt solche, die einfach nur unfassbar sind. Die konservative Zentralregierung in Madrid hat mit der Erhöhung der „Sonnensteuer“ zum Jahreswechsel letztere Art von Entscheidung gefällt. Schon über die Einführung der Abgabe im Jahr 2015 kann man nur den Kopf schütteln: Wie kommt Herr Rajoy auf die Idee, im Sonnenland Spanien denjenigen Steuern aufzuerlegen, die ihren Strom weitestgehend durch Solarzellen auf dem Dach produzieren wollen, während andere – teils ebenfalls konservative – Regierungen Europas sich mit Begriffen wie „erneuerbare Energien“ und „Klimawende“ schmücken? Und was bringt ihn dazu, die Abgabe nun auch noch spontan zu verdoppeln? Den Beitrag vollständig lesen →

06

01 2017

Neue Zeiten bei Michelin auf Mallorca

Die Gastronomie auf Mallorca hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Weg zurückgelegt. Statt Tagesmenü, fettigen Kroketten und dem immergleichen Pica-Pica am Bartresen ist Haute Cuisine angesagt. Kreative und innovative Lokale sprießen geradezu aus dem Boden (Seite 34/35) . Auch an Orten, wo das nicht unbedingt zu erwarten ist, zum Beispiel in erster Meereslinie von Port de Pollença oder auch in Gestalt eines relativ einfach wirkenden Restaurants im Bistro-Stil, das es kulinarisch allerdings in sich hat.

Dem Guide Michelin ist es hoch anzurechnen, dass Sterneküche heutzutage auch in der Kategorie unter 50 Euro machbar ist. In der Tat kommt es mehr auf den Inhalt an als auf die Verpackung. Ein junger Koch leistet manchmal mehr als ein erfahrener Kollege. Auch wenn manche Location natürlich einen Aufpreis rechtfertigt: Aufwendiges Gedeck, ein altmodischer Service oder ein riesiger Weinkeller bieten genau so wenig Garantie für richtig gutes Essen wie Menüpreise von 150 Euro aufwärts. Speziell auf Ibiza, das von Michelin einmal mehr links liegen gelassen wurde, sollte man sich das bitte hinter die Ohren schreiben. Ganz zu schweigen von einer anderen Nachbarinsel, wo jemand meinte, seine Preise dank Stern vervielfachen zu können – und die Ehrung prompt wieder entzogen bekam.

Klar ist aber auch, dass gehobene Kulinarik nicht mit einer „Geiz-ist-geil“-Mentalität funktionieren kann. Die immer besser qualifizierten Mitarbeiter in der Küche und im Service haben anständige Gehälter verdient.

Dem Tourismus ist es zu verdanken, dass diese zumindest teilweise auch bezahlt werden können, und dass gleichzeitig mutige unternehmerische Investitionen in neue Projekte möglich sind. Der diesjährige Sterneregen lässt erahnen, dass die kulinarische Avantgarde auf Mallorca einen breiten Unterbau hat, der auch in Zukunft noch die eine oder andere Überraschung bereithalten dürfte. Mit jährlich elf Millionen potenziellen Gästen beschränkt sich das hiesige Potenzial schließlich nicht nur auf die lokale Bevölkerung, sondern ist durchaus mit den Metropolen der Welt zu vergleichen.

Autor: Michael Maier

01

12 2016

Deckelung durch Abzocke

Der Aufschrei der Unternehmer ließ nicht auf sich warten. Kaum waren die Erwägungen ausgesprochen, hagelt es Kritik. Sie lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Abzocke! Oder, vornehmer ausgedrückt: „Man darf sich keine fiktiven Formeln ausdenken, damit die Zahlen im Finanzhaushalt passen“, so ein Unternehmer. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

13

10 2016