Dokumente in ‘Wirtschaft’Kategorie

Die Belebung der Nebensaison kommt nur langsam in Fahrt

uf die Frage, ob die Wirtschaftskrise vorbei ist, bekommt man oft die gleiche Antwort: „Ja, aber das muss erst noch bei den Leuten ankommen.“ Ähnlich verhält es sich mit der Nebensaison auf Mallorca. Ob sie in den vergangenen Jahren belebt worden ist, wie es die Politik immer wieder vorgebetet hat? Betrachtet man die nackten Zahlen, lautet die Antwort „Ja“. Mehr Hotels öffnen auch in der kalten Jahreszeit, der Flughafen fertigt zwischen Oktober und März mehr Passagiere ab als früher und immer mehr Restaurants halten ihren Betrieb im Winter am laufen. Den Beitrag vollständig lesen →

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19

01 2017

Qualität ist genauso wichtig wie Quantität

Die gute Nachricht vorweg: Der Arbeitsmarkt in Spanien erholt sich zusehends. Alleine in Palma verringert sich die Arbeitslosenzahl jeden Monat, und das seit über vier Jahren. Seit Ende 2015 ist sie um ganze 14 Prozent gesunken. Jetzt erwartet Mallorca wieder eine Rekordsaison und etliche Unternehmen begeben sich – zum Teil vor Ort – auf die Suche nach qualifiziertem Personal. Den Beitrag vollständig lesen →

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12

01 2017

Erhöhung der „Sonnensteuer“ verkehrt Nachhaltigkeit ins Gegenteil

Es gibt politische Entscheidungen, die sind umstritten. Und es gibt solche, die einfach nur unfassbar sind. Die konservative Zentralregierung in Madrid hat mit der Erhöhung der „Sonnensteuer“ zum Jahreswechsel letztere Art von Entscheidung gefällt. Schon über die Einführung der Abgabe im Jahr 2015 kann man nur den Kopf schütteln: Wie kommt Herr Rajoy auf die Idee, im Sonnenland Spanien denjenigen Steuern aufzuerlegen, die ihren Strom weitestgehend durch Solarzellen auf dem Dach produzieren wollen, während andere – teils ebenfalls konservative – Regierungen Europas sich mit Begriffen wie „erneuerbare Energien“ und „Klimawende“ schmücken? Und was bringt ihn dazu, die Abgabe nun auch noch spontan zu verdoppeln? Den Beitrag vollständig lesen →

06

01 2017

Neue Zeiten bei Michelin auf Mallorca

Die Gastronomie auf Mallorca hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Weg zurückgelegt. Statt Tagesmenü, fettigen Kroketten und dem immergleichen Pica-Pica am Bartresen ist Haute Cuisine angesagt. Kreative und innovative Lokale sprießen geradezu aus dem Boden (Seite 34/35) . Auch an Orten, wo das nicht unbedingt zu erwarten ist, zum Beispiel in erster Meereslinie von Port de Pollença oder auch in Gestalt eines relativ einfach wirkenden Restaurants im Bistro-Stil, das es kulinarisch allerdings in sich hat.

Dem Guide Michelin ist es hoch anzurechnen, dass Sterneküche heutzutage auch in der Kategorie unter 50 Euro machbar ist. In der Tat kommt es mehr auf den Inhalt an als auf die Verpackung. Ein junger Koch leistet manchmal mehr als ein erfahrener Kollege. Auch wenn manche Location natürlich einen Aufpreis rechtfertigt: Aufwendiges Gedeck, ein altmodischer Service oder ein riesiger Weinkeller bieten genau so wenig Garantie für richtig gutes Essen wie Menüpreise von 150 Euro aufwärts. Speziell auf Ibiza, das von Michelin einmal mehr links liegen gelassen wurde, sollte man sich das bitte hinter die Ohren schreiben. Ganz zu schweigen von einer anderen Nachbarinsel, wo jemand meinte, seine Preise dank Stern vervielfachen zu können – und die Ehrung prompt wieder entzogen bekam.

Klar ist aber auch, dass gehobene Kulinarik nicht mit einer „Geiz-ist-geil“-Mentalität funktionieren kann. Die immer besser qualifizierten Mitarbeiter in der Küche und im Service haben anständige Gehälter verdient.

Dem Tourismus ist es zu verdanken, dass diese zumindest teilweise auch bezahlt werden können, und dass gleichzeitig mutige unternehmerische Investitionen in neue Projekte möglich sind. Der diesjährige Sterneregen lässt erahnen, dass die kulinarische Avantgarde auf Mallorca einen breiten Unterbau hat, der auch in Zukunft noch die eine oder andere Überraschung bereithalten dürfte. Mit jährlich elf Millionen potenziellen Gästen beschränkt sich das hiesige Potenzial schließlich nicht nur auf die lokale Bevölkerung, sondern ist durchaus mit den Metropolen der Welt zu vergleichen.

Autor: Michael Maier

01

12 2016

Deckelung durch Abzocke

Der Aufschrei der Unternehmer ließ nicht auf sich warten. Kaum waren die Erwägungen ausgesprochen, hagelt es Kritik. Sie lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Abzocke! Oder, vornehmer ausgedrückt: „Man darf sich keine fiktiven Formeln ausdenken, damit die Zahlen im Finanzhaushalt passen“, so ein Unternehmer. Den Beitrag vollständig lesen →

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13

10 2016

Gordischer Knoten durchschlagen?

Es tut sich was in der europäischen Luftfahrt – eine Branche, die fast schon naturgemäß ständig in Bewegung sein muss. Mit dem angekündigten Wet-Lease-Abkommen zwischen Air Berlin und der Lufthansa-Tochter Eurowings einerseits sowie andererseits dem geplanten Zusammenschluss zwischen Tuifly, Niki unter Beteiligung von Etihad samt einigen Dutzend Air-Berlin-Maschinen entstehen in Mitteleuropa zwei mittelgroße Discount-Anbieter, die endlich der britischen und irischen Konkurrenz ein gewisses Volumen entgegenhalten können. Den Beitrag vollständig lesen →

06

10 2016

Mit dem Umbruch bei Air Berlin geht eine Ära zu Ende

Der radikale Schrumpfkurs, den Air Berlin am Mittwochabend verkündete, bedeutet für die Insel eine Zäsur. Wie immer die Krise im Detail gemanagt wird, die Airline, wie Mallorca sie kannte, wird es nicht mehr lange geben.

Das Ende einer Ära. Air Berlin hat Mallorca verändert. Die Airline hatte zum Beispiel entscheidenden Anteil am stetig steigenden Residenzial-Tourismus. Air Berlin brachte die Ferienhausbesitzer und Deutschland-Pendler in nie gekannten Frequenzen und zu festen Zeiten auf die Insel, und das von wohnortnahen Flughäfen. Den Beitrag vollständig lesen →

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29

09 2016

Nicht übers Ziel hinausschießen

Die menschliche Gier scheint manchmal schier unermesslich zu sein, zumal sie von der bestehenden Wirtschaftsordnung auch noch nach Kräften gefördert wird. Das geht an Mallorcas Stränden nicht spurlos vorbei, die manche Scheichs und Oligarchen offenbar am liebsten allein für sich haben würden. Das spanische Küstenschutzgesetz aus den frühen Jahren der Demokratie ist sicherlich ein gutes Gegengewicht gegen solche Bestrebungen. Versuche, den Weg zum Strand mit einer Mauer zu versperren – so geschehen zum Beispiel vor einigen Jahren beim Grundstück einer bekannten deutschen Unternehmerin in Alcúdia oder vor wenigen Tagen an einem Privathaus neben dem Hotel Bendinat – können schnell ihrer Strafe zugeführt werden.

Auch die von Medien kolportierte Idee einer russischen Investorengruppe, rund um die Cala Varques sämtliche Grundstücke zu erwerben, damit die Bucht nur noch vom Meer aus erreicht werden kann, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Manche Umweltschützer würden das vielleicht sogar gut finden, doch das öffentliche Wegerecht ist auf diese Art nicht so leicht auszuhebeln.

Ob für die „Okkupation“ von Stränden mit Liegen und Sonnenschirmen durch Yachtbesitzer und ihr Hilfspersonal tatsächlich bis zu 100.000 Euro Bußgeld fällig werden, wie es eine vegane Kampfgruppe der Balearen-Regierung nahelegen will, ist allerdings eine andere Frage. So lange nicht die Bodyguards ausrücken, um Badegäste zu bestechen oder auf andere Art und Weise zu vertreiben, dürfte die Nutzung sich noch im grünen Bereich bewegen.

Nicht vergessen sollte man dabei, dass es um Gäste geht, die mit ihren Ausgaben weit über die derzeit aufblühende Nautikbranche hinaus für Umsätze und Arbeitsplätze sorgen. Keiner weiß das besser als die Mallorquiner. Dass sie dabei dennoch an ihre Würde denken, nötigt Respekt ab.

Autor: Michael Maier

08

09 2016

Der absurde Kreuzzug gegen die Straßencafés

Mein erster Kontakt mit Palma war irgendwie enttäuschend. Dieser Stadt fehlte etwas, was ich an anderen Städten im Süden so liebte, sei es Florenz oder Avignon: Straßencafés und -restaurants. Gut, es gab die Bars Bosch und Pesquero oder das Restaurant Lubina am Hafen. Aber sonst? Palma saß drinnen!

Das mag jetzt 30 Jahre her sein, und in Palma ist viel passiert. An Straßencafés herrscht längst kein Mangel mehr. Wir haben Logenplätze aus Korb(-Imitat) im Theater des täglichen Lebens bekommen. Den Beitrag vollständig lesen →

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01

09 2016

Ohne Nachfrage keine Straßenhändler auf Mallorca

„Diese Menschen sind auch Opfer!“ Der Satz stammt aus dem Mund des Präsidenten des balearischen Einzelhandelsverbandes Afedeco, quasi dem natürlichen Feind aller Straßenhändler, die vor allem im Sommer auf Mallorca ihr Glück versuchen, indem sie in den Urlauberhochburgen bunten Plastik-ramsch und gefälschte Markenware feilbieten. Den Beitrag vollständig lesen →

30

08 2016