Archivos en ‘Wirtschaft’.

Quo vadis, Playa de Palma?

Es ist die Frage aller Fragen, die sich viele selbst in Fieberträumen stellen dürften. Werden die nervigen Sauftouristen bald endlich deutlich weniger auf dieser unserer Insel? Abzusehen ist das nicht, auch wenn an der Playa de Palma eine gewisse Bewegung in die richtige Richtung auszumachen ist. Dieses Jahr ist dort immerhin fast mit Händen zu fühlen, dass es chilliger geworden ist.

Doch es ist kaum zu erwarten, dass sich die rülpsenden Zeitgenossen, die hier einfliegen, um auf den Putz zu hauen, ohne weiteres geschlagen geben. Zwar gibt es eine neue Verordnung, die das Trinken auf offener Straße untersagt, doch die feierwütigen Youngster dürften sich davon kaum beeindrucken lassen. Klar, diese in ihrem Heimatland mutmaßlich überwiegend braven Deutschen würden schnell wie geprügelte Hunde winseln, wenn von Polizeiseite noch mehr Druck gemacht werden würde. Aber dass die ungeliebten Gäste irgendwann mit Knüppeln und Handschellen en masse zur Raison gebracht werden, ist angesichts der zu erwartenden schlechten Presse mehr als unwahrscheinlich.

Und mal ehrlich: Ist es nicht nachvollziehbar, wenn in gleichfarbige T-Shirts gehüllte Milchköpfe aus allen möglichen Bundes-Käffern ein bisschen die Sau rauslassen wollen? Nach sieben Monaten Kälte und stocksteifem Malocherleben im Grau in Grau des deutschen Alltags kann man fast Mitleid mit diesen Leuten empfinden.

Doch sie sorgen halt dafür, dass Mallorca ein gewisses ungutes Image nicht los wird. Aber oho, es tut sich halt etwas: Nicht mit Gewalt, sondern mit dem charmanten Würgegriff des Ibiza-Chills und des Luxus ist es gelungen, die Trunken- und Partybolde zumindest etwas zu verwirren. Angesichts der von Hoteliers und dem Unternehmerverband Palma Beach initiierten Entwicklung bei parallel stärkerer Kontrolle verwundert es nicht, wenn in sozialen Medien Orte wie der Goldstrand in Bulgarien als besser geeignet für alkoholselige Urlauber genannt werden. Aber ach, die Schlacht ist noch lange nicht geschlagen.

Autor: Ingo Thor

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13

06 2019

Autobahnbau zu Campos wird zum Politikum

Eigentlich haben die Gegner der geplanten Autobahn zwischen Llucmajor und Campos ja recht. Braucht eine so kleine Insel, die ja bekanntlich bereits über mehrere dieser breiten Straßen verfügt, noch sowas? Auf der jetzigen Landstraße wird es nur im Hochsommer enger, aber auch dann kann von katastrophalen Staus nicht die Rede sein. Und ja, Unfälle gibt es hier viele, aber die kommen auch auf anderen Straßen der Insel nicht zu knapp vor. Den Beitrag vollständig lesen →

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30

11 2018

Das Vermächtnis unseres Chefredakteurs – Was von Bernd Jogalla im Mallorca Magazin fortleben wird

Als Bernd Jogalla das Handwerk des Journalismus erlernte, da war die Schreibzunft ein Prestigeberuf. Wer ein Autorenkürzel, gar seinen vollen Namen unter einen veröffentlichen Bericht setzen durfte, dem war allgemeine Anerkennung gewiss. Den Beitrag vollständig lesen →

08

11 2018

Palmas Flughafen ist eine gut funktionierende „Stadt in der Stadt”

Du bist keine Schönheit, vor Arbeit ganz grau, liebst dich ohne Schminke, bist ’ne ehrliche Haut, leider total verbaut, aber gerade das macht dich aus!” – die Zeilen, die Herbert Grönemeyer einst über seine Heimatstadt Bochum schrieb, könnte man auch genau so dem Flughafen von Palma widmen, jener „Stadt in der Stadt, die jährlich fast 30 Millionen Menschen „ausspuckt” beziehungsweise aufsaugt, um sie an irgendeinen anderen Ort der Welt – oder zumindest Europas – zu katapultieren. Den Beitrag vollständig lesen →

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25

10 2018

Es ist noch nicht vorbei

Die internationalen Medien haben das Flutdrama – abseits von royalen Besuchen – bereits aus den Augen verloren, und die schlimmsten materiellen Verwüstungen sind beseitigt. Wir wissen nun, wie viele Todesopfer die Unwetter-Katastrophe im Inselosten gekostet hat, wie viele Autos fortgespült, wie viele Bauwerke beschädigt wurden.

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18

10 2018

Urlauberfeindliche Grüppchen haben auf Mallorca keine Chance

Es gibt auf diesem unseren Planeten wenige multikulturellere Orte als Mallorca. Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen leben hier seit Jahrzehnten friedlich zusammen und respektieren sich gegenseitig. Ob Deutsche, Briten, Skandinavier, alteingesessene Insulaner, Festlandspanier, Südamerikaner, Inder oder Chinesen – hier wird eine Toleranz gelebt, wovon woanders in dieser im Augenblick engstirnigen und von Nationalismen geprägten Zeit nur geträumt wird. Und hier wird leben gelassen. Humangeograph Pere Salvà spricht denn auch im MM-Interview von einer „Gesellschaft mit zahlreichen Identitäten”.

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04

10 2018

Welche Meeresfront ist Palma zu wünschen?

Im Atelier des Architekten Pere Nicolau, der auch den Flughafen von Palma errichtete, ist ein Entwurf zu sehen für Palmas Filetstück, die Meeresfront der Balearen-Metropole. Gemeint ist der Landstreifen zwischen Altstadtmauer, Gesa-Hochhaus und Kongresspalast, sprich jener Bereich, den jeder Ankömmling zu sehen bekommt, wenn er sich vom Flughafen her der Stadt nähert. Das Areal steht entsprechend für den ersten Eindruck, ist die Visitenkarte Palmas schlechthin.

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27

09 2018

All-inclusive ist nicht an allem schuld

Die gute Nachricht zuerst: Der Großteil der Urlauber, die nach Mallorca kommen, ist mit dem Essen im Hotel zufrieden. Viele Häuser, selbst jene, die mit All-inclusive quasi ein „Rundum-Sorglos-Paket” anbieten, lassen heutzutage saisonal, im besten Fall sogar lokal kochen.

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06

09 2018

Wer sich neu erfindet, kann groß rauskommen

Mallorca ist eine so vielfältige Insel. Es gibt ja bekanntlich nicht nur die Tourismusindustrie, sondern auch jede Menge traditionelle Handwerksbetriebe. Glasfabriken, Möbelhersteller, Lederfirmen, Flammenstoff-Manufakturen oder Unternehmen aus Branchen, die einem auf Anhieb gar nicht einfallen.

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30

08 2018

Ausgewogenheit und Konsequenz: Das sind die Grundbedingungen für Qualitätstourismus

Beim Sommerfest in einem Fünf-Sterne-Resort sagte die Betreiberin in kleiner Runde:„Vom Qualitätstourismus alleine kann Mallorca nicht leben.” Soll heißen: Es kommt auf die Ausgewogenheit an. Um als Reiseziel attraktiv zu sein, bedarf Mallorca, insbesondere als Insel, einer guten Fluganbindung. Die gibt es nur, wenn ausreichend Passagiere vorhanden sind, also: Massentourismus. Den Beitrag vollständig lesen →

09

08 2018