Archivos en ‘Umwelt’.

Auf die Umsetzung kommt es an

Mallorca ist an vielen Stellen geschützt. Zu Recht. Die Insel ist in ihrer Vielfalt einzigartig. Liebhaber des Eilands werden nicht müde, das Loblied auf die landschaftliche Vielfalt zu singen.

Wer die Insel zu schätzen weiß, der wird im Thema der Woche mit besonderem Interesse lesen, dass fast ein Viertel der Landesfläche der Balearen unter Naturschutz steht. Damit ist der Archipel in Spanien ein Vorreiter, wie er es bereits in den 1970er Jahren war, als die ersten Kläranlagen des Landes errichtet wurden.

Neben der Landschaft sind auf Mallorca und den Schwesterinseln weitaus mehr Natur- und Kulturgüter geschützt, seien es einzelne Vogelarten, das Poseidongras im Meer, der Ferreret-Frosch in der Tramuntana, der weihnachtliche Gesang der Sibil·la, die gotische Kathedrale, die Jugendstil-Fassade des Stadthauses, der Schornstein der Fabrik aus Mallorcas längst versunkenem Industrie-Zeitalter.

Der Schutz der immensen Vielfalt all dieser Dinge ist aus vielerlei Gründen wichtig, denn er bewahrt gerade jene Charakteristiken, die Mallorca prägen und liebenswert machen. Maßnahmen und Bemühungen in dieser Richtung zahlen sich aus, denn als ein schönes, intaktes, nachhaltiges, sauberes, ökologisches wie kulturell reichhaltiges Mallorca wird der Insel langfristig ein Image-Gewinn zuwachsen, der anderswo schwerlich auf so engem Raum zu finden sein wird. Wichtig ist, dass die existierenden Schutzvorgaben nicht einzig auf dem Papier stehen, sondern vom Gesetzgeber eingehalten und umgesetzt werden, bei ausreichend Finanzmitteln und Personal. 

Allerdings darf der Weg zu noch mehr Umwelt- und Klimaschutz nicht blindlings beschritten werden. Es ist unabdingbar, das ökologische und das ökonomische Agieren harmonisch zu vereinen. Grüne Seegraswiesen alleine taugen nichts, wenn das keine Arbeitsplätze schafft. Ebenso dürfte ein abgestorbenes Meer seinerseits auch für Arbeitsplätze toxisch sein. Es kommt also auf bestes Austarieren an. Das ist eine herausfordernde Aufgabe für eine Gesellschaft. Und eine ebenso spannende.

Autor: Alexander Sepasgosarian

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01 2019

Autobahnbau zu Campos wird zum Politikum

Eigentlich haben die Gegner der geplanten Autobahn zwischen Llucmajor und Campos ja recht. Braucht eine so kleine Insel, die ja bekanntlich bereits über mehrere dieser breiten Straßen verfügt, noch sowas? Auf der jetzigen Landstraße wird es nur im Hochsommer enger, aber auch dann kann von katastrophalen Staus nicht die Rede sein. Und ja, Unfälle gibt es hier viele, aber die kommen auch auf anderen Straßen der Insel nicht zu knapp vor. Den Beitrag vollständig lesen →

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30

11 2018

Weder Laschheit noch große Härte machen bei illegalen Bauten Sinn

Es war schon wild und verheerend, was früher auf der Insel in puncto illegale Immobilien geschah: Fast jeder konnte irgendwo irgendetwas bauen, und es passierte ihm gar nichts. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert: Die „Agentur zur Verteidigung des Territoriums” greift hart durch. Dass sich eine Behörde an geltende Gesetze hält, ist schon bemerkenswert im Staate Spanien. Dennoch: Das, was das dem Inselrat zugeordnete Amt gerade veranstaltet, geht über das reine Walten von Amts wegen hinaus. Den Beitrag vollständig lesen →

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16

11 2018

Es ist noch nicht vorbei

Die internationalen Medien haben das Flutdrama – abseits von royalen Besuchen – bereits aus den Augen verloren, und die schlimmsten materiellen Verwüstungen sind beseitigt. Wir wissen nun, wie viele Todesopfer die Unwetter-Katastrophe im Inselosten gekostet hat, wie viele Autos fortgespült, wie viele Bauwerke beschädigt wurden.

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18

10 2018

Die Katastrophe von Sant Llorenç und die Folgen

Dass es nach den heißen Tagen des Sommers auf Mallorca heftig regnen kann, weiß jedes Kind. Wenn von der „Gota fría”, dem „kalten Tropfen” die Rede ist, schwingt immer auch ein wenig Angst mit. Hoffentlich wird es nicht allzu schlimm … Die Mallorquiner haben schon in der Schule gelernt, dass bei einem solchen Sturzregen anno 1403 in Palmas Zentrum mehr als 5000 Menschen ums Leben kamen. Den Beitrag vollständig lesen →

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15

10 2018

Welche Meeresfront ist Palma zu wünschen?

Im Atelier des Architekten Pere Nicolau, der auch den Flughafen von Palma errichtete, ist ein Entwurf zu sehen für Palmas Filetstück, die Meeresfront der Balearen-Metropole. Gemeint ist der Landstreifen zwischen Altstadtmauer, Gesa-Hochhaus und Kongresspalast, sprich jener Bereich, den jeder Ankömmling zu sehen bekommt, wenn er sich vom Flughafen her der Stadt nähert. Das Areal steht entsprechend für den ersten Eindruck, ist die Visitenkarte Palmas schlechthin.

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09 2018

Mallorca braucht clevere Verkehrsleitkonzepte

Es ist wie so oft auf Mallorca: Die Idee an sich ist gar nicht schlecht, die Durchführung eher mangelhaft. Dass es auf der Insel mancherorts zu voll ist, steht außer Frage. Die Touristenzahlen sind in den vergangenen Jahren so rasant gestiegen, dass die besonders beliebten Hotspots wie Caló des Moro, Sa Calobra oder der Leuchtturm am Kap Formentor dem Druck der Menschen und der Autos, in denen sie kommen, kaum noch standhalten können. Fahrten zu diesen Orten waren schon seit Langem kein Vergnügen mehr.

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12

07 2018

Trotz der Giftquallen: Panik ist unangebracht

Nun haben sie also Mallorca erreicht, die gefährlichen Portugiesischen Galeeren. Die wie Aliens aussehenden Nesselwesen, die – wenn man ihre meterlangen Tentakel berührt – höllische Schmerzen verursachen können. Man hätte damit rechnen müssen, denn in den vergangenen Monaten waren einige dieser gar nicht possierlichen Tiere bereits an Küstenabschnitten auf Ibiza und an Formenteras Stränden entdeckt worden. Am Montag fand dann ein Bewohner von Palmas Stadtteil El Molinar glibberige Tentakelreste, es folgten lebende und vollständig erhaltene Exemplare erst bei Puig de Ros und später wieder in El Molinar. Den Beitrag vollständig lesen →

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05 2018

Blaue Flaggen alleine reichen nicht

Strand, Meer und Sonne gehören traditionell zu den wichtigsten Attraktionen Mallorcas – gleichermaßen für Touristen als auch für Residenten. Logisch also, dass die Qualität der ersten beiden regelmäßig geprüft werden muss. Mit blauen Flaggen kann der Badegast sichergehen, dass zumindest ein Grundservice und eine gewisse Sauberkeit vorhanden ist. Den Beitrag vollständig lesen →

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05 2018

Umweltschutz beginnt nicht per Gesetz, sondern im eigenen Kopf!

Dass Spanien ein „Müllproblem” hat, merkt man als Mallorca-Resident spätestens dann, wenn sich beim vorausfahrenden Auto mal wieder die Scheibe öffnet und die Verpackung des Big Mac in hohem Bogen in den Straßengraben fliegt. Auch macht sich längst nicht jeder die Mühe, die schwarzen Müllbeutel in die Container zu werfen – oft wird der stinkende Sack einfach neben der Tonne auf die Straße gestellt – irgendwer wird sich ja darum kümmern. Der öffentliche Raum ist für viele nicht Allgemeingut, sondern „tierra de nadie”, also Land, das eigentlich niemandem gehört und für das sich deshalb auch niemand verantwortlich fühlen muss.

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03

05 2018