Archivos en ‘Umwelt’.

Mallorca braucht clevere Verkehrsleitkonzepte

Es ist wie so oft auf Mallorca: Die Idee an sich ist gar nicht schlecht, die Durchführung eher mangelhaft. Dass es auf der Insel mancherorts zu voll ist, steht außer Frage. Die Touristenzahlen sind in den vergangenen Jahren so rasant gestiegen, dass die besonders beliebten Hotspots wie Caló des Moro, Sa Calobra oder der Leuchtturm am Kap Formentor dem Druck der Menschen und der Autos, in denen sie kommen, kaum noch standhalten können. Fahrten zu diesen Orten waren schon seit Langem kein Vergnügen mehr.

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12

07 2018

Trotz der Giftquallen: Panik ist unangebracht

Nun haben sie also Mallorca erreicht, die gefährlichen Portugiesischen Galeeren. Die wie Aliens aussehenden Nesselwesen, die – wenn man ihre meterlangen Tentakel berührt – höllische Schmerzen verursachen können. Man hätte damit rechnen müssen, denn in den vergangenen Monaten waren einige dieser gar nicht possierlichen Tiere bereits an Küstenabschnitten auf Ibiza und an Formenteras Stränden entdeckt worden. Am Montag fand dann ein Bewohner von Palmas Stadtteil El Molinar glibberige Tentakelreste, es folgten lebende und vollständig erhaltene Exemplare erst bei Puig de Ros und später wieder in El Molinar. Den Beitrag vollständig lesen →

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24

05 2018

Blaue Flaggen alleine reichen nicht

Strand, Meer und Sonne gehören traditionell zu den wichtigsten Attraktionen Mallorcas – gleichermaßen für Touristen als auch für Residenten. Logisch also, dass die Qualität der ersten beiden regelmäßig geprüft werden muss. Mit blauen Flaggen kann der Badegast sichergehen, dass zumindest ein Grundservice und eine gewisse Sauberkeit vorhanden ist. Den Beitrag vollständig lesen →

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10

05 2018

Umweltschutz beginnt nicht per Gesetz, sondern im eigenen Kopf!

Dass Spanien ein „Müllproblem” hat, merkt man als Mallorca-Resident spätestens dann, wenn sich beim vorausfahrenden Auto mal wieder die Scheibe öffnet und die Verpackung des Big Mac in hohem Bogen in den Straßengraben fliegt. Auch macht sich längst nicht jeder die Mühe, die schwarzen Müllbeutel in die Container zu werfen – oft wird der stinkende Sack einfach neben der Tonne auf die Straße gestellt – irgendwer wird sich ja darum kümmern. Der öffentliche Raum ist für viele nicht Allgemeingut, sondern „tierra de nadie”, also Land, das eigentlich niemandem gehört und für das sich deshalb auch niemand verantwortlich fühlen muss.

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03

05 2018

Erste Demo gegen Kreuzfahrtschiffe

Ostern war so etwas wie der offizielle Startschuss in die touristische Saison. Sie wird wirtschaftlich erfolgreich sein – und von Protesten begleitet. Einen Vorgeschmack bekommen wir schon an diesem Sonntag, wenn Umweltgruppen das größte Kreuzfahrtschiff der Welt mit einer Protestaktion begrüßen wollen. Fortsetzung folgt garantiert; es ist hoffähig geworden, gegen den Wirtschaftsmotor Nummer eins, den Tourismus, zu demonstrieren. Den Beitrag vollständig lesen →

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05

04 2018

Wer Nachhaltigkeit will, muss auch Radfahrer mögen

Seien wir ehrlich: (Fast) jede(r) hat sich schon mal über eine Gruppe Radfahrer aufgeregt, die entweder in Dreier- oder Viererreihen die Ortsdurchfahrt versperrt, in der Tramuntana bei Auf- oder Abfahrt die Mittellinie der Straße kreuzen oder – wenn man die Perspektive wechselt – auf dem Zebrastreifen einfach durchrauschen, auch wenn man schon halb auf der Straße steht. Den Beitrag vollständig lesen →

22

03 2018

Venezianische Zustände im Tramuntana-Gebirge

Egal ob diesen Sommer oder erst im kommenden Frühjahr – Zufahrtsbeschränkungen zu den meistbesuchten Ausflugszielen auf Mallorca werden kommen. Die Straßen und Parkplätze am Leuchtturm von Formentor, im Hafen von Valldemossa oder der Schlucht von Sa Calobra können dem Ansturm an Fahrzeugen einfach nicht mehr standhalten. Die Fahrt dorthin wird schon jetzt oft genug zur Geduldsprobe.

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15

03 2018

Eine saubere Insel

Ecotasa, Plastiktüten- und Kaffeekapselverbot, Klimaschutzgesetz, Umstieg auf E-Mobilität, Straßenbahnbau, Posidoniaschutz, Sperrung von Gebirgsstraßen, Shuttle-Busse zu Stränden, ein neuer Naturpark … Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

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08

03 2018

Das geplante Gesetz gegen den Klimawandel

Die Balearen-Regierung macht Dampf im Kampf gegen den Klimawandel. Sie hat die Eckpunkte eines künftigen Gesetzes skizziert, mit dessen Hilfe die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ganz erheblich reduziert werden soll.

Wir alle wollen ein sauberes und gesundes Mallorca. Natürlich stimmt die Richtung, die die Regionalregierung eingeschlagen hat. Die ökologische Ausrichtung ist im Kampf der touristischen Destinationen auch aus ökonomischen Gründen geboten. Den Beitrag vollständig lesen →

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22

02 2018

Wie in Palma die schwierige Abkehr vom Auto gelingen kann

Die Stadt Palma setzt verstärkt auf den öffentlichen Nahverkehr, will ihren Bürgern das Radfahren schmackhaft machen – und im Gegenzug das Auto zurückdrängen. Das ist natürlich gut so. Aber der Teufel steckt wie üblich im Detail.

Zur Verbesserung des Verkehrssystems gehört die gerade beschlossene Anschaffung von 95 Erdgasbussen, die die ältesten der unerträglichen Klapperkisten auf Palmas Straßen ersetzen sollen. Auch andere Maßnahmen, etwa die Gratisfahrten für bis zu 14-Jährige, sind löblich.

Die linksgrüne Stadtregierung sollte aber nicht so tun, als ob Palma schon bereit wäre, auf das Auto zu verzichten. Genau das tut sie aber, wenn ihr Verkehrsdezernent neue Parkplätze im Zentrum ablehnt mit dem Argument, sie würden weiteren Verkehr generieren. So kann man argumentieren, wenn die Hausaufgaben erledigt sind und den Bürgern ein Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung steht, das dem Auto ebenbürtig oder überlegen ist. Davon ist Palma jedoch weit entfernt. Es existieren kaum Querverbindungen zwischen den Linien, die Frequenzen sind vor allem an Wochenenden völlig unzureichend, die Anbindung des Umlandes unattraktiv.

Wer weitere Parkplätze zwischen City und Hotspot Santa Catalina ablehnt – zumal privat finanziert – verkennt die Realitäten in der Stadt. Ähnliches gilt für die – im Prinzip begrüßenswerte – Beseitigung zweier Fahrspuren auf dem Paseo Marítimo. Der Versuch, die Einwohner und ihre Gäste zum Umsteigen zu zwingen, ist nicht zielführend. Die Abkehr vom Auto kann nur gelingen, wenn attraktive und – sagen wir ruhig – sexy Alternativen bereitstehen, die Teil des Lifestyles werden. Langsame Busse, die im Autostau stehen, gehören nicht dazu.

Das weiß auch Bürgermeister Noguera, der jetzt wieder das Thema Straßenbahn aufs Tapet bringt. Das ist, wenngleich die Finanzierung in den Sternen steht, völlig in Ordnung. Es muss endlich jemand den Mut haben, dieses Projekt anzustoßen – und in einer überparteilichen Anstrengung auch zu Ende zu bringen. Erst mit einem zeitgemäßen Verkehrssystem wird Palma in der Moderne ankommen.

Autor: Bernd Jogalla

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02 2018