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Online-Shitstorm gegen Safaripark übersteigt das Maß

Unser Verhältnis zur Haltung von exotischen Tieren hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Zirkusbesuche sind verpöhnt, Zooanlagen wurden umgestaltet und Neuzugänge aus Wildfang sind nicht mehr gestattet, Privatpersonen dürfen nur noch unter strengen Auflagen ausgewählte Exoten als Haustiere haben. Die Zeiten in denen Exzentriker wie Mietwagenkönig Hasso Schützendorf in seiner Finca bei Son Sardina Löwen, Geparden und Schimpansen halten durften, sind glücklicherweise vorbei.

Nach wie vor zählt gerade für Familien mit kleinen Kindern der Besuch im Zoo zum Pflichtprogramm an Wochenenden in der Heimat und im Urlaub auf Mallorca. Tiere zu beobachten, zu riechen, zu schau- en, wie sie sich bewegen, miteinander umgehen üben eine besondere Faszination auf Jung und auch Alt aus. Doch nicht jeder ist mit den Haltungsbedingungen in den Tierparks einverstanden.

Doch der Online-Shitstorm, der aktuell über den Safari-Zoo in Sa Coma herein- bricht, übersteigt das Maß. Auch Beleidigungen in Briefen an den Zoodirektor, dass dieser „verrecken” soll, gehören angezeigt. Natürlich kann ein Privatzoo auf Mallorca nicht mit den subventionierten Anlagen mithalten, die wir aus Deutschland kennen.

Doch einige der Anwürfe, die im Netz erhoben werden, sind schlicht Unfug und lassen sich auch rasch entkräften. Welches Lebewesen beispielsweise wür- de den mallorquini- schen Sommer ohne ausreichend Zu- gang zu Trinkwas- ser überleben? Ge- nau, keins. Die Was- serspeicher sind auch für Laien gut sichtbar aufgestellt. Der Zoo sichert die Wasserversorgung über ein doppeltes Pumpsystem und einNotstromaggregat ab.

Eine andere Frage ist doch vielmehr diese, ob Zoos im Allgemeinen noch zeit- gemäß sind. Tierparkleiter argumentieren, dass ihre Zuchtprogramme zur Erhaltung gefährdeter Arten dienen. Hinzu kommt, dass Zootiere, selbst wenn Anlagen geschlossen werden, nicht einfach wieder ausgewildert werden können. Tierhaltung sollte mehr als nur der Belustigung der Menschen dienen.

Autor: Claudia Schittelkopp


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20

09 2019

Eine Lösung für Caló des Moro wird dringend gesucht

Mehr und mehr Urlauber, die nach Mallorca kommen, wollen nicht mehr einfach nur die Ferien in ihrer Hotelanlage verbringen. Gerade junge Touristen möchten das echte Leben der Insel entdecken, sie suchen nach Geheimtipps und buchen sich Ferienwohnungen in den ursprünglichen Vierteln Palmas. Onlineplattformen wie das Fotonetzwerk Insta-gram und die Ferienvermietungsplattform Airbnb liefern dazu die passende Unterstützung.

Wozu Empfehlungen bei Insta-gram führen können, lässt sich gut am Beispiel der Caló des Moro beobachten. Mehrere Tausend Fotos der Bucht stehen auf der Plattform online. Sie zeigen das türkisfarbene Wasser der idyllischen Bucht nahe Santanyí. Was die Aufnahmen allerdings nicht verdeutlichen, ist die Zahl der Besucher, die mittlerweile an die Bucht strömt. Auch ist nicht zu sehen, dass es keinen Sand mehr dort gibt und die Badegäste es sich auf den Felsen „bequem” machen müssen.

Badevergnügen im Paradies sieht wahrlich anders aus. Die Bucht hat sich vom Geheimtipp zum Besuchermagnet entwickelt. Auf der einen Seite kann man die Besucher verstehen, die eines der schönsten Fleckchen der Insel entdecken wollen. Auf der anderen Seite kann man angesichts der herausgeputzten Instagram-Pilger, die sich in der Sommerhitze den Weg zur Bucht hinabschieben, nur für einen Schnappschuss, den bereits Tausende vor ihnen schon gemacht haben, nur den Kopf schütteln.

Die Caló des Moro ist ein Beispiel, wie Mallorca sich auf die veränderten Bedingungen des Massentourismus einstellen muss. Fraglich ist bisher nur wie. Denn allein das Wort Zugangsbeschränkung löst bei vielen Urlaubern und Politikern schon Allergien aus. Doch über kurz oder lang wird die Zahl der Besucher in solchen begrenzten und sensiblen Naturräumen reguliert werden müssen. Ansonsten kommt es so weit wie in Thailand, wo der bekannte Strand aus dem Film „The Beach” gänzlich für Badegäste dicht gemacht wurde. Solch eine Lösung ist für Mallorcas Strände wahrlich nicht wünschenswert.

Autor: Claudia Schittelkopp

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08 2019

Es Trenc ist Naturpark und gleichzeitig Ziel von Urlaubermassen

Türkisfarben das Meer, feinkörnig und karibikweiß der Sand: Dieses Bild des Es-Trenc-Strandes hat sich über die Jahrzehnte in Millionen deutsche Urlauberköpfe eingebrannt. Kein Wunder, dass die Playa im Süden Mallorcas im Sommer einer der Hotspots der Insel ist. Daran hat sich bis heute nichts geändert, obwohl genau am Beispiel dieses ziemlich bezaubernden Sandstreifens deutlich wird, welchen Spagat die Politik auf einer Insel wie dieser hinlegen muss, um Naturschutz und Menschenmassen irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Allen Überlegungen muss zumindest folgender Grundgedanke vorausgehen:Die Menschen wird man in ihrer Bewegungsfreiheit nicht einschränken können. Wer zum Es-Trenc-Strand will, der kommt auch dorthin.

Hier ist festzuhalten, dass Balearen-Regierung, Inselrat und die Gemeinde Campos mittlerweile ein recht ordentliches Verkehrskonzept auf die Beine gestellt haben. Illegale Parkflächen wurden geschlossen, dafür hat man unweit von Ses Covetes einen sehr ansehnlichen Großparkplatz mit unkompliziertem Bezahlsystem geschaffen. Die Busse verkehren zwischen Sa Ràpita, dem Parkplatz und dem Strand zuverlässig und recht eng getaktet, sodass eine ziemlich stressfreie Anreise garantiert werden kann.

Etwas weniger gelungen mutet das Konzept am Strand an, der gänzlich in einem Naturpark liegt und deshalb weder maschinell gereinigt noch professionell bewirtschaftet wird. Die Holzbuden, an denen Getränke und Snacks verkauft werden, bekommen den Strom aus brummenden Generatoren statt aus der Leitung, im Sand liegt allerlei Treibgut, Toiletten sind Mangelware. Das mag dem Umweltschutz dienen, den Strand schöner gemacht hat es nicht. Das Flair von einst ist weg, der Strand mag jetzt „natürlicher” sein, wirkt aber irgendwie auch ein wenig heruntergekommen. Umweltschutz und touristische Interessen unter einen Hut zu bekommen ist eben ein Spagat, und der gelingt nicht immer perfekt. Eine Naturschönheit bleibt Es Trenc dennoch, und wenn die Sonne über dem glitzernden Meer versinkt, entschädigt das für so einiges.

Autor: Patrick Czelinski

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25

07 2019

Spaß im Meer ist gut, eine Prise Vorsicht ist besser

Es ist sicher so, dass das warme Wasser, das bestechend schöne Türkisblau, die wenigen Wellen und die hohen Temperaturen manch einen übermütig werden lassen, wenn er das Wasser rund um Mallorca betrachtet. „Das Mittelmeer ist doch gar kein richtiges Meer”, sagen und denken viele und mögen zuweilen sogar daherlächeln.

Doch sie irren sich gewaltig.Spätestens dann, wenn der Meeresspiegel wie bei einer dieser gar nicht selten vorkommenden „Rissagas” auf einmal ungewöhnlich schnell ungewöhnlich hoch steigt, merken viele Menschen, dass das Mittelmeer kein Swimming-Pool ist und dass man bitteschön aufmerksam zu sein hat.

Am wunderschönen langen Muro-Strand im Norden der Insel beispielsweise gehört es zu den Aufgaben der Rettungsschwimmer, Stellen zu markieren, wo es lebensgefährliche Unterströmungen gibt. Dennoch ignorieren das einige und gehen einfach ins auf den ersten und auch zweiten Blick ungefährliche Wasser, als befände man sich in Gelsenkirchen oder sonstwo im Freibad. Und dann geraten sie in so einen kaum sichtbaren Fluss, werden mit ungezähmter Macht weg von der Küste gerissen, von Hilflosigkeit und Panik übermannt und müssen um Hilfe schreien.

Bei allen „Rissagas”, Unterströmungen, sonstigen Phänomenen oder auch all dem manchmal richtig großen Getier, das unter einem wimmelt, sollte man sich dennoch nicht von Angst lähmen lassen, wenn man sich auf das wertvollste Gut Mallorcas, das Meer, einlässt. Schließlich macht es keinen Sinn, sich seinen wohlverdienten Urlaub durch Hasenfüßigkeit verleiden zu lassen. Es genügt eine Prise gesunder Vorsicht, die selbstredend mit Naivität oder gar dumpfem Übermut nichts zu tun hat. Hinzu muss eine simple Haltung kommen: Respekt vor den nicht kontrollierbaren Gewalten der Natur. Denn wie sagte einst so schön der große Entdecker und Weltreisende Charles Darwin: „Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.”

Autor: Ingo Thor

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04

07 2019

Den Umweltschutz fördern, aber bitte keine Verbote

Dass sich mit den Themen Klimawandel und Umweltschutz ordentlich punkten lässt, zeigt der Höhenflug der Grünen in Deutschland. Auf diesen Zug möchte nun auch Ryanair aufspringen. In einer Pressemitteilung rühmt sich die Billig-Airline damit, die geringsten Schadstoffausstoßwerte der europäischen Groß-Airlines zu haben. Das gilt aber nur, wenn man die Gesamt-Emissionen durch die Anzahl der Reisenden teilt und mit den geflogenen Kilometern verrechnet. Verstanden?

Nun, die Chefs des Low-Cost-Carriers (und die aller anderen Fluggesellschaften auch) können es drehen und wenden wie sie wollen: Umweltfreundliche Unternehmen sind Airlines nicht. Und solche Rechenspiele, wie sie von Ryanair betrieben werden, sagen nichts über die Zukunftsfähigkeit der Branche aus, sie dienen allenfalls zu Werbe- und Marketingzwecken – vielleicht auch zum Aufpolieren eines ramponierten Images.

Viel spannender ist die Frage, was sich ändern muss am Himmel, um den Sektor nachhaltiger zu machen. Hier stehen sich in einer hitzig geführten öffentlichen Debatte zwei Extreme gegenüber. Auf der einen Seite drohen Freunde radikaler Maßnahmen mit der Einführung einer Kerosinsteuer (also mit steigenden Preisen) und mit Verboten, beispielsweise von Kurzstreckenflügen. Auf der anderen Seite stehen jene, die Fliegen für ein Menschenrecht halten und selbst bei mehreren Wochenendtrips im Monat kein schlechtes Gewissen haben. Wie immer liegt die Wahrheit in der Mitte.

Ja, die Freiheit der Fortbewegung ist ein Grundrecht. Sie mit Verboten zu beschneiden, kann nicht die Lösung sein und wäre angesichts des eher geringen Beitrags der Luftfahrt zu den globalen Emissionen ein Kanonenschuss auf Spatzen. Vielmehr sollten Airlines und Flugzeugbauer weiter an nachhaltigen Brennstoffen und sparsameren Motoren arbeiten, mit dem Ziel, ganz ohne Kerosin unterwegs zu sein. Mit Regulierungen und finanziellen Anreizen kann das beschleunigt werden. Und die Auto-Industrie zeigt, dass der Umstieg gelingen kann. Das aber braucht Zeit – und einen kühlen Kopf in Zeiten hitziger Debatten.

Autor: Patrick Czelinski

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20

06 2019

Ein polarisierendes Geschäft beschäftigt Mallorca

Es gibt Leute, die schon beim Anblick eines Ozeanriesen wie der jetzt wöchentlich nach Palma kommenden „Oasis of the Seas” vor Wut schäumen. „Diese Dreckschleudern”, wird unter anderem gegeifert. Doch die da maulen, gehören zu einer lautstarken Minderheit, die sich in den sozialen Netzwerken ausbreitet. Generell werden Kreuzfahrten dagegen immer beliebter. Und deswegen werden weiterhin immer größere Pötte in den Werften konstruiert, von denen viele irgendwann mit Sicherheit auch Palma anlaufen.

Es ist Geschmackssache, ob man sich bar jeder Selbstinitiative in einem Rudel durch eine Stadt führen lassen möchte und es einem mit einer Fahne vorweglaufenden Reiseleiter überlassen will, zu bestimmen, wie lange man sich eine Sehenswürdigkeit anzuschauen hat. Zudem ist es nachvollziehbar, wenn man keine Lust hat, hautnah irgendwelche mürrisch dreinblickenden Mitreisenden zu ertragen. Auf der anderen Seite hat es durchaus Charme, nur einmal den Koffer auspacken zu müssen und dennoch viel kennenlernen zu können. Und um die Verpflegung muss man sich bekanntlich auch nicht kümmern, man wird durchgefüttert. Doch Hand aufs Herz: Sowas wie die „Oasis of the Seas” ist ja eigentlich kein richtiges Schiff mehr, sondern eine Art anonyme Kleinstadt. Die Nähe zum Meer kann man am Strand intensiver genießen. Hinzu kommt die Umweltverschmutzung durch diese Schiffe, die viele zu recht wurmt.

Wie auch immer man zu Kreuzfahrten steht, sie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Jeder Pott bringt gehörig Umsatz in eine Region. Wer kann es angesichts dessen einer Stadt wie Palma verdenken, die Zahl der Ozeanriesen nicht limitieren zu wollen. Würde man das hier tun, würden sich die Regenten anderer Kommunen hohnlachend die Hände reiben.

Es muss respektiert werden, dass viele Menschen Kreuzfahrten machen wollen. Auch muss es aber respektiert werden, dass Städte wie Dubrovnik nicht allzu viele Schiffe mehr haben wollen.

Autor: Ingo Thor

09

05 2019

Was lange währt, kann am Ende vielleicht gut werden

Spanien ist noch immer ein Land, in welchem die Uhren grundanders als in Mittel- oder Nordeuropa gehen. So ist das Wort Flaschenpfand im Bewusstsein der Menschen quasi nicht vorhanden. Doch immerhin: Warf man früher den Müll im Allgemeinen und Plastikobjekte im Besonderen ohne jegliches Umweltbewusstsein einfach in die Landschaft, trennt man diesen heute zunehmend. Und noch etwas: Dass das Pfand – wie im Januar geschehen – überhaupt auf den Balearen in das Gesetz einer Autonomieregion als Möglichkeit aufgenommen wurde, ist fast schon sensationell.

Dennoch: Wer glaubt, auf der ganzen Insel würden jetzt wie zuletzt in Porreres Flaschenpfandautomaten noch und nöcher installiert, der irrt. Bei dem, was aufgestellt wurde, handelt es sich lediglich um Appetit-Häppchen, um potenziell lernwillige Menschen überhaupt an die Thematik heranzuführen. In diesem Zusammenhang muss eines angeführt werden: Ungeachtet eines gewissen allgemeinen Langmuts in Öko-Fragen ist es löblich, dass es die Online-Vereinigung „für ein Meer ohne Plastik” gibt. Die Mitglieder bemühen sich seit bereits geraumer Zeit, anders als die meisten Gemeinden geradezu auf rührige Weise, baffe Insel-Pennäler in Schulen oder Dorfbewohner von den Vorteilen der schönen neuen Pfandwelt nach deutschem Vorbild zu überzeugen.

Doch aufgepasst! Sollte bis Ende 2020 die von der EU verlangte Recyclingquote von 50 Prozent auf den Balearen erreicht werden, wird’s erst mal nichts mit dem großen Sprung nach vorn an der Flaschenfront. Das haben die geschickt agierenden Lobbyisten der spanischen Flaschenindustrie und des Einzelhandels dem auf Mallorca regierenden Linksbündnis abringen können.

Die Sache mit dem Pfand ist also schwierig auf Mallorca. Es lohnt sich deshalb, auch die fast zögerlichen kleinen Schritte, die getätigt werden, enthusiastisch zu würdigen. Denn wie formulierte es der gute alte Johann Wolfgang von Goethe? „Wer sichere Schritte tun will, muss sie langsam tun.”

Autor: Ingo Thor

29

03 2019

Auf die Umsetzung kommt es an

Mallorca ist an vielen Stellen geschützt. Zu Recht. Die Insel ist in ihrer Vielfalt einzigartig. Liebhaber des Eilands werden nicht müde, das Loblied auf die landschaftliche Vielfalt zu singen.

Wer die Insel zu schätzen weiß, der wird im Thema der Woche mit besonderem Interesse lesen, dass fast ein Viertel der Landesfläche der Balearen unter Naturschutz steht. Damit ist der Archipel in Spanien ein Vorreiter, wie er es bereits in den 1970er Jahren war, als die ersten Kläranlagen des Landes errichtet wurden.

Neben der Landschaft sind auf Mallorca und den Schwesterinseln weitaus mehr Natur- und Kulturgüter geschützt, seien es einzelne Vogelarten, das Poseidongras im Meer, der Ferreret-Frosch in der Tramuntana, der weihnachtliche Gesang der Sibil·la, die gotische Kathedrale, die Jugendstil-Fassade des Stadthauses, der Schornstein der Fabrik aus Mallorcas längst versunkenem Industrie-Zeitalter.

Der Schutz der immensen Vielfalt all dieser Dinge ist aus vielerlei Gründen wichtig, denn er bewahrt gerade jene Charakteristiken, die Mallorca prägen und liebenswert machen. Maßnahmen und Bemühungen in dieser Richtung zahlen sich aus, denn als ein schönes, intaktes, nachhaltiges, sauberes, ökologisches wie kulturell reichhaltiges Mallorca wird der Insel langfristig ein Image-Gewinn zuwachsen, der anderswo schwerlich auf so engem Raum zu finden sein wird. Wichtig ist, dass die existierenden Schutzvorgaben nicht einzig auf dem Papier stehen, sondern vom Gesetzgeber eingehalten und umgesetzt werden, bei ausreichend Finanzmitteln und Personal. 

Allerdings darf der Weg zu noch mehr Umwelt- und Klimaschutz nicht blindlings beschritten werden. Es ist unabdingbar, das ökologische und das ökonomische Agieren harmonisch zu vereinen. Grüne Seegraswiesen alleine taugen nichts, wenn das keine Arbeitsplätze schafft. Ebenso dürfte ein abgestorbenes Meer seinerseits auch für Arbeitsplätze toxisch sein. Es kommt also auf bestes Austarieren an. Das ist eine herausfordernde Aufgabe für eine Gesellschaft. Und eine ebenso spannende.

Autor: Alexander Sepasgosarian

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31

01 2019

Autobahnbau zu Campos wird zum Politikum

Eigentlich haben die Gegner der geplanten Autobahn zwischen Llucmajor und Campos ja recht. Braucht eine so kleine Insel, die ja bekanntlich bereits über mehrere dieser breiten Straßen verfügt, noch sowas? Auf der jetzigen Landstraße wird es nur im Hochsommer enger, aber auch dann kann von katastrophalen Staus nicht die Rede sein. Und ja, Unfälle gibt es hier viele, aber die kommen auch auf anderen Straßen der Insel nicht zu knapp vor. Den Beitrag vollständig lesen →

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30

11 2018

Weder Laschheit noch große Härte machen bei illegalen Bauten Sinn

Es war schon wild und verheerend, was früher auf der Insel in puncto illegale Immobilien geschah: Fast jeder konnte irgendwo irgendetwas bauen, und es passierte ihm gar nichts. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert: Die „Agentur zur Verteidigung des Territoriums” greift hart durch. Dass sich eine Behörde an geltende Gesetze hält, ist schon bemerkenswert im Staate Spanien. Dennoch: Das, was das dem Inselrat zugeordnete Amt gerade veranstaltet, geht über das reine Walten von Amts wegen hinaus. Den Beitrag vollständig lesen →

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16

11 2018