Dokumente in ‘Tourismus’Kategorie

Keine absolute Wahrheit bei Abschaffung der Sóller-Bahn-Rabatte

Die Gleichbehandlung aller Bürger gehört zu den Grundsätzen der Europäischen Union. Dem musste schon manche Vergünstigung für Einwohner weichen, sei es der billigere Eintritt eines Freibads in Bayern oder das günstigere Ticket für einen Skilift in Österreich. Jetzt hat es auch Mallorca getroffen. Künftig werden Residenten bei Fahrten mit der Sóller-Bahn keinen Rabatt mehr erhalten. Das kündigte die Betreibergesellschaft an, nachdem die EU-Kommission auf die Klage eines deutschen Urlaubers hin entsprechenden Druck gemacht hatte. Den Beitrag vollständig lesen →

09

02 2017

Die Belebung der Nebensaison kommt nur langsam in Fahrt

Auf die Frage, ob die Wirtschaftskrise vorbei ist, bekommt man oft die gleiche Antwort: „Ja, aber das muss erst noch bei den Leuten ankommen.“ Ähnlich verhält es sich mit der Nebensaison auf Mallorca. Ob sie in den vergangenen Jahren belebt worden ist, wie es die Politik immer wieder vorgebetet hat? Betrachtet man die nackten Zahlen, lautet die Antwort „Ja“. Mehr Hotels öffnen auch in der kalten Jahreszeit, der Flughafen fertigt zwischen Oktober und März mehr Passagiere ab als früher und immer mehr Restaurants halten ihren Betrieb im Winter am laufen. Den Beitrag vollständig lesen →

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19

01 2017

Ein gutes Jahr für Mallorca

Weltpolitisch gesehen, da sind sich die meisten Kommentatoren einig, war 2016 kein gutes Jahr. Syrien-Krieg und Flüchtlingskatastrophe, Terror, Brexit, Rechtspopulismus, Trump – man mochte manchmal schon gar keine Nachrichtensendung mehr einschalten. Den Beitrag vollständig lesen →

29

12 2016

Gesetzentwurf zur Ferienvermietung birgt Sprengstoff

Der Gesetzentwurf zur Regulierung des Ferienwohnungsmarktes ist vor allem eines: ein Papier gewordener Beleg dafür, dass es sich um ein sehr komplexes Thema handelt, das einfache Lösungen ausschließt.

Der große Wurf scheint Tourismusminister Biel Barceló nicht gelungen. Und die heißeste Kartoffel, nämlich die entscheidende Frage, wo Ferienwohnungen vermietet werden dürfen, hat er weitergereicht – an Gemeinden und Inselräte sowie an die Eigentümergemeinschaften von Wohnanlagen. Ankündigungen, dass das Gesetz noch im Sommer 2017 in Kraft treten soll, dürfen damit getrost als Wunschtraum tituliert werden. Den Beitrag vollständig lesen →

15

12 2016

Air Berlin und der Wandel einer ganzen Branche

Der Umbau bei Air Berlin geht seinen Gang und sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Rückblick gefällig?

November 2015: Air Berlin gibt Drehkreuz Palma auf, das heißt keine Spanienflüge mehr ab Mallorca.

April 2016: Air Berlin fliegt noch tiefer in die Roten Zahlen. Den Beitrag vollständig lesen →

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08

12 2016

Neue Zeiten bei Michelin auf Mallorca

Die Gastronomie auf Mallorca hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Weg zurückgelegt. Statt Tagesmenü, fettigen Kroketten und dem immergleichen Pica-Pica am Bartresen ist Haute Cuisine angesagt. Kreative und innovative Lokale sprießen geradezu aus dem Boden (Seite 34/35) . Auch an Orten, wo das nicht unbedingt zu erwarten ist, zum Beispiel in erster Meereslinie von Port de Pollença oder auch in Gestalt eines relativ einfach wirkenden Restaurants im Bistro-Stil, das es kulinarisch allerdings in sich hat.

Dem Guide Michelin ist es hoch anzurechnen, dass Sterneküche heutzutage auch in der Kategorie unter 50 Euro machbar ist. In der Tat kommt es mehr auf den Inhalt an als auf die Verpackung. Ein junger Koch leistet manchmal mehr als ein erfahrener Kollege. Auch wenn manche Location natürlich einen Aufpreis rechtfertigt: Aufwendiges Gedeck, ein altmodischer Service oder ein riesiger Weinkeller bieten genau so wenig Garantie für richtig gutes Essen wie Menüpreise von 150 Euro aufwärts. Speziell auf Ibiza, das von Michelin einmal mehr links liegen gelassen wurde, sollte man sich das bitte hinter die Ohren schreiben. Ganz zu schweigen von einer anderen Nachbarinsel, wo jemand meinte, seine Preise dank Stern vervielfachen zu können – und die Ehrung prompt wieder entzogen bekam.

Klar ist aber auch, dass gehobene Kulinarik nicht mit einer „Geiz-ist-geil“-Mentalität funktionieren kann. Die immer besser qualifizierten Mitarbeiter in der Küche und im Service haben anständige Gehälter verdient.

Dem Tourismus ist es zu verdanken, dass diese zumindest teilweise auch bezahlt werden können, und dass gleichzeitig mutige unternehmerische Investitionen in neue Projekte möglich sind. Der diesjährige Sterneregen lässt erahnen, dass die kulinarische Avantgarde auf Mallorca einen breiten Unterbau hat, der auch in Zukunft noch die eine oder andere Überraschung bereithalten dürfte. Mit jährlich elf Millionen potenziellen Gästen beschränkt sich das hiesige Potenzial schließlich nicht nur auf die lokale Bevölkerung, sondern ist durchaus mit den Metropolen der Welt zu vergleichen.

Autor: Michael Maier

01

12 2016

Deckelung durch Abzocke

Der Aufschrei der Unternehmer ließ nicht auf sich warten. Kaum waren die Erwägungen ausgesprochen, hagelt es Kritik. Sie lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Abzocke! Oder, vornehmer ausgedrückt: „Man darf sich keine fiktiven Formeln ausdenken, damit die Zahlen im Finanzhaushalt passen“, so ein Unternehmer. Den Beitrag vollständig lesen →

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13

10 2016

Gordischer Knoten durchschlagen?

Es tut sich was in der europäischen Luftfahrt – eine Branche, die fast schon naturgemäß ständig in Bewegung sein muss. Mit dem angekündigten Wet-Lease-Abkommen zwischen Air Berlin und der Lufthansa-Tochter Eurowings einerseits sowie andererseits dem geplanten Zusammenschluss zwischen Tuifly, Niki unter Beteiligung von Etihad samt einigen Dutzend Air-Berlin-Maschinen entstehen in Mitteleuropa zwei mittelgroße Discount-Anbieter, die endlich der britischen und irischen Konkurrenz ein gewisses Volumen entgegenhalten können. Den Beitrag vollständig lesen →

06

10 2016

Nicht übers Ziel hinausschießen

Die menschliche Gier scheint manchmal schier unermesslich zu sein, zumal sie von der bestehenden Wirtschaftsordnung auch noch nach Kräften gefördert wird. Das geht an Mallorcas Stränden nicht spurlos vorbei, die manche Scheichs und Oligarchen offenbar am liebsten allein für sich haben würden. Das spanische Küstenschutzgesetz aus den frühen Jahren der Demokratie ist sicherlich ein gutes Gegengewicht gegen solche Bestrebungen. Versuche, den Weg zum Strand mit einer Mauer zu versperren – so geschehen zum Beispiel vor einigen Jahren beim Grundstück einer bekannten deutschen Unternehmerin in Alcúdia oder vor wenigen Tagen an einem Privathaus neben dem Hotel Bendinat – können schnell ihrer Strafe zugeführt werden.

Auch die von Medien kolportierte Idee einer russischen Investorengruppe, rund um die Cala Varques sämtliche Grundstücke zu erwerben, damit die Bucht nur noch vom Meer aus erreicht werden kann, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Manche Umweltschützer würden das vielleicht sogar gut finden, doch das öffentliche Wegerecht ist auf diese Art nicht so leicht auszuhebeln.

Ob für die „Okkupation“ von Stränden mit Liegen und Sonnenschirmen durch Yachtbesitzer und ihr Hilfspersonal tatsächlich bis zu 100.000 Euro Bußgeld fällig werden, wie es eine vegane Kampfgruppe der Balearen-Regierung nahelegen will, ist allerdings eine andere Frage. So lange nicht die Bodyguards ausrücken, um Badegäste zu bestechen oder auf andere Art und Weise zu vertreiben, dürfte die Nutzung sich noch im grünen Bereich bewegen.

Nicht vergessen sollte man dabei, dass es um Gäste geht, die mit ihren Ausgaben weit über die derzeit aufblühende Nautikbranche hinaus für Umsätze und Arbeitsplätze sorgen. Keiner weiß das besser als die Mallorquiner. Dass sie dabei dennoch an ihre Würde denken, nötigt Respekt ab.

Autor: Michael Maier

08

09 2016

Der absurde Kreuzzug gegen die Straßencafés

Mein erster Kontakt mit Palma war irgendwie enttäuschend. Dieser Stadt fehlte etwas, was ich an anderen Städten im Süden so liebte, sei es Florenz oder Avignon: Straßencafés und -restaurants. Gut, es gab die Bars Bosch und Pesquero oder das Restaurant Lubina am Hafen. Aber sonst? Palma saß drinnen!

Das mag jetzt 30 Jahre her sein, und in Palma ist viel passiert. An Straßencafés herrscht längst kein Mangel mehr. Wir haben Logenplätze aus Korb(-Imitat) im Theater des täglichen Lebens bekommen. Den Beitrag vollständig lesen →

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01

09 2016