Archivos en ‘Tourismus’.

In ein paar Wochen kann alles ganz anders sein

Seit Mittwoch tummeln sich auf der ITB in Berlin wieder die Touristiker. Unternehmen werben um Kunden, die Reiseziele um Urlauber. Der ein oder andere Balearen-Vertreter ist in diesem Jahr mit gemischten Gefühlen an die Spree geflogen. Buchungsrückgänge und wiedererstarkende Konkurrenzziele haben bereits vor Beginn des Sommers erste Schatten auf die anstehende Saison geworfen. Wie das Geschäft 2019 tatsächlich laufen wird, vermag noch niemand zu sagen. 

Sicher ist zumindest eines: Die Insel ist und bleibt eine Top-Destination im Mittelmeerraum. Eine solche Fülle an Angeboten auf so kleinem Raum ist einzigartig. Natürlich ist Mallorca nicht die Türkei. All-Inclusive zu Dumping-Preisen, wie es sie derzeit in dem von einer Rezession bedrohten Land gibt, sind hier zur Seltenheit geworden. Die Preise haben in den vergangenen Jahren angezogen, die Touristensteuer „Ecotasa“ tut ihr Übriges. Gleichzeitig aber muss sich auf Mallorca niemand davor fürchten, am Flughafen festgenommen zu werden, nur weil er sich regierungskritisch äußert. Auch hier gilt: Mallorca ist eben nicht die Türkei. Das Eiland ist international und weltoffen. Und genau so wird es sich auf der ITB präsentieren, das ist quasi Pflicht. Zu viele Negativmeldungen hat es in den vergangenen Wochen gegeben. Nicht wenige Experten sind der Meinung, der regierende Linkspakt habe mit Projekten wie der Urlaubersteuer und der Kampagne „Better in Winter“ Touristen vergrault. 

Umso gespannter blicken die Tourisitker nun auf das Frühjahr. So wird nicht nur am 28. April eine neues Parlament in Madrid gewählt, einen Monat später stehen auch Regional- und Kommunalwahlen an. Nach derzeitigem Stand der Dinge ist alles offen. Sollte es aber zu einem Regierungswechsel kommen, dann – das weiß man aus Erfahrung – wird ohnehin wieder vieles umgekrempelt – gerade im Tourismussektor. Projekte wie die Kurtaxe wären dann vielleicht wieder Geschichte.

Ob es anschließend wieder einen Boom geben wird? Nicht abzusehen. Allzuviele Gedanken aber muss man sich auf Mallorca nicht machen. Die Insel ist und bleibt ein Urlaubsziel, das seinesgleichen sucht.

Autor: Patrick Czelinski

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07

03 2019

Wir bezahlen den Preis fürs billige Fliegen

Keine Bruchlandung, ein Absturz! Nach dem Air-Berlin-Aus vor zwei Jahren hat es mit Germania nun wieder eine deutsche Fluggesellschaft erwischt, der grün-weiße Ferienflieger musste Insolvenz anmelden. Viele Mallorca-Urlaubern und Residenten werden Germania in guter Erinnerung behalten, galt die Airline doch lange als eine der letzten Fluggesellschaften, bei denen es noch „Service“ gab. Der Koffer flog gratis mit und auch der Snack war reichhaltiger als bei der Billig-Konkurrenz. Letztendlich aber zeigt die Pleite, dass es darauf heutzutage nicht mehr ankommt. Die Diskussionen um die Qualität des Brötchens und die Maße des Handgepäcks haben in den vergangenen Jahren vielleicht den Blick auf das Wesentliche versperrt, nämlich darauf, dass am Himmel ein erbitterter Preiskampf tobt. 

Die Airlines sind am Limit und fliegen bildlich nur knapp über dem Boden. Ein steigender Kerosinpreis und Entschädigungen wegen ausgefallener oder verspäteter Flüge im vergangenen Sommer gepaart mit hohen Wartungskosten können da die „kleineren Fische“ wie Germania finanziell schnell aus der Bahn werfen. Die Leidtragenden sind am Ende nicht die Manager, sondern das fliegende Personal. Angaben der Vereinigung Cockpit zufolge müssen sich jetzt mindestens 400 Piloten und eine deutlich höhere Zahl von Flugebgleitern nun um einen neuen Job bemühen. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Kunden, von denen zumindest jene, die ihre Flüge direkt bei der Airline gebucht haben, auf den Kosten sitzen bleiben werden. Es ist fast schon skandalös, dass es bis heute keinen besseren Verbraucherschutz im Falle insolventer Airlines gibt. Letztendlich bezahlen wir alle den Preis für den Billig-Wahn in der Luftfahrtbranche. 

Die (kleinen) Lücken, die Germania an großen Airports wie Düsseldorf, München oder Frankfurt hinterlässt, werden die Big Player schnell füllen. Die großen Löcher, die jetzt an kleinen Regionalflughäfen wie Erfurt oder Friedrichshafen klaffen möglicherweise nicht. Es ist wie in vielen Branchen, es geht halt doch nur um’s Geld.

Autor: Patrick Czelinski

07

02 2019

Palmas Flughafen ist eine gut funktionierende „Stadt in der Stadt”

Du bist keine Schönheit, vor Arbeit ganz grau, liebst dich ohne Schminke, bist ’ne ehrliche Haut, leider total verbaut, aber gerade das macht dich aus!” – die Zeilen, die Herbert Grönemeyer einst über seine Heimatstadt Bochum schrieb, könnte man auch genau so dem Flughafen von Palma widmen, jener „Stadt in der Stadt, die jährlich fast 30 Millionen Menschen „ausspuckt” beziehungsweise aufsaugt, um sie an irgendeinen anderen Ort der Welt – oder zumindest Europas – zu katapultieren. Den Beitrag vollständig lesen →

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25

10 2018

Es ist noch nicht vorbei

Die internationalen Medien haben das Flutdrama – abseits von royalen Besuchen – bereits aus den Augen verloren, und die schlimmsten materiellen Verwüstungen sind beseitigt. Wir wissen nun, wie viele Todesopfer die Unwetter-Katastrophe im Inselosten gekostet hat, wie viele Autos fortgespült, wie viele Bauwerke beschädigt wurden.

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18

10 2018

Urlauberfeindliche Grüppchen haben auf Mallorca keine Chance

Es gibt auf diesem unseren Planeten wenige multikulturellere Orte als Mallorca. Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen leben hier seit Jahrzehnten friedlich zusammen und respektieren sich gegenseitig. Ob Deutsche, Briten, Skandinavier, alteingesessene Insulaner, Festlandspanier, Südamerikaner, Inder oder Chinesen – hier wird eine Toleranz gelebt, wovon woanders in dieser im Augenblick engstirnigen und von Nationalismen geprägten Zeit nur geträumt wird. Und hier wird leben gelassen. Humangeograph Pere Salvà spricht denn auch im MM-Interview von einer „Gesellschaft mit zahlreichen Identitäten”.

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04

10 2018

Welche Meeresfront ist Palma zu wünschen?

Im Atelier des Architekten Pere Nicolau, der auch den Flughafen von Palma errichtete, ist ein Entwurf zu sehen für Palmas Filetstück, die Meeresfront der Balearen-Metropole. Gemeint ist der Landstreifen zwischen Altstadtmauer, Gesa-Hochhaus und Kongresspalast, sprich jener Bereich, den jeder Ankömmling zu sehen bekommt, wenn er sich vom Flughafen her der Stadt nähert. Das Areal steht entsprechend für den ersten Eindruck, ist die Visitenkarte Palmas schlechthin.

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27

09 2018

Die Kunst und die Massen: Bei der Nit de l’Art ist ein guter Kompromiss gelungen

Am Samstag tobt in Palma die Nit de l’Art, der in dieser Ausgabe auch ein Special gewidmet ist. Zehntausende flanieren dann durch die Innenstadt. Sie suchen längst nicht nur Bilder und Skulpturen (die angesichts der vielen Menschen manchmal kaum noch zu sehen sind). Sie suchen Unterhaltung, Freunde, Bars und Restaurants – die „Nacht der Kunst” ist zu einem Volksfest mutiert. Den Beitrag vollständig lesen →

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20

09 2018

All-inclusive ist nicht an allem schuld

Die gute Nachricht zuerst: Der Großteil der Urlauber, die nach Mallorca kommen, ist mit dem Essen im Hotel zufrieden. Viele Häuser, selbst jene, die mit All-inclusive quasi ein „Rundum-Sorglos-Paket” anbieten, lassen heutzutage saisonal, im besten Fall sogar lokal kochen.

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06

09 2018

Alle reden von Entschleunigung. Auf Mallorca gab’s das immer

Wer kennt das nicht… Man tritt seinen wohlverdienten Mallorca-Urlaub an, und schon beim Warten am Eincheck-Schalter am Flughafen durchzuckt einen ob der langen Schlange ein gewisses Unbehagen. Und wenn dann nach der Ankunft am Traumziel der Koffer erst nach halbstündigem Warten kommt, ist man schon genervter.

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23

08 2018

Ausgewogenheit und Konsequenz: Das sind die Grundbedingungen für Qualitätstourismus

Beim Sommerfest in einem Fünf-Sterne-Resort sagte die Betreiberin in kleiner Runde:„Vom Qualitätstourismus alleine kann Mallorca nicht leben.” Soll heißen: Es kommt auf die Ausgewogenheit an. Um als Reiseziel attraktiv zu sein, bedarf Mallorca, insbesondere als Insel, einer guten Fluganbindung. Die gibt es nur, wenn ausreichend Passagiere vorhanden sind, also: Massentourismus. Den Beitrag vollständig lesen →

09

08 2018