Archivos en ‘Tourismus’.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Kreuzfahrttourismus

Es ist erst ein paar Jahre her, dass man sich auf Mallorca riesig gefreut hat, wenn wieder einmal eine Rekordzahl an Kreuzfahrtschiffen gemeldet wurde. Kreuzfahrttouristen sind gute Touristen, war der Tenor, denn sie lassen ja überdurchschnittlich viel Geld liegen. Den Beitrag vollständig lesen →

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11 2017

Warum der „Bierkönig“-Mord noch so viele Menschen bewegt

Es ist eigentlich Schnee von gestern. Schon 20 Jahre sind vergangen, seit der „Bierkönig“-Mord für Schlagzeilen sorgte. Eine verdammt lange Zeit, in der viel passiert ist. Warum also sind die Geschehnisse von damals immer noch so ein bewegendes Thema für die Deutschen auf Mallorca? Das hat verschiedene Gründe. Entscheidend dürfte sein, dass das Verbrechen, das damals Mallorca erschütterte, bis heute nicht aufgeklärt ist. Das bedeutet, es darf munter weiterspekuliert werden. Bei Gesprächen am Tresen, am Strand oder auf der Golfrunde werden zwar nur Vermutungen geäußert. Dass an denen nichts dran ist, kann aber niemand sagen, weil es ja keiner besser weiß. Der oder die Täter – das kann jeder sein. Der mallorquinische Autoverleiher, der deutsche Makler oder vielleicht ein Profi-Killer aus einem fernen Land. Wer weiß, vielleicht saß einer der Täter gestern im Restaurant am Nebentisch?

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09

11 2017

Die Saison 2017 ist zu Ende – Zeit für eine Bilanz

Für die Mehrzahl der Hotels auf Mallorca ist die Saison zu Ende. Eine Saison, die vermutlich das Prädikat „historisch“ erhalten wird, weil alle möglichen Rekorde gebrochen wurden – Besucher, Übernachtungen, Ausgaben, et cetera, et cetera. Die Saison 2017 wird aber auch in die Geschichte eingehen, weil sich erstmals manifestiert hat, dass Bestmarken für viele Inselbewohner kein Grund mehr sind zum Feiern. Den Beitrag vollständig lesen →

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02

11 2017

Wer Mallorca verändern will, braucht ein praktikables Konzept

Der Tag wird kommen, an dem die Invasoren einfach am Rand herunterfallen werden.“ Der erste Satz in Eliseo Bayos 1969 erschienenem Artikel „Mallorca, die überrannte Insel“ hat etwas Prophetisches. Mit dem Blick auf das Mallorca von damals scheinen die Ausführungen des Autors fast lächerlich. Betrachtet man den Zustand der Insel im Sommer 2017, klingen sie hingegen aktueller denn je. Nun muss man die Deutschen, Engländer, Schweden und wer sonst noch alles nach Mallorca kommt nicht unbedingt als Invasoren bezeichnen. Eines aber ist klar: Die Insel platzt vor allem im Sommer aus allen Nähten. Was sich seit zwei Jahren angekündigt hat, ist jetzt sicher: Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht!

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21

09 2017

Nachdenken oder fluchen?

Mit ihren Aktionen zur Europäischen Mobilitätswoche will die Stadt Palma zum Nachdenken anregen. Die einschneidendste Maßnahme ist ein weitreichendes Parkverbot am 22. September. Die blauen ORA-Zonen sind tabu, außer für Anwohner.

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14

09 2017

Da braut sich was zusammen

Sollte die Linksregierung die Urlaubersteuer auch deshalb verdoppelt haben, um Druck aus dem eigenen Kessel zu nehmen, so hat sie sich verrechnet. Linke Gruppen und Umweltverbände, also die ureigene Klientel der Koalition, sind mit „Ecotasa“ und weitgehenden Restriktionen in der Ferienvermietung nicht mehr ruhigzustellen. Sie rufen zur Demonstration auf – gegen Massentourismus und gegen eine Regierung, die die Tourismuskritik selbst erst hoffähig gemacht hat. Die Geister, die sie riefen …

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07

09 2017

Ein Stück Tourismusgeschichte

Es gab eine Zeit, da nahmen deutsche Mallorca-Residenten selten die Mühe auf sich, Vergleichsportale aufzurufen. Wer einen Flug zwischen Deutschland und der Insel buchen wollte, ging gleich auf www.airberlin.com. Air Berlin war die Mallorca-Airline. Aber das ist schon wieder Jahre her. Nach einem ewig langen Sinkflug konnte der Crash in Form des Insolvenz-Antrags allenfalls durch das Timing überraschen.

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08 2017

Die Ferienvermietung bedarf sicherlich einer Regulierung – nur wie?

Nun also ist es da, das Verbot der Ferienvermietung in Mehrfamilienhäusern. Neu ist es nicht. Es wurde in Ermangelung von Kontrollen bisher nur nicht umgesetzt. Und so hat sich in den vergangenen Jahren ein florierender Markt entwickelt, der vor allem touristischen Zentren wie Palma oder Ibiza-Stadt ordentlich zugesetzt hat. Die Mieten sind gestiegen, der Wohnraum ist knapp geworden. Aber ist daran wirklich nur die Ferienvermietung schuld? Wohl eher nicht. Mallorca und die Nachbarinsel boomen nunmal. Und dank der wiedererstarkten Wirtschaft hat es in den vergangenen Jahren auch viele Arbeitskräfte auf den Archipel gezogen. Auch sie sind auf einen Mietmarkt gedrängt, den es eigentlich nie wirklich gab und der über Jahre vernachlässigt wurde. Der Spanier hat eben immer lieber gekauft als gemietet. Die Alleinschuld an der Situation trägt die Ferienvermietung sicherlich nicht. Den Beitrag vollständig lesen →

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08 2017

„Faire Ferien“ in kleinen Schritten: Nachhaltigkeit beginnt im Kopf jedes Einzelnen

Urlaub ist für viele Reisende ein hart erarbeitetes Gut. Wer einen Großteil des Jahres schuftet, der hat ihn sich verdient. Dass die Ferien dann so angenehm und sorglos wie möglich sein sollen, ist verständlich. Wer will sich unter der karibischen Sonne Gedanken über Wasserprobleme machen? Wer beim Wandern in den Alpen auf das heiße Bad verzichten? Und wer möchte auf Mallorca in einem Bus schwitzen, wo er es sich auch in einem klimatisierten Mietwagen bequem machen kann? Den Beitrag vollständig lesen →

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04

08 2017

Wenn auf Mallorca die Quellen wieder sprudeln, versiegen die Investitionen

Ans Wasser denken die Lokalpolitiker auf Mallorca meist nur, wenn es gerade knapp wird. Es fehlt die Weitsicht. Im vergangenen Sommer war der Aufschrei groß: Die Insel trocknet aus! Was bei den Untersuchungen des Leitungssystems zutage trat, war eine löchrige Infrastruktur. Über jeden Rasensprenger auf dem Golfplatz regt man sich auf, nimmt andererseits aber hin, dass ein Viertel des kostbaren Trinkwassers einfach so im Untergrund versickert. Noch immer gibt es in Mehrfamilienhäusern in der Regel nur einen Wasserzähler. Welchen Anreiz hat ein Bewohner zum Wassersparen, wenn die fünfköpfige Nachbarsfamilie jeden Tag Wäsche wäscht und der Verbrauch auf alle umgelegt wird? Keinen.

Ende der 1960er Jahre entstanden die beiden Speicherseen in der Tramuntana, Ende der 90er wurden die Entsalzungsanlagen gebaut. Umstritten waren die Vorhaben, doch ohne sie säße die Insel schon lange auf dem Trockenen. Welches Großprojekt in der Folge der Dürre 2016 auf den Weg gebracht wird, bleibt abzuwarten. Unvergessen sind die Bilder vom Januar, als die Schleusen des Gorg Blau geöffnet werden mussten, um nach massiven Regenfällen Wasser abzulassen. Nur wenige Wochen zuvor war das kühle Nass noch so dringend benötigt worden. Doch Speichermöglichkeiten sind Mangelware, stattdessen wird eine Notverordnung erlassen.

Was nicht heißen soll, dass alle Versäumnisse der derzeitigen Regierung anzulasten sind. Seit Jahrzehnten wird zu wenig Geld ins Netz und auch in die Kläranlagen investiert. Man könnte vieles besser machen, doch der Fortschritt kommt nur tröpfchenweise voran. Es wird Zeit, dass mehr investiert wird – an Geld und innovativen Ideen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft.

Die knapp neun Millionen Euro, welche die Balearen-Regierung aus den Einnahmen der Ecotasa für die Infrastruktur ausgibt, sind nicht mal als Investition zu bezeichnen. Der Betrag ist einfach zu gering. Er reicht doch gerade mal aus, um die gröbsten Löcher in den Leitungen zu stopfen.

Autorin: Claudia Schittelkopp

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07 2017