Archivos en ‘Politik’.

Mietwagen sollen elektrisch werden, aber das reicht nicht.

Das klingt ja mal zukunftsweisend und durchaus mutig, was das balearische Verkehrsministerium da ankündigt: Bis 2030 soll die gesamte Mietwagenflotte elektrisch unterwegs sein. Gleichzeitig soll die Zahl der Ladestationen massiv erhöht werden. Wenn alternative Antriebsformen Sinn machen, dann doch sicher auf einer Insel wie Mallorca, wo die längste Strecke in eine Richtung kaum länger als 80 Kilometer ist. Und sogar die ersten Verleiher nicken artig und sagen, dass sie den Vorschlag gut finden. Sicher in der Hoffnung, dass da einige Subventionen herausgeholt werden können. Den Beitrag vollständig lesen →

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23

11 2017

Die Katalonien-Krise ist noch nicht beendet, aber…

Die einzelnen Schachzüge im Kampf um Katalonien werden zwar immer weniger verständlich, aber dennoch ist eine grobe Richtung erkennbar. Und die ist nicht mehr so verkehrt. Die Unabhängigkeitsbefürworter um den regionalen Regierungschef Carles Puigdemont werden keinen Sieg davontragen. Und es gibt sogar Anzeichen dafür, dass es zu einer langfristigen Lösung des Konflikts kommen könnte. Den Beitrag vollständig lesen →

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12

10 2017

Perfekt inszeniert

Es steht nicht gut um unser geliebtes Spanien, schlechter als noch vor einer Woche. Nach dem illegalen „Referendum“ und gewalttätigen Auseinandersetzungen ist die Situation verfahrener denn je.

 

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05

10 2017

In der Sackgasse

Für Felipe González ist es die beunruhigendste Situation der letzten 40 Jahre. Der ehemalige spanische Ministerpräsident liegt mit seiner Einschätzung richtig. Der 1. Oktober, der Tag, an dem die katalanischen Separatisten ihr Referendum abhalten wollen, ist ein gefährliches Datum für Spanien. Nichts deutet darauf hin, dass die Vernunft noch obsiegen könnte. Da rasen zwei Züge aufeinander zu, und die Lokführer geben Gas.

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28

09 2017

Nachdenken oder fluchen?

Mit ihren Aktionen zur Europäischen Mobilitätswoche will die Stadt Palma zum Nachdenken anregen. Die einschneidendste Maßnahme ist ein weitreichendes Parkverbot am 22. September. Die blauen ORA-Zonen sind tabu, außer für Anwohner.

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14

09 2017

Da braut sich was zusammen

Sollte die Linksregierung die Urlaubersteuer auch deshalb verdoppelt haben, um Druck aus dem eigenen Kessel zu nehmen, so hat sie sich verrechnet. Linke Gruppen und Umweltverbände, also die ureigene Klientel der Koalition, sind mit „Ecotasa“ und weitgehenden Restriktionen in der Ferienvermietung nicht mehr ruhigzustellen. Sie rufen zur Demonstration auf – gegen Massentourismus und gegen eine Regierung, die die Tourismuskritik selbst erst hoffähig gemacht hat. Die Geister, die sie riefen …

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07

09 2017

Wie man im Wahlkampf Grenzen überschreiten kann

Alle vier Jahre taucht die Frage wieder auf: Dürfen, sollen, müssen deutsche Parteien Wahlkampf auf Mallorca machen? In Arenal schien es so, als hätte die FDP die Insel wieder für sich entdeckt. Doch Mallorca war wohl nur die Location für einen Gag. Die Diskussionen darüber laufen aber trotzdem. Den Beitrag vollständig lesen →

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31

08 2017

Lieber kontrolliert werden als Angst haben

So ziemlich jeder Politiker hat’s schon gesagt, jeder Journalist und jeder Umfrage-Bürger: Nein, wir lassen uns vom Terror nicht unterkriegen. Wir führen unser Leben normal weiter, so wie es uns gefällt. Andernfalls hätten die Terroristen ja gewonnen… Den Beitrag vollständig lesen →

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08 2017

Stierkampf: Die Tiere müssen auf ein mildes Urteil hoffen


Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter in Spanien so sehr wie der Stierkampf. Für die einen ist er schützenswertes Kulturgut, für die anderen nichts als verachtenswerte Barbarei. In Ansätzen lassen sich beide Seiten verstehen. Dass die „Corrida“ in gewisser Weise zur spanischen Lebensart gehört, steht außer Frage, schließlich hat sich die Tradition über Jahrhunderte entwickelt. Beim Anblick der Torero-Darbietungen mit ihren bisweilen recht geschmeidigen Bewegungen lässt sich sogar ein gewisser, fast schon tänzerischer Ausdruck von Kunst erkennen. Wer aber einmal einen Stierkampf besucht hat, der weiß, dass es mit allem Künstlerischen spätestens dann vorbei ist, wenn dem Tier Blutströme aus dem offenen Maul laufen und es in sich zusammensackt. Und dass im Falle letzter Zuckungen alle Geschmeidigkeit einem harten Dolchstoß zwischen die Hörner weichen muss. Den Beitrag vollständig lesen →

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27

07 2017

Wenn auf Mallorca die Quellen wieder sprudeln, versiegen die Investitionen

Ans Wasser denken die Lokalpolitiker auf Mallorca meist nur, wenn es gerade knapp wird. Es fehlt die Weitsicht. Im vergangenen Sommer war der Aufschrei groß: Die Insel trocknet aus! Was bei den Untersuchungen des Leitungssystems zutage trat, war eine löchrige Infrastruktur. Über jeden Rasensprenger auf dem Golfplatz regt man sich auf, nimmt andererseits aber hin, dass ein Viertel des kostbaren Trinkwassers einfach so im Untergrund versickert. Noch immer gibt es in Mehrfamilienhäusern in der Regel nur einen Wasserzähler. Welchen Anreiz hat ein Bewohner zum Wassersparen, wenn die fünfköpfige Nachbarsfamilie jeden Tag Wäsche wäscht und der Verbrauch auf alle umgelegt wird? Keinen.

Ende der 1960er Jahre entstanden die beiden Speicherseen in der Tramuntana, Ende der 90er wurden die Entsalzungsanlagen gebaut. Umstritten waren die Vorhaben, doch ohne sie säße die Insel schon lange auf dem Trockenen. Welches Großprojekt in der Folge der Dürre 2016 auf den Weg gebracht wird, bleibt abzuwarten. Unvergessen sind die Bilder vom Januar, als die Schleusen des Gorg Blau geöffnet werden mussten, um nach massiven Regenfällen Wasser abzulassen. Nur wenige Wochen zuvor war das kühle Nass noch so dringend benötigt worden. Doch Speichermöglichkeiten sind Mangelware, stattdessen wird eine Notverordnung erlassen.

Was nicht heißen soll, dass alle Versäumnisse der derzeitigen Regierung anzulasten sind. Seit Jahrzehnten wird zu wenig Geld ins Netz und auch in die Kläranlagen investiert. Man könnte vieles besser machen, doch der Fortschritt kommt nur tröpfchenweise voran. Es wird Zeit, dass mehr investiert wird – an Geld und innovativen Ideen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft.

Die knapp neun Millionen Euro, welche die Balearen-Regierung aus den Einnahmen der Ecotasa für die Infrastruktur ausgibt, sind nicht mal als Investition zu bezeichnen. Der Betrag ist einfach zu gering. Er reicht doch gerade mal aus, um die gröbsten Löcher in den Leitungen zu stopfen.

Autorin: Claudia Schittelkopp

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07 2017