Archivos en ‘Politik’.

Von Entspannung im Katalonien-Konflikt kann keine Rede sein

Er ist mal wieder über die Bühne gegangen, der „Diada” genannte Massenaufmarsch meist separatistischer Katalanen in Barcelona. Und wie immer blieb alles weitgehend diszipliniert und friedlich. Währenddessen und danach. So weit, so üblich. Doch in Madrid ist nicht mehr der recht starrköpfige konservative Ministerpräsident Mariano Rajoy an der Macht, sondern der auch dank separatistischer Abgeordneter ins Amt gelangte jung-dynamische und geschmeidigere Sozialist Pedro Sánchez. Man könnte deshalb meinen, dass das, was in Katalonien geschieht, nunmehr lediglich so etwas wie Folklore sei, weil sich die neue Zentralregierung und Barcelona irgendwann irgendwie zusammenraufen. Den Beitrag vollständig lesen →

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09 2018

Ausgewogenheit und Konsequenz: Das sind die Grundbedingungen für Qualitätstourismus

Beim Sommerfest in einem Fünf-Sterne-Resort sagte die Betreiberin in kleiner Runde:„Vom Qualitätstourismus alleine kann Mallorca nicht leben.” Soll heißen: Es kommt auf die Ausgewogenheit an. Um als Reiseziel attraktiv zu sein, bedarf Mallorca, insbesondere als Insel, einer guten Fluganbindung. Die gibt es nur, wenn ausreichend Passagiere vorhanden sind, also: Massentourismus. Den Beitrag vollständig lesen →

09

08 2018

Wenn die Königsfamilie keine Fehler macht, kann sie sich halten

ahre können sich manchmal wie Lichtjahre anfühlen. Wer erinnert sich noch daran, dass Unternehmer im Jahr 2000 Geld sammelten, um dem damaligen spanischen König Juan Carlos mit der Yacht Fortuna untertänigst ein würdiges Spielzeug für seine Aufenthalte auf Mallorca zur Verfügung zu stellen. Damals stellte man den Monarchen und seine Familie auf ein Podest, die Bourbonen waren fast Heilige. Der Grund war, dass Juan Carlos halt als Vater der spanischen Demokratie galt, die er 1981 beim Putsch mannhaft zu schützen gewusst hatte. Den Beitrag vollständig lesen →

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08 2018

Vergabe von Lizenzen für Ferienvermietung könnte sich hinziehen

Nun also ist es so weit: Ab Montag können Haus- und Wohnungseigentümer wieder Lizenzen beantragen, um ihre Immobilie dauerhaft oder zeitweise an Urlauber zu vermieten. Ein Jahr lang – die Inselbehörden tüftelten in dieser Zeit an ihren Regelungen – hatten sie darauf warten müssen. Dass die Ferienvermietung auf Mallorca nun endlich geregelt ist, ist zunächst einmal begrüßenswert. Der rasant wachsende Sektor hatte die Insel in den vergangenen Jahren geradezu überrollt.Hitzige Debatten über seine Auswirkungen auf das Zusammenleben zwischen Urlaubern und Einheimischen, die Geschäftsstruktur, vor allem aber den Mietmarkt, waren die Folge. Ob und inwieweit der extreme Anstieg der Wohnungspreise wirklich auf Airbnb und Co. zurückzuführen ist, kann bis heute keiner genau sagen. Dass es aber einer Regelung dringend bedurfte, da waren sich trotzdem die meisten einig. Den Beitrag vollständig lesen →

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26

07 2018

„Touristenfeindlichkeit” sollte aber nicht überbewertet werden

Mini-Demos hin oder her: Von einer touristenfeindlichen Stimmung auf Mallorca kann nicht die Rede sein. Auch in diesem Sommer geht (fast) alles seinen gewöhnlichen Gang. Rotgebrannte Urlauber lecken am Eis, auf der Flughafenautobahn reiht sich Mietwagen an Mietwagen, rund um die HotelPools tobt der Handtuch-Krieg um die besten Plätze und in den Lokalen der Insel werden genüsslich Tapas-Orgien gefeiert.Dass sogenannte „Anti-Touristen-Proteste”, zu denen sich oft nicht mehr als 50 Menschen versammeln, ein großes Echo finden, ist nicht zuletzt den deutschen Medien zu verdanken, die sich geradezu besessen auf jede Nachricht von der Insel stürzen und diese ausschlachten. Den Beitrag vollständig lesen →

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07 2018

Wenn der Traum vom Fliegen zum Albtraum wird

Der Traum vom Fliegen, in diesem Sommer könnte er zum Albtraum werden! Selten hat das Chaos am Himmel über Mallorca ein solches Ausmaß erreicht wie in diesem Frühjahr. Es gibt unzählige Flugstreichungen, teils stundenlange Verspätungen und etliche Flugzeitenänderungen, manchmal sogar Abflüge von einem anderen als dem ursprünglich geplanten Airport. Dieses Kuddelmuddel ist auf zwei Störfaktoren zurückzuführen. Zum einen tragen die Airlines Schuld, von denen sich einige in ihrer Freude über den anhaltenden Mallorca-Boom offenbar derart überhoben haben, dass sie nun wegen Piloten-Mangels, Knappheit bei den Flugzeugen und interner Streiks Schwierigkeiten haben, ihren aufgrund extrem kurzer Turnarounds – der Zeitspanne zwischen Landung und Start – ohnehin schon eng getakteten Flugplan einzuhalten.

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21

06 2018

Sündenfall Urdangarin

Laut der Chronistin, Buchautorin und Königshaus-Insiderin Pilar Urbano soll bereits im Jahr 2011 bei einem „Geheimtreffen” der Staatsspitze eine Haftstrafe für Iñaki Urdangarin befürwortet worden sein. Das klingt nebulös, doch es steht fest, dass Infantin Cristina mit der aktuellen Entscheidung wesentlich besser weggekommen ist als ihr Gatte. Ob zu Recht oder nicht: Man muss das Ganze nicht als „Musterfall der Gewaltenteilung” feiern. Man kann es auch als Zynismus im Interesse der Staatsräson sehen. Urdangarin taugt den Institutionen als Sündenbock, um ihre Glaubwürdigkeit wiederherzustellen und sich weiß zu waschen. Wo kämen wir hin, wenn alle mit dem Finanzamt so umgehen würden wie die Stiftung Nóos?

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14

06 2018

Der schnelle, aber doch geordnete Machtwechsel in Spanien

Eine Woche hat genügt, um die politischen Verhältnisse in Spanien auf den Kopf zu stellen. Dafür, dass sich die Ereignisse nach dem Urteil im Korruptionsfall „Gürtel” überschlagen haben, verlief der Machtwechsel in Madrid überaus geordnet, ja teilweise elegant. Das betrifft nicht zuletzt das Auftreten des Siegers Pedro Sánchez und den Abgang Mariano Rajoys. Spaniens Demokratie hat bewiesen, dass sie gefestigter ist als ihr Ruf. Den Beitrag vollständig lesen →

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07

06 2018

Der Dampf muss aus dem Kessel

Er ist der falsche Mann zum falschen Zeitpunkt: Mit hauchdünner Mehrheit hat das katalanische Parlament am Montag einen gewissen Quim Torra zum Regierungschef der spanischen Autonomieregion gewählt – einen separatistischen Hardliner, der in der Vergangenheit vor allem durch plump-chauvinistische Bemerkungen über nicht-katalanische Spanier unrühmliche Aufmerksamkeit erregt hatte. Der ehedem für einen Versicherungskonzern arbeitende Mann wirkt ob seines provinziell-nationalistischen Gehabes seltsam vorgestrig, wird aber – verkehrte Welt! – dennoch von angeblichen Linken wie den Parteien CUP und ERC unterstützt. Er will wie sein flüchtiger Vorgänger Carles Puigdemont eine unabhängige Republik Katalonien.

 

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05 2018

Umweltschutz beginnt nicht per Gesetz, sondern im eigenen Kopf!

Dass Spanien ein „Müllproblem” hat, merkt man als Mallorca-Resident spätestens dann, wenn sich beim vorausfahrenden Auto mal wieder die Scheibe öffnet und die Verpackung des Big Mac in hohem Bogen in den Straßengraben fliegt. Auch macht sich längst nicht jeder die Mühe, die schwarzen Müllbeutel in die Container zu werfen – oft wird der stinkende Sack einfach neben der Tonne auf die Straße gestellt – irgendwer wird sich ja darum kümmern. Der öffentliche Raum ist für viele nicht Allgemeingut, sondern „tierra de nadie”, also Land, das eigentlich niemandem gehört und für das sich deshalb auch niemand verantwortlich fühlen muss.

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05 2018