Archivos en ‘Politik’.

„Touristenfeindlichkeit” sollte aber nicht überbewertet werden

Mini-Demos hin oder her: Von einer touristenfeindlichen Stimmung auf Mallorca kann nicht die Rede sein. Auch in diesem Sommer geht (fast) alles seinen gewöhnlichen Gang. Rotgebrannte Urlauber lecken am Eis, auf der Flughafenautobahn reiht sich Mietwagen an Mietwagen, rund um die HotelPools tobt der Handtuch-Krieg um die besten Plätze und in den Lokalen der Insel werden genüsslich Tapas-Orgien gefeiert.Dass sogenannte „Anti-Touristen-Proteste”, zu denen sich oft nicht mehr als 50 Menschen versammeln, ein großes Echo finden, ist nicht zuletzt den deutschen Medien zu verdanken, die sich geradezu besessen auf jede Nachricht von der Insel stürzen und diese ausschlachten. Den Beitrag vollständig lesen →

19

07 2018

Wenn der Traum vom Fliegen zum Albtraum wird

Der Traum vom Fliegen, in diesem Sommer könnte er zum Albtraum werden! Selten hat das Chaos am Himmel über Mallorca ein solches Ausmaß erreicht wie in diesem Frühjahr. Es gibt unzählige Flugstreichungen, teils stundenlange Verspätungen und etliche Flugzeitenänderungen, manchmal sogar Abflüge von einem anderen als dem ursprünglich geplanten Airport. Dieses Kuddelmuddel ist auf zwei Störfaktoren zurückzuführen. Zum einen tragen die Airlines Schuld, von denen sich einige in ihrer Freude über den anhaltenden Mallorca-Boom offenbar derart überhoben haben, dass sie nun wegen Piloten-Mangels, Knappheit bei den Flugzeugen und interner Streiks Schwierigkeiten haben, ihren aufgrund extrem kurzer Turnarounds – der Zeitspanne zwischen Landung und Start – ohnehin schon eng getakteten Flugplan einzuhalten.

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21

06 2018

Sündenfall Urdangarin

Laut der Chronistin, Buchautorin und Königshaus-Insiderin Pilar Urbano soll bereits im Jahr 2011 bei einem „Geheimtreffen” der Staatsspitze eine Haftstrafe für Iñaki Urdangarin befürwortet worden sein. Das klingt nebulös, doch es steht fest, dass Infantin Cristina mit der aktuellen Entscheidung wesentlich besser weggekommen ist als ihr Gatte. Ob zu Recht oder nicht: Man muss das Ganze nicht als „Musterfall der Gewaltenteilung” feiern. Man kann es auch als Zynismus im Interesse der Staatsräson sehen. Urdangarin taugt den Institutionen als Sündenbock, um ihre Glaubwürdigkeit wiederherzustellen und sich weiß zu waschen. Wo kämen wir hin, wenn alle mit dem Finanzamt so umgehen würden wie die Stiftung Nóos?

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14

06 2018

Der schnelle, aber doch geordnete Machtwechsel in Spanien

Eine Woche hat genügt, um die politischen Verhältnisse in Spanien auf den Kopf zu stellen. Dafür, dass sich die Ereignisse nach dem Urteil im Korruptionsfall „Gürtel” überschlagen haben, verlief der Machtwechsel in Madrid überaus geordnet, ja teilweise elegant. Das betrifft nicht zuletzt das Auftreten des Siegers Pedro Sánchez und den Abgang Mariano Rajoys. Spaniens Demokratie hat bewiesen, dass sie gefestigter ist als ihr Ruf. Den Beitrag vollständig lesen →

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07

06 2018

Der Dampf muss aus dem Kessel

Er ist der falsche Mann zum falschen Zeitpunkt: Mit hauchdünner Mehrheit hat das katalanische Parlament am Montag einen gewissen Quim Torra zum Regierungschef der spanischen Autonomieregion gewählt – einen separatistischen Hardliner, der in der Vergangenheit vor allem durch plump-chauvinistische Bemerkungen über nicht-katalanische Spanier unrühmliche Aufmerksamkeit erregt hatte. Der ehedem für einen Versicherungskonzern arbeitende Mann wirkt ob seines provinziell-nationalistischen Gehabes seltsam vorgestrig, wird aber – verkehrte Welt! – dennoch von angeblichen Linken wie den Parteien CUP und ERC unterstützt. Er will wie sein flüchtiger Vorgänger Carles Puigdemont eine unabhängige Republik Katalonien.

 

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05 2018

Umweltschutz beginnt nicht per Gesetz, sondern im eigenen Kopf!

Dass Spanien ein „Müllproblem” hat, merkt man als Mallorca-Resident spätestens dann, wenn sich beim vorausfahrenden Auto mal wieder die Scheibe öffnet und die Verpackung des Big Mac in hohem Bogen in den Straßengraben fliegt. Auch macht sich längst nicht jeder die Mühe, die schwarzen Müllbeutel in die Container zu werfen – oft wird der stinkende Sack einfach neben der Tonne auf die Straße gestellt – irgendwer wird sich ja darum kümmern. Der öffentliche Raum ist für viele nicht Allgemeingut, sondern „tierra de nadie”, also Land, das eigentlich niemandem gehört und für das sich deshalb auch niemand verantwortlich fühlen muss.

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03

05 2018

Verbot der Ferienvermietung wird Wohnungsnot nicht beenden

Es war zu erwarten: Das Linksbündnis in Palma wird das Verbot der privaten Ferienvermietung in Mehrfamilienhäusern aufrechterhalten. Die harte Gangart von PSOE & Co. wird weitreichende Konsequenzen haben, und zwar nicht nur in der gewünschten Form. Obwohl noch nie erlaubt, hat sich diese Urlaubsform gerade in Palma fest etabliert, ist zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Standbein geworden. Nicht nur für die Vermieter – ihre Gäste sind in Geschäften und Restaurants gerne gesehen. Den Beitrag vollständig lesen →

26

04 2018

Erste Demo gegen Kreuzfahrtschiffe

Ostern war so etwas wie der offizielle Startschuss in die touristische Saison. Sie wird wirtschaftlich erfolgreich sein – und von Protesten begleitet. Einen Vorgeschmack bekommen wir schon an diesem Sonntag, wenn Umweltgruppen das größte Kreuzfahrtschiff der Welt mit einer Protestaktion begrüßen wollen. Fortsetzung folgt garantiert; es ist hoffähig geworden, gegen den Wirtschaftsmotor Nummer eins, den Tourismus, zu demonstrieren. Den Beitrag vollständig lesen →

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05

04 2018

Katalonien: Mit „weiter so” ist nichts zu erreichen

Die Bewegung für ein unabhängiges Katalonien – oder gar Mallorca – agierte auf der Insel lange Zeit unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. Jetzt vereinen die Puigdemont-Fanclubs auf ihren Demos in Palma schon mal Hunderte, wenn nicht gar Tausende. Und der Besuch des Staatsoberhaupts wird wegen möglicher Ausschreitungen zu einem Risikoakt. Den Beitrag vollständig lesen →

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29

03 2018

Venezianische Zustände im Tramuntana-Gebirge

Egal ob diesen Sommer oder erst im kommenden Frühjahr – Zufahrtsbeschränkungen zu den meistbesuchten Ausflugszielen auf Mallorca werden kommen. Die Straßen und Parkplätze am Leuchtturm von Formentor, im Hafen von Valldemossa oder der Schlucht von Sa Calobra können dem Ansturm an Fahrzeugen einfach nicht mehr standhalten. Die Fahrt dorthin wird schon jetzt oft genug zur Geduldsprobe.

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15

03 2018