Archivos en ‘Gesundheit’.

Über das Reisen in Zeiten des Terrors

Ostern hat auf Mallorca neben der kirchlichen auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Es ist der Startschuss in eine neue Saison. Viele Betriebe erwachen aus dem Winterschlaf, man freut sich auf den ersten großen Ansturm des Jahres. Es geht wieder los!

Diese freudige Stimmung hat einen Dämpfer erhalten. Wieder ein verheerendes Attentat mit vielen Toten. Diesmal in Brüssel. Dass ein Flughafen und ein Bahnhof das Ziel waren, lässt das Geschehen noch ein bisschen näher an uns heranrücken. Mallorca ist ohne internationalen Verkehr nicht lebensfähig. Das freie Reisen ist ein Bestandteil unserer Lebensweise – und die wirtschaftliche Grundlage der Ferieninsel. Den Beitrag vollständig lesen →

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03 2016

Wir schauen schon zu lange weg

Das Ebola-Virus ist ein Stück näher gekommen. Erstmals wurde ein Mensch außerhalb des afrikanischen Kontinents mit der Seuche infiziert – in Madrid. Nach den bisherigen Erkenntnissen war dafür eine Kette von Fehlern und Versäumnissen verantwortlich. Gleichwohl herrscht im Land keine Panik – denn die Experten können bislang glaubhaft darlegen, dass die Gefahr einer Ebola-Epidemie im hoch entwickelten Westen gering ist. Den Beitrag vollständig lesen →

09

10 2014

Grenzüberschreitende Patientenmobilität in Europa

Freie Arztwahl für Kassenpatienten in Europa – das ist eine gute Nachricht. Egal, wie die Umsetzung in der Praxis aussieht, es ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Politiker tatsächlich bemühen: In Europa sollen möglichst viele Richtlinien vereinheitlicht werden. Studiengänge, Jobqualifikationen, Steuerrecht oder Zollbestimmungen wurden schon über Landesgrenzen hinaus angeglichen. Jetzt ist die Europäisierung auch mitten im Alltag der meisten Bürger angekommen: Die medizinische Versorgung ist einer der wichtigsten Pfeiler unserer Gesellschaft. Den Beitrag vollständig lesen →

03

04 2014

Ziemlich sauberes Vergnügen: In Sachen Qualität der Badegewässer schneidet Mallorca gut ab

Wenn die Europäische Umweltagentur ihren jährlichen Bericht über die Qualität der Badegewässer veröffentlicht, dann schneidet Mallorca stets ziemlich gut ab. Laut dem aktuellen Bericht waren die Zustände an 101 der 115 Messstellen auf der Insel „hervorragend“, als die Proben entnommen wurden. Lediglich an einer Handvoll Strände erfüllte das Meerwasser die Min-destanforderungen der Prüfer nicht. Damit ist die Qualität der Badegewässer auf Mallorca besser, als im gesamteuropäischen Durchschnitt (87 Prozent „hervorragend“ gegenüber 78 Prozent).

Da Mallorca zu einem wesentlichen Teil von Touristen lebt, die Strand und Meer genießen wollen, wäre jedes andere Ergebnis fatal. Das haben die Verantwortlichen auf der Insel frühzeitig erkannt. So ist etwa die Verarbeitung der vor allem im Sommer anfallenden Abwassermengen schon vor Jahrzehnten angepackt worden. Längst verfügt Mallorca über ein dichtes Netz an Kläranlagen, sodass das Problem weitgehend unter Kontrolle ist. Auch der alljährliche Einsatz der Müllbootflotte, die vor der Küste tonnenweise Abfälle aus dem Wasser fischt, bevor sie an Land gelangen, zeigt, dass das Thema ernst genommen wird.

Das soll nicht heißen, dass es an Mallorcas Stränden nicht hin und wieder zu Verschmutzungen kommt. Allerdings handelt es sich dabei um lokal begrenzte, vorübergehende Phänomene. Angesichts von zehn Millionen Touristen, die die Insel jährlich besuchen, lässt sich dies wohl nicht vermeiden.

Dennoch gibt es Möglichkeiten zur Verbesserung. Für das ökologische Gleichgewicht im Mittelmeer spielen die Seegraswiesen eine zentrale Rolle. Diese stehen zwar seit einiger Zeit unter Artenschutz, dieser aber wird noch immer kaum durchgesetzt. Zwar dürfen Yachtbesitzer in einigen Gegenden nur noch an speziellen Bojen festmachen und nicht mehr ankern, aber es fehlt an Kontrollen. Wenn es nicht gelingt, die Posidonia-Vorkommen effektiv zu schützen, setzt Mallorca auf lange Sicht sein wertvollstes Gut aufs Spiel: das kristallklare Wasser an den Stränden und in den Buchten.

Autor: Jonas Martiny

11

07 2013

Urlauber belasten das spanische öffentliche Gesundheitswesen

Lange Wartezeiten, schlechte Organisation, zu hohe Kosten: Spaniens öffentliches Gesundheitswesen hat keinen guten Ruf. Wer sich von den Zuständen einen Eindruck verschaffen möchte, muss nur einmal einen Termin mit einem Facharzt ausmachen: Ein Vierteljahr Vorlauf sollte man mindestens einplanen und nicht damit rechnen, dass der Doktor mehr als fünf Minuten Zeit für einen hat.

Auch die Zustände in den Krankenhäusern sind gelinde gesagt haarsträubend: In den Wintermonaten, wenn die Zahl der Grippefälle in die Höhe schießt, schieben Krankenschwestern die Patienten kurzerhand auf die Gänge. Dabei sind die Gesundheitsausgaben mit mehr als einer Milliarde Euro der größte Einzelposten im Balearen-Haushalt.

Die Sparmaßnahmen verschärfen die Lage nun noch weiter, wie etwa der Tod des 28-jährigen Senegalesen Alpha Pam vor wenigen Wochen zeigt: Eine Ärztin in der Notaufnahme hatte ihn offenbar nur oberflächlich untersucht und nicht erkannt, dass er an Tuberkulose litt. Es liegt auf der Hand, dass es angesichts solcher Zustände nicht angehen kann, dass vergleichsweise gut situierte Urlauber aus Nord- und Mittel-Europa Leistungen des spanischen Gesundheitswesens in Anspruch nehmen, ohne dass zumindest die Kosten ersetzt werden.

Tatsächlich ist gerüchteweise immer wieder einmal die Rede von „Gesundheitstouristen“, die ihren Inselaufenthalt nutzen sollen, um sich der längst fälligen Hüftoperation zu unterziehen – weil die hier im Gegensatz zu anderen Ländern gratis ist. Wie verbreitet dieses Phänomen ist und wie hoch die verursachten Kosten wirklich sind, ist allerdings weitgehend unbekannt.

Fest steht, dass die öffentlichen spanischen Krankenhäuser nicht kurzerhand Urlauber aus dem EU-Ausland verpflichten dürfen, ihre Behandlung selbst zu bezahlen. Vielmehr sollte man dafür sorgen, dass die erbrachten Leistungen auch korrekt abgerechnet werden, immerhin gibt es dafür ja EU-weite Ausgleichszahlungen: Durch lückenhafte Abrechnung entgehen dem spanischen Staat Jahr für Jahr Millionen. Geld, das im öffentlichen Gesundheitswesen dringend gebraucht wird.

Autor: Jonas Martiny

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06

06 2013