Dokumente in ‘Gesellschaft’Kategorie

Die Belebung der Nebensaison kommt nur langsam in Fahrt

uf die Frage, ob die Wirtschaftskrise vorbei ist, bekommt man oft die gleiche Antwort: „Ja, aber das muss erst noch bei den Leuten ankommen.“ Ähnlich verhält es sich mit der Nebensaison auf Mallorca. Ob sie in den vergangenen Jahren belebt worden ist, wie es die Politik immer wieder vorgebetet hat? Betrachtet man die nackten Zahlen, lautet die Antwort „Ja“. Mehr Hotels öffnen auch in der kalten Jahreszeit, der Flughafen fertigt zwischen Oktober und März mehr Passagiere ab als früher und immer mehr Restaurants halten ihren Betrieb im Winter am laufen. Den Beitrag vollständig lesen →

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19

01 2017

Qualität ist genauso wichtig wie Quantität

Die gute Nachricht vorweg: Der Arbeitsmarkt in Spanien erholt sich zusehends. Alleine in Palma verringert sich die Arbeitslosenzahl jeden Monat, und das seit über vier Jahren. Seit Ende 2015 ist sie um ganze 14 Prozent gesunken. Jetzt erwartet Mallorca wieder eine Rekordsaison und etliche Unternehmen begeben sich – zum Teil vor Ort – auf die Suche nach qualifiziertem Personal. Den Beitrag vollständig lesen →

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12

01 2017

Ein gutes Jahr für Mallorca

Weltpolitisch gesehen, da sind sich die meisten Kommentatoren einig, war 2016 kein gutes Jahr. Syrien-Krieg und Flüchtlingskatastrophe, Terror, Brexit, Rechtspopulismus, Trump – man mochte manchmal schon gar keine Nachrichtensendung mehr einschalten. Den Beitrag vollständig lesen →

29

12 2016

Der Terror ist noch mal etwas näher gekommen

Die Nachricht von tragischen Ereignissen trifft einen sicherlich mehr, wenn man Beteiligte kennt oder den Ort, an dem etwas geschehen ist. Der Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche ist „mein“ Weihnachtsmarkt. Zuletzt war ich vor drei Wochen dort. Wie so oft in den vergangenen Jahren, wenn ich eine Stippvisite an die Spree gemacht habe. Der eine oder andere Glühwein am Breitscheidplatz ist dann Pflicht. Mich findet man allerdings nicht dort, wo der Lkw die Schneise des Schreckens schlug, sondern an einem Stand auf der anderen Seite des Marktes. Es mögen gut 100 Meter dazwischenliegen. Aber was macht das schon für einen Unterschied … Den Beitrag vollständig lesen →

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22

12 2016

Warum der Katalanisch-Konflikt auf Mallorca unlösbar erscheint

Pauschalurlauber müssen es nicht unbedingt registriert haben. Aber jeder Deutsche, der auf Mallorca lebt, sollte wissen, dass nicht Spanisch die eigentliche Sprache der Insel ist, sondern Katalanisch. Beziehungsweise der hier gesprochene Dialekt Mallorquinisch. Den Beitrag vollständig lesen →

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24

11 2016

Die Folgen der Korruptionsblase, die 2006 in Andratx platzte

Kaum jemand hätte sich träumen lassen, dass es einmal so weit kommen würde. Dass Polizei und Staatsanwaltschaft mit Dutzenden von Beamten ein Rathaus stürmen und den Bürgermeister in Handschellen abführen. Damals, im November 2006, war das Vorgehen der Justiz etwas ganz Unerhörtes, nie Dagewesenes. Die Bilder gingen zwar nicht um die Welt, aber sie sorgten doch europaweit für ungläubiges Aufsehen. Den Beitrag vollständig lesen →

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17

11 2016

Vom immer noch schwierigen Umgang mit der Vergangenheit

Was hat der spanische Dichter Federico García Lorca mit Porreres zu schaffen? Eigentlich gar nichts. Und doch gibt es eine hauchfeine Verbindung zu dem Dorf in der Inselmitte Mallorcas. Als der spanische Ermittlungsrichter Baltasar Garzón 2008 die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die im Spanischen Bürgerkrieg verübt worden waren, erstmals aufklären lassen wollte, ordnete er die Öffnung dreier Massengräber an, eines bei Granada, wo der tote Lorca verscharrt worden sein soll, sowie zwei auf Mallorca: Manacor und Porreres. Die politischen Gegenkräfte stoppten den Vorstoß Garzóns, ein Gericht untersagte die Vorhaben auf der Insel. Lediglich die Suche nach dem erschossenen Dichter wurde genehmigt. Seine Gebeine, die irgendwo am Straßenrand unter der Erde liegen, sind bis heute nicht gefunden. Den Beitrag vollständig lesen →

11

11 2016

Erstmals etabliert sich ein internationales Filmfestival auf Mallorca

Beharrlich, gepflegtes Auftreten, langjährige Branchenerfahrung, gutes Händchen bei der Auswahl von Filmen, kreativer Umgang mit geringem Budget: So könnte die Stellenbeschreibung für die Direktorin des Evolution Mallorca International Film Festivals (EMIFF) lauten. Doch Sandra Seeling hat sich nicht beworben. Die Schauspielerin hat das Festival 2012 ins Leben gerufen. Den Beitrag vollständig lesen →

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03

11 2016

Ist Spanien kinderfreundlich? Klare Antwort: jein!

Ist Spanien ein kinderfreundliches Land? Klare Antwort: ja! Kinder gehören zum gesellschaftlichen Leben der Spanier einfach selbstverständlich dazu. Auf der Dorffeier, im Café, im Restaurant. So lange, bis sie müde werden, und nicht, bis Eltern sie ins Bett abschieben. Hier wird Kinderlachen nicht als Lärm angesehen, Umhertoben nicht als Ergebnis schlechter Erziehung. Den Beitrag vollständig lesen →

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20

10 2016

Nicht übers Ziel hinausschießen

Die menschliche Gier scheint manchmal schier unermesslich zu sein, zumal sie von der bestehenden Wirtschaftsordnung auch noch nach Kräften gefördert wird. Das geht an Mallorcas Stränden nicht spurlos vorbei, die manche Scheichs und Oligarchen offenbar am liebsten allein für sich haben würden. Das spanische Küstenschutzgesetz aus den frühen Jahren der Demokratie ist sicherlich ein gutes Gegengewicht gegen solche Bestrebungen. Versuche, den Weg zum Strand mit einer Mauer zu versperren – so geschehen zum Beispiel vor einigen Jahren beim Grundstück einer bekannten deutschen Unternehmerin in Alcúdia oder vor wenigen Tagen an einem Privathaus neben dem Hotel Bendinat – können schnell ihrer Strafe zugeführt werden.

Auch die von Medien kolportierte Idee einer russischen Investorengruppe, rund um die Cala Varques sämtliche Grundstücke zu erwerben, damit die Bucht nur noch vom Meer aus erreicht werden kann, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Manche Umweltschützer würden das vielleicht sogar gut finden, doch das öffentliche Wegerecht ist auf diese Art nicht so leicht auszuhebeln.

Ob für die „Okkupation“ von Stränden mit Liegen und Sonnenschirmen durch Yachtbesitzer und ihr Hilfspersonal tatsächlich bis zu 100.000 Euro Bußgeld fällig werden, wie es eine vegane Kampfgruppe der Balearen-Regierung nahelegen will, ist allerdings eine andere Frage. So lange nicht die Bodyguards ausrücken, um Badegäste zu bestechen oder auf andere Art und Weise zu vertreiben, dürfte die Nutzung sich noch im grünen Bereich bewegen.

Nicht vergessen sollte man dabei, dass es um Gäste geht, die mit ihren Ausgaben weit über die derzeit aufblühende Nautikbranche hinaus für Umsätze und Arbeitsplätze sorgen. Keiner weiß das besser als die Mallorquiner. Dass sie dabei dennoch an ihre Würde denken, nötigt Respekt ab.

Autor: Michael Maier

08

09 2016