Archivos en ‘Gesellschaft’.

Mietwagen sollen elektrisch werden, aber das reicht nicht.

Das klingt ja mal zukunftsweisend und durchaus mutig, was das balearische Verkehrsministerium da ankündigt: Bis 2030 soll die gesamte Mietwagenflotte elektrisch unterwegs sein. Gleichzeitig soll die Zahl der Ladestationen massiv erhöht werden. Wenn alternative Antriebsformen Sinn machen, dann doch sicher auf einer Insel wie Mallorca, wo die längste Strecke in eine Richtung kaum länger als 80 Kilometer ist. Und sogar die ersten Verleiher nicken artig und sagen, dass sie den Vorschlag gut finden. Sicher in der Hoffnung, dass da einige Subventionen herausgeholt werden können. Den Beitrag vollständig lesen →

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23

11 2017

Warum der „Bierkönig“-Mord noch so viele Menschen bewegt

Es ist eigentlich Schnee von gestern. Schon 20 Jahre sind vergangen, seit der „Bierkönig“-Mord für Schlagzeilen sorgte. Eine verdammt lange Zeit, in der viel passiert ist. Warum also sind die Geschehnisse von damals immer noch so ein bewegendes Thema für die Deutschen auf Mallorca? Das hat verschiedene Gründe. Entscheidend dürfte sein, dass das Verbrechen, das damals Mallorca erschütterte, bis heute nicht aufgeklärt ist. Das bedeutet, es darf munter weiterspekuliert werden. Bei Gesprächen am Tresen, am Strand oder auf der Golfrunde werden zwar nur Vermutungen geäußert. Dass an denen nichts dran ist, kann aber niemand sagen, weil es ja keiner besser weiß. Der oder die Täter – das kann jeder sein. Der mallorquinische Autoverleiher, der deutsche Makler oder vielleicht ein Profi-Killer aus einem fernen Land. Wer weiß, vielleicht saß einer der Täter gestern im Restaurant am Nebentisch?

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09

11 2017

Die Saison 2017 ist zu Ende – Zeit für eine Bilanz

Für die Mehrzahl der Hotels auf Mallorca ist die Saison zu Ende. Eine Saison, die vermutlich das Prädikat „historisch“ erhalten wird, weil alle möglichen Rekorde gebrochen wurden – Besucher, Übernachtungen, Ausgaben, et cetera, et cetera. Die Saison 2017 wird aber auch in die Geschichte eingehen, weil sich erstmals manifestiert hat, dass Bestmarken für viele Inselbewohner kein Grund mehr sind zum Feiern. Den Beitrag vollständig lesen →

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02

11 2017

Die neuen Chancen für Mallorcas Landwirtschaft

Unkraut und Landwirtschaft vergehen nicht. Auf der Inselscholle regt sich neues Leben. Eine neue Generation von Landwirten drängt es aus der urbanen Arbeitswelt zurück zur Muttererde. Sie wollen pflügen, säen, dreschen, ernten. Lasst sie ackern! Wer Pflugscharen zieht, zieht keine Schwerter.

Aber im Ernst: Wie vor 40 Jahren in Sachen Wein machen sich nun wieder „junge Verrückte“ auf den Weg, um traditionelle Agrarprodukte durch neue Qualitätsansprüche in Sachen Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit zu veredeln. Nach den Winzern sprangen die Olivenbauern auf den Zug auf, riefen Qualitäts- und Herkunftssiegel ins Leben.

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19

10 2017

Perfekt inszeniert

Es steht nicht gut um unser geliebtes Spanien, schlechter als noch vor einer Woche. Nach dem illegalen „Referendum“ und gewalttätigen Auseinandersetzungen ist die Situation verfahrener denn je.

 

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05

10 2017

In der Sackgasse

Für Felipe González ist es die beunruhigendste Situation der letzten 40 Jahre. Der ehemalige spanische Ministerpräsident liegt mit seiner Einschätzung richtig. Der 1. Oktober, der Tag, an dem die katalanischen Separatisten ihr Referendum abhalten wollen, ist ein gefährliches Datum für Spanien. Nichts deutet darauf hin, dass die Vernunft noch obsiegen könnte. Da rasen zwei Züge aufeinander zu, und die Lokführer geben Gas.

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28

09 2017

Wer Mallorca verändern will, braucht ein praktikables Konzept

Der Tag wird kommen, an dem die Invasoren einfach am Rand herunterfallen werden.“ Der erste Satz in Eliseo Bayos 1969 erschienenem Artikel „Mallorca, die überrannte Insel“ hat etwas Prophetisches. Mit dem Blick auf das Mallorca von damals scheinen die Ausführungen des Autors fast lächerlich. Betrachtet man den Zustand der Insel im Sommer 2017, klingen sie hingegen aktueller denn je. Nun muss man die Deutschen, Engländer, Schweden und wer sonst noch alles nach Mallorca kommt nicht unbedingt als Invasoren bezeichnen. Eines aber ist klar: Die Insel platzt vor allem im Sommer aus allen Nähten. Was sich seit zwei Jahren angekündigt hat, ist jetzt sicher: Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht!

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21

09 2017

Da braut sich was zusammen

Sollte die Linksregierung die Urlaubersteuer auch deshalb verdoppelt haben, um Druck aus dem eigenen Kessel zu nehmen, so hat sie sich verrechnet. Linke Gruppen und Umweltverbände, also die ureigene Klientel der Koalition, sind mit „Ecotasa“ und weitgehenden Restriktionen in der Ferienvermietung nicht mehr ruhigzustellen. Sie rufen zur Demonstration auf – gegen Massentourismus und gegen eine Regierung, die die Tourismuskritik selbst erst hoffähig gemacht hat. Die Geister, die sie riefen …

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07

09 2017

„Faire Ferien“ in kleinen Schritten: Nachhaltigkeit beginnt im Kopf jedes Einzelnen

Urlaub ist für viele Reisende ein hart erarbeitetes Gut. Wer einen Großteil des Jahres schuftet, der hat ihn sich verdient. Dass die Ferien dann so angenehm und sorglos wie möglich sein sollen, ist verständlich. Wer will sich unter der karibischen Sonne Gedanken über Wasserprobleme machen? Wer beim Wandern in den Alpen auf das heiße Bad verzichten? Und wer möchte auf Mallorca in einem Bus schwitzen, wo er es sich auch in einem klimatisierten Mietwagen bequem machen kann? Den Beitrag vollständig lesen →

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04

08 2017

Stierkampf: Die Tiere müssen auf ein mildes Urteil hoffen


Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter in Spanien so sehr wie der Stierkampf. Für die einen ist er schützenswertes Kulturgut, für die anderen nichts als verachtenswerte Barbarei. In Ansätzen lassen sich beide Seiten verstehen. Dass die „Corrida“ in gewisser Weise zur spanischen Lebensart gehört, steht außer Frage, schließlich hat sich die Tradition über Jahrhunderte entwickelt. Beim Anblick der Torero-Darbietungen mit ihren bisweilen recht geschmeidigen Bewegungen lässt sich sogar ein gewisser, fast schon tänzerischer Ausdruck von Kunst erkennen. Wer aber einmal einen Stierkampf besucht hat, der weiß, dass es mit allem Künstlerischen spätestens dann vorbei ist, wenn dem Tier Blutströme aus dem offenen Maul laufen und es in sich zusammensackt. Und dass im Falle letzter Zuckungen alle Geschmeidigkeit einem harten Dolchstoß zwischen die Hörner weichen muss. Den Beitrag vollständig lesen →

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07 2017