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„Nachhaltigkeit” klingt auf der ITB gut – in Mallorcas Realität leider weniger

„Better in Winter“ – das Statement, das Mallorca mit diesem Slogan auf der Tourismusmesse ITB in Berlin setzt, ist eindeutig: Kommt nicht im Sommer, liebe Urlauber! Es fügt sich perfekt ein in die Politik, die die Balearen-Regierung seit Anfang der Legislaturperiode fährt. „Sostenibilidad“, Nachhaltigkeit, scheint nach wie vor das Lieblingswort der Mitglieder des Linkspakts, des Inselrats und vieler Gemeindepolitiker zu sein. Den Beitrag vollständig lesen →

09

03 2017

Neue Zeiten bei Michelin auf Mallorca

Die Gastronomie auf Mallorca hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Weg zurückgelegt. Statt Tagesmenü, fettigen Kroketten und dem immergleichen Pica-Pica am Bartresen ist Haute Cuisine angesagt. Kreative und innovative Lokale sprießen geradezu aus dem Boden (Seite 34/35) . Auch an Orten, wo das nicht unbedingt zu erwarten ist, zum Beispiel in erster Meereslinie von Port de Pollença oder auch in Gestalt eines relativ einfach wirkenden Restaurants im Bistro-Stil, das es kulinarisch allerdings in sich hat.

Dem Guide Michelin ist es hoch anzurechnen, dass Sterneküche heutzutage auch in der Kategorie unter 50 Euro machbar ist. In der Tat kommt es mehr auf den Inhalt an als auf die Verpackung. Ein junger Koch leistet manchmal mehr als ein erfahrener Kollege. Auch wenn manche Location natürlich einen Aufpreis rechtfertigt: Aufwendiges Gedeck, ein altmodischer Service oder ein riesiger Weinkeller bieten genau so wenig Garantie für richtig gutes Essen wie Menüpreise von 150 Euro aufwärts. Speziell auf Ibiza, das von Michelin einmal mehr links liegen gelassen wurde, sollte man sich das bitte hinter die Ohren schreiben. Ganz zu schweigen von einer anderen Nachbarinsel, wo jemand meinte, seine Preise dank Stern vervielfachen zu können – und die Ehrung prompt wieder entzogen bekam.

Klar ist aber auch, dass gehobene Kulinarik nicht mit einer „Geiz-ist-geil“-Mentalität funktionieren kann. Die immer besser qualifizierten Mitarbeiter in der Küche und im Service haben anständige Gehälter verdient.

Dem Tourismus ist es zu verdanken, dass diese zumindest teilweise auch bezahlt werden können, und dass gleichzeitig mutige unternehmerische Investitionen in neue Projekte möglich sind. Der diesjährige Sterneregen lässt erahnen, dass die kulinarische Avantgarde auf Mallorca einen breiten Unterbau hat, der auch in Zukunft noch die eine oder andere Überraschung bereithalten dürfte. Mit jährlich elf Millionen potenziellen Gästen beschränkt sich das hiesige Potenzial schließlich nicht nur auf die lokale Bevölkerung, sondern ist durchaus mit den Metropolen der Welt zu vergleichen.

Autor: Michael Maier

01

12 2016

Gordischer Knoten durchschlagen?

Es tut sich was in der europäischen Luftfahrt – eine Branche, die fast schon naturgemäß ständig in Bewegung sein muss. Mit dem angekündigten Wet-Lease-Abkommen zwischen Air Berlin und der Lufthansa-Tochter Eurowings einerseits sowie andererseits dem geplanten Zusammenschluss zwischen Tuifly, Niki unter Beteiligung von Etihad samt einigen Dutzend Air-Berlin-Maschinen entstehen in Mitteleuropa zwei mittelgroße Discount-Anbieter, die endlich der britischen und irischen Konkurrenz ein gewisses Volumen entgegenhalten können. Den Beitrag vollständig lesen →

06

10 2016

Die Ecotasa – ein Erfolg für die Balearen-Regierung

Mallorcas Gäste öffnen die Geldbörse ohne zu murren. Nach knapp drei Monaten Ecotasa lässt sich vor allem ein Fazit ziehen: Die Einführung der Urlauber-Steuer ging nahezu geräuschlos über die Bühne. Beschwerden von Touristen, deren Übernachtungen auf der Insel seit 1. Juli extra besteuert werden, sind die absolute Ausnahme. Damit ist die Ecotasa einer der griffigsten Erfolge der links-grünen Balearen-Regierung unter Francina Armengol (PSOE). Den Beitrag vollständig lesen →

22

09 2016

Nicht übers Ziel hinausschießen

Die menschliche Gier scheint manchmal schier unermesslich zu sein, zumal sie von der bestehenden Wirtschaftsordnung auch noch nach Kräften gefördert wird. Das geht an Mallorcas Stränden nicht spurlos vorbei, die manche Scheichs und Oligarchen offenbar am liebsten allein für sich haben würden. Das spanische Küstenschutzgesetz aus den frühen Jahren der Demokratie ist sicherlich ein gutes Gegengewicht gegen solche Bestrebungen. Versuche, den Weg zum Strand mit einer Mauer zu versperren – so geschehen zum Beispiel vor einigen Jahren beim Grundstück einer bekannten deutschen Unternehmerin in Alcúdia oder vor wenigen Tagen an einem Privathaus neben dem Hotel Bendinat – können schnell ihrer Strafe zugeführt werden.

Auch die von Medien kolportierte Idee einer russischen Investorengruppe, rund um die Cala Varques sämtliche Grundstücke zu erwerben, damit die Bucht nur noch vom Meer aus erreicht werden kann, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Manche Umweltschützer würden das vielleicht sogar gut finden, doch das öffentliche Wegerecht ist auf diese Art nicht so leicht auszuhebeln.

Ob für die „Okkupation“ von Stränden mit Liegen und Sonnenschirmen durch Yachtbesitzer und ihr Hilfspersonal tatsächlich bis zu 100.000 Euro Bußgeld fällig werden, wie es eine vegane Kampfgruppe der Balearen-Regierung nahelegen will, ist allerdings eine andere Frage. So lange nicht die Bodyguards ausrücken, um Badegäste zu bestechen oder auf andere Art und Weise zu vertreiben, dürfte die Nutzung sich noch im grünen Bereich bewegen.

Nicht vergessen sollte man dabei, dass es um Gäste geht, die mit ihren Ausgaben weit über die derzeit aufblühende Nautikbranche hinaus für Umsätze und Arbeitsplätze sorgen. Keiner weiß das besser als die Mallorquiner. Dass sie dabei dennoch an ihre Würde denken, nötigt Respekt ab.

Autor: Michael Maier

08

09 2016

Ohne Nachfrage keine Straßenhändler auf Mallorca

„Diese Menschen sind auch Opfer!“ Der Satz stammt aus dem Mund des Präsidenten des balearischen Einzelhandelsverbandes Afedeco, quasi dem natürlichen Feind aller Straßenhändler, die vor allem im Sommer auf Mallorca ihr Glück versuchen, indem sie in den Urlauberhochburgen bunten Plastik-ramsch und gefälschte Markenware feilbieten. Den Beitrag vollständig lesen →

30

08 2016

Das Luxusproblem

Da gibt es nichts herumzudeuteln: Mallorca hat in diesem Sommer seine Belastungsgrenzen erreicht. Die Insel ist voll. Mehr geht nicht, oder besser: Mehr ist nicht wünschenswert.

Und soweit sind sich auf der Insel auch alle einig. Aber dann hört es auf mit der Einigkeit. Streit gibt es schon in der Frage, wie man mit den Urlauber-Rekorden umgehen sollte. Da geschieht im Augenblick Bedenkliches. Bestimmte Parteien, Bevölkerungsgruppen und Medien haben vor allem eine Berufung: die angeblich fürchterlichen Zustände anzuprangern, die Mallorca den Garaus machen. Der Tourismus ist einfach an allem schuld. Als ob Probleme wie die Wasserknappheit ihre Ursache nicht auch in schlichtem Missmanagement hätten. Den Beitrag vollständig lesen →

18

08 2016

Ecotasa: Gut gelaufen

Da hat die linke Balearen-Regierung doch so etwas wie ihr Meisterstück abgeliefert: Seit vergangenem Freitag wird auf den Balearen die Steuer für nachhaltigen Tourismus kassiert – und keiner regt sich auf. Dem ersten Eindruck nach noch nicht einmal jene, die sie berappen müssen. Das ist gut gelaufen für Tourismusminister Biel Barceló & Co..

Im Grunde kann man sich noch immer fragen, warum Urlauber eine Zusatzsteuer entrichten müssen. Eine schlüssige Antwort wird man wohl nicht finden, es sei denn, man hängt der Ideologie an, dass der Tourismus die Wurzel allen Übels ist. Den Beitrag vollständig lesen →

07

07 2016

Nichts Neues im Süden

Das Herumgeeiere hat ein halbes Jahr gedauert und nach Einschätzung von Experten ein halbes Prozent Wachstum gekostet – und jetzt, nach den Neuwahlen vom Sonntag, stehen die Protagonisten wieder vor der gleichen Ausgangssituation. Die Zeit der absoluten Mehrheiten in Spanien ist vorbei, das Land ohne Bündnisse unregierbar. Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen?

Wenn sich etwas geändert hat, dann die Position von Mariano Rajoy. Der PP-Chef hat sein Ergebnis verbessert, die Wahl eindeutig gewonnen. Er muss den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen, und er muss ihn ernsthafter angehen als im ersten Versuch. Den Beitrag vollständig lesen →

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30

06 2016

Und es stimmt doch: Geld schießt keine Tore

Was ist da um Himmels Willen passiert?Real Mallorca steht vor dem freien Fall ins fußballerische Niemandsland.Irgendjemand muss doch Schuld haben. Oder ist das Ganze nur die Verkettung unglücklicher Umstände? Auf jeden Fall bewahrheitet sich ein alter Spruch:Geld schießt keine Tore. Den Beitrag vollständig lesen →

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02

06 2016