Archivo de September, 2016

Mit dem Umbruch bei Air Berlin geht eine Ära zu Ende

Der radikale Schrumpfkurs, den Air Berlin am Mittwochabend verkündete, bedeutet für die Insel eine Zäsur. Wie immer die Krise im Detail gemanagt wird, die Airline, wie Mallorca sie kannte, wird es nicht mehr lange geben.

Das Ende einer Ära. Air Berlin hat Mallorca verändert. Die Airline hatte zum Beispiel entscheidenden Anteil am stetig steigenden Residenzial-Tourismus. Air Berlin brachte die Ferienhausbesitzer und Deutschland-Pendler in nie gekannten Frequenzen und zu festen Zeiten auf die Insel, und das von wohnortnahen Flughäfen. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

29

09 2016

Die Ecotasa – ein Erfolg für die Balearen-Regierung

Mallorcas Gäste öffnen die Geldbörse ohne zu murren. Nach knapp drei Monaten Ecotasa lässt sich vor allem ein Fazit ziehen: Die Einführung der Urlauber-Steuer ging nahezu geräuschlos über die Bühne. Beschwerden von Touristen, deren Übernachtungen auf der Insel seit 1. Juli extra besteuert werden, sind die absolute Ausnahme. Damit ist die Ecotasa einer der griffigsten Erfolge der links-grünen Balearen-Regierung unter Francina Armengol (PSOE). Den Beitrag vollständig lesen →

22

09 2016

Nicht übers Ziel hinausschießen

Die menschliche Gier scheint manchmal schier unermesslich zu sein, zumal sie von der bestehenden Wirtschaftsordnung auch noch nach Kräften gefördert wird. Das geht an Mallorcas Stränden nicht spurlos vorbei, die manche Scheichs und Oligarchen offenbar am liebsten allein für sich haben würden. Das spanische Küstenschutzgesetz aus den frühen Jahren der Demokratie ist sicherlich ein gutes Gegengewicht gegen solche Bestrebungen. Versuche, den Weg zum Strand mit einer Mauer zu versperren – so geschehen zum Beispiel vor einigen Jahren beim Grundstück einer bekannten deutschen Unternehmerin in Alcúdia oder vor wenigen Tagen an einem Privathaus neben dem Hotel Bendinat – können schnell ihrer Strafe zugeführt werden.

Auch die von Medien kolportierte Idee einer russischen Investorengruppe, rund um die Cala Varques sämtliche Grundstücke zu erwerben, damit die Bucht nur noch vom Meer aus erreicht werden kann, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Manche Umweltschützer würden das vielleicht sogar gut finden, doch das öffentliche Wegerecht ist auf diese Art nicht so leicht auszuhebeln.

Ob für die „Okkupation“ von Stränden mit Liegen und Sonnenschirmen durch Yachtbesitzer und ihr Hilfspersonal tatsächlich bis zu 100.000 Euro Bußgeld fällig werden, wie es eine vegane Kampfgruppe der Balearen-Regierung nahelegen will, ist allerdings eine andere Frage. So lange nicht die Bodyguards ausrücken, um Badegäste zu bestechen oder auf andere Art und Weise zu vertreiben, dürfte die Nutzung sich noch im grünen Bereich bewegen.

Nicht vergessen sollte man dabei, dass es um Gäste geht, die mit ihren Ausgaben weit über die derzeit aufblühende Nautikbranche hinaus für Umsätze und Arbeitsplätze sorgen. Keiner weiß das besser als die Mallorquiner. Dass sie dabei dennoch an ihre Würde denken, nötigt Respekt ab.

Autor: Michael Maier

08

09 2016

Der absurde Kreuzzug gegen die Straßencafés

Mein erster Kontakt mit Palma war irgendwie enttäuschend. Dieser Stadt fehlte etwas, was ich an anderen Städten im Süden so liebte, sei es Florenz oder Avignon: Straßencafés und -restaurants. Gut, es gab die Bars Bosch und Pesquero oder das Restaurant Lubina am Hafen. Aber sonst? Palma saß drinnen!

Das mag jetzt 30 Jahre her sein, und in Palma ist viel passiert. An Straßencafés herrscht längst kein Mangel mehr. Wir haben Logenplätze aus Korb(-Imitat) im Theater des täglichen Lebens bekommen. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

01

09 2016