Sündenfall Urdangarin

Laut der Chronistin, Buchautorin und Königshaus-Insiderin Pilar Urbano soll bereits im Jahr 2011 bei einem „Geheimtreffen” der Staatsspitze eine Haftstrafe für Iñaki Urdangarin befürwortet worden sein. Das klingt nebulös, doch es steht fest, dass Infantin Cristina mit der aktuellen Entscheidung wesentlich besser weggekommen ist als ihr Gatte. Ob zu Recht oder nicht: Man muss das Ganze nicht als „Musterfall der Gewaltenteilung” feiern. Man kann es auch als Zynismus im Interesse der Staatsräson sehen. Urdangarin taugt den Institutionen als Sündenbock, um ihre Glaubwürdigkeit wiederherzustellen und sich weiß zu waschen. Wo kämen wir hin, wenn alle mit dem Finanzamt so umgehen würden wie die Stiftung Nóos?

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14

06 2018

Der schnelle, aber doch geordnete Machtwechsel in Spanien

Eine Woche hat genügt, um die politischen Verhältnisse in Spanien auf den Kopf zu stellen. Dafür, dass sich die Ereignisse nach dem Urteil im Korruptionsfall „Gürtel” überschlagen haben, verlief der Machtwechsel in Madrid überaus geordnet, ja teilweise elegant. Das betrifft nicht zuletzt das Auftreten des Siegers Pedro Sánchez und den Abgang Mariano Rajoys. Spaniens Demokratie hat bewiesen, dass sie gefestigter ist als ihr Ruf. Den Beitrag vollständig lesen →

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07

06 2018

Die Besetzung der ehemaligen Becker-Finca und die Folgen

Mit illegalen Hausbesetzungen hatten wir es auf Mallorca in den vergangenen#Monaten reichlich zu tun. Der Extremfall war sicherlich die Inbesitznahme eines Chalets durch einen kriminellen Clan. Nur mit viel Mühe und Glück ist der Deutsche wieder in sein eigenes Haus gekommen. Nun also wieder: Gleich eine ganze Finca ist besetzt durch ein deutsches Hippie-Pärchen. Obendrein eine Finca, die mal einem Tennisstar gehörte, oder einer Firma, an der er Anteile hielt, wer weiß das schon genau. Den Beitrag vollständig lesen →

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31

05 2018

Trotz der Giftquallen: Panik ist unangebracht

Nun haben sie also Mallorca erreicht, die gefährlichen Portugiesischen Galeeren. Die wie Aliens aussehenden Nesselwesen, die – wenn man ihre meterlangen Tentakel berührt – höllische Schmerzen verursachen können. Man hätte damit rechnen müssen, denn in den vergangenen Monaten waren einige dieser gar nicht possierlichen Tiere bereits an Küstenabschnitten auf Ibiza und an Formenteras Stränden entdeckt worden. Am Montag fand dann ein Bewohner von Palmas Stadtteil El Molinar glibberige Tentakelreste, es folgten lebende und vollständig erhaltene Exemplare erst bei Puig de Ros und später wieder in El Molinar. Den Beitrag vollständig lesen →

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05 2018

Der Dampf muss aus dem Kessel

Er ist der falsche Mann zum falschen Zeitpunkt: Mit hauchdünner Mehrheit hat das katalanische Parlament am Montag einen gewissen Quim Torra zum Regierungschef der spanischen Autonomieregion gewählt – einen separatistischen Hardliner, der in der Vergangenheit vor allem durch plump-chauvinistische Bemerkungen über nicht-katalanische Spanier unrühmliche Aufmerksamkeit erregt hatte. Der ehedem für einen Versicherungskonzern arbeitende Mann wirkt ob seines provinziell-nationalistischen Gehabes seltsam vorgestrig, wird aber – verkehrte Welt! – dennoch von angeblichen Linken wie den Parteien CUP und ERC unterstützt. Er will wie sein flüchtiger Vorgänger Carles Puigdemont eine unabhängige Republik Katalonien.

 

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17

05 2018

Blaue Flaggen alleine reichen nicht

Strand, Meer und Sonne gehören traditionell zu den wichtigsten Attraktionen Mallorcas – gleichermaßen für Touristen als auch für Residenten. Logisch also, dass die Qualität der ersten beiden regelmäßig geprüft werden muss. Mit blauen Flaggen kann der Badegast sichergehen, dass zumindest ein Grundservice und eine gewisse Sauberkeit vorhanden ist. Den Beitrag vollständig lesen →

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05 2018

Umweltschutz beginnt nicht per Gesetz, sondern im eigenen Kopf!

Dass Spanien ein „Müllproblem” hat, merkt man als Mallorca-Resident spätestens dann, wenn sich beim vorausfahrenden Auto mal wieder die Scheibe öffnet und die Verpackung des Big Mac in hohem Bogen in den Straßengraben fliegt. Auch macht sich längst nicht jeder die Mühe, die schwarzen Müllbeutel in die Container zu werfen – oft wird der stinkende Sack einfach neben der Tonne auf die Straße gestellt – irgendwer wird sich ja darum kümmern. Der öffentliche Raum ist für viele nicht Allgemeingut, sondern „tierra de nadie”, also Land, das eigentlich niemandem gehört und für das sich deshalb auch niemand verantwortlich fühlen muss.

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03

05 2018

Verbot der Ferienvermietung wird Wohnungsnot nicht beenden

Es war zu erwarten: Das Linksbündnis in Palma wird das Verbot der privaten Ferienvermietung in Mehrfamilienhäusern aufrechterhalten. Die harte Gangart von PSOE & Co. wird weitreichende Konsequenzen haben, und zwar nicht nur in der gewünschten Form. Obwohl noch nie erlaubt, hat sich diese Urlaubsform gerade in Palma fest etabliert, ist zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Standbein geworden. Nicht nur für die Vermieter – ihre Gäste sind in Geschäften und Restaurants gerne gesehen. Den Beitrag vollständig lesen →

26

04 2018

So manches historische Landgut steht vor dem Besitzerwechsel

Die Tragik klingt in jedem Gespräch an. Auf der einen Seite werden die Eigentümer historischer Landgüter nicht müde, die Vorzüge ihrer Anwesen zu loben. Die Liebe zum Herrenhaus und zum Land drumherum, meist seit vielen Generationen in Familienbesitz, manifestiert sich in unzähligen Anekdoten. Den Beitrag vollständig lesen →

19

04 2018

Aktionismus ist fehl am Platz

Es hat also mal wieder Rennradfahrer auf Mallorca getroffen. Und das so schlimm wie seit vielen Jahren nicht. Am vergangenen Donnerstag fuhr bei Capdepera eine wohl bekiffte Porsche-Fahrerin ungebremst in eine zehnköpfige deutsche Radfahrergruppe. Dabei wurde der Triathlet Christoph B. so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus starb.

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04 2018