Ausgewogenheit und Konsequenz: Das sind die Grundbedingungen für Qualitätstourismus

Beim Sommerfest in einem Fünf-Sterne-Resort sagte die Betreiberin in kleiner Runde:„Vom Qualitätstourismus alleine kann Mallorca nicht leben.” Soll heißen: Es kommt auf die Ausgewogenheit an. Um als Reiseziel attraktiv zu sein, bedarf Mallorca, insbesondere als Insel, einer guten Fluganbindung. Die gibt es nur, wenn ausreichend Passagiere vorhanden sind, also: Massentourismus. Den Beitrag vollständig lesen →

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08 2018

Wenn die Königsfamilie keine Fehler macht, kann sie sich halten

ahre können sich manchmal wie Lichtjahre anfühlen. Wer erinnert sich noch daran, dass Unternehmer im Jahr 2000 Geld sammelten, um dem damaligen spanischen König Juan Carlos mit der Yacht Fortuna untertänigst ein würdiges Spielzeug für seine Aufenthalte auf Mallorca zur Verfügung zu stellen. Damals stellte man den Monarchen und seine Familie auf ein Podest, die Bourbonen waren fast Heilige. Der Grund war, dass Juan Carlos halt als Vater der spanischen Demokratie galt, die er 1981 beim Putsch mannhaft zu schützen gewusst hatte. Den Beitrag vollständig lesen →

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08 2018

Vergabe von Lizenzen für Ferienvermietung könnte sich hinziehen

Nun also ist es so weit: Ab Montag können Haus- und Wohnungseigentümer wieder Lizenzen beantragen, um ihre Immobilie dauerhaft oder zeitweise an Urlauber zu vermieten. Ein Jahr lang – die Inselbehörden tüftelten in dieser Zeit an ihren Regelungen – hatten sie darauf warten müssen. Dass die Ferienvermietung auf Mallorca nun endlich geregelt ist, ist zunächst einmal begrüßenswert. Der rasant wachsende Sektor hatte die Insel in den vergangenen Jahren geradezu überrollt.Hitzige Debatten über seine Auswirkungen auf das Zusammenleben zwischen Urlaubern und Einheimischen, die Geschäftsstruktur, vor allem aber den Mietmarkt, waren die Folge. Ob und inwieweit der extreme Anstieg der Wohnungspreise wirklich auf Airbnb und Co. zurückzuführen ist, kann bis heute keiner genau sagen. Dass es aber einer Regelung dringend bedurfte, da waren sich trotzdem die meisten einig. Den Beitrag vollständig lesen →

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07 2018

„Touristenfeindlichkeit” sollte aber nicht überbewertet werden

Mini-Demos hin oder her: Von einer touristenfeindlichen Stimmung auf Mallorca kann nicht die Rede sein. Auch in diesem Sommer geht (fast) alles seinen gewöhnlichen Gang. Rotgebrannte Urlauber lecken am Eis, auf der Flughafenautobahn reiht sich Mietwagen an Mietwagen, rund um die HotelPools tobt der Handtuch-Krieg um die besten Plätze und in den Lokalen der Insel werden genüsslich Tapas-Orgien gefeiert.Dass sogenannte „Anti-Touristen-Proteste”, zu denen sich oft nicht mehr als 50 Menschen versammeln, ein großes Echo finden, ist nicht zuletzt den deutschen Medien zu verdanken, die sich geradezu besessen auf jede Nachricht von der Insel stürzen und diese ausschlachten. Den Beitrag vollständig lesen →

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07 2018

Mallorca braucht clevere Verkehrsleitkonzepte

Es ist wie so oft auf Mallorca: Die Idee an sich ist gar nicht schlecht, die Durchführung eher mangelhaft. Dass es auf der Insel mancherorts zu voll ist, steht außer Frage. Die Touristenzahlen sind in den vergangenen Jahren so rasant gestiegen, dass die besonders beliebten Hotspots wie Caló des Moro, Sa Calobra oder der Leuchtturm am Kap Formentor dem Druck der Menschen und der Autos, in denen sie kommen, kaum noch standhalten können. Fahrten zu diesen Orten waren schon seit Langem kein Vergnügen mehr.

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07 2018

Die Insel wird immer ein Sonnenziel bleiben

Türkisfarbenes Wasser, weiße Strände, Paella bei Sonnenuntergang und dazu das melancholische Lied eines „Guitarreros“ – für die meisten Mallorca-Touristen sind und bleiben solche Szenarien Inbegriff des Urlaubs. „Sol y Playa“ stehen noch immer hoch im Kurs, das wird sich auch wegen der ständigen Wetterkapriolen in Mitteleuropa nicht ändern lassen. Dass die Behörden auf der Insel seit nunmehr drei Jahren versuchen, den unkontrollierten Zustrom an Urlaubern im Sommer zu bändigen, ist zumindest nachvollziehbar. Sie sollten dabei aber die Sehnsucht der Menschen im Norden nach der Leichtigkeit des Sommers am Mittelmeer nicht unterschätzen. Die große Mehrheit zieht das Handtuch im heißen Sand der Herbstwanderung durch den Steineichenwald vor. Den Beitrag vollständig lesen →

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07 2018

Geld in die Hand nehmen und ran an die Arbeit

Man stelle sich mal Folgendes vor: Es gibt keinen Bierkönig mehr an der Playa de Palma, auch der Mega-Park ist weg, und die Passanten grüßen sich freundlich und nüchtern unter den schattigen Bäumen dieser Gegend. Und alle nennen die Schinkenstraße Bartomeu Salvà. Am Strand, diesem Juwel, blicken gesittete Menschen ungestört dem Sonnenuntergang entgegen, und an der Uferstraße nervt einen weit und breit kein Hütchenspieler.

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06 2018

Wenn der Traum vom Fliegen zum Albtraum wird

Der Traum vom Fliegen, in diesem Sommer könnte er zum Albtraum werden! Selten hat das Chaos am Himmel über Mallorca ein solches Ausmaß erreicht wie in diesem Frühjahr. Es gibt unzählige Flugstreichungen, teils stundenlange Verspätungen und etliche Flugzeitenänderungen, manchmal sogar Abflüge von einem anderen als dem ursprünglich geplanten Airport. Dieses Kuddelmuddel ist auf zwei Störfaktoren zurückzuführen. Zum einen tragen die Airlines Schuld, von denen sich einige in ihrer Freude über den anhaltenden Mallorca-Boom offenbar derart überhoben haben, dass sie nun wegen Piloten-Mangels, Knappheit bei den Flugzeugen und interner Streiks Schwierigkeiten haben, ihren aufgrund extrem kurzer Turnarounds – der Zeitspanne zwischen Landung und Start – ohnehin schon eng getakteten Flugplan einzuhalten.

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21

06 2018

Sündenfall Urdangarin

Laut der Chronistin, Buchautorin und Königshaus-Insiderin Pilar Urbano soll bereits im Jahr 2011 bei einem „Geheimtreffen” der Staatsspitze eine Haftstrafe für Iñaki Urdangarin befürwortet worden sein. Das klingt nebulös, doch es steht fest, dass Infantin Cristina mit der aktuellen Entscheidung wesentlich besser weggekommen ist als ihr Gatte. Ob zu Recht oder nicht: Man muss das Ganze nicht als „Musterfall der Gewaltenteilung” feiern. Man kann es auch als Zynismus im Interesse der Staatsräson sehen. Urdangarin taugt den Institutionen als Sündenbock, um ihre Glaubwürdigkeit wiederherzustellen und sich weiß zu waschen. Wo kämen wir hin, wenn alle mit dem Finanzamt so umgehen würden wie die Stiftung Nóos?

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06 2018

Der schnelle, aber doch geordnete Machtwechsel in Spanien

Eine Woche hat genügt, um die politischen Verhältnisse in Spanien auf den Kopf zu stellen. Dafür, dass sich die Ereignisse nach dem Urteil im Korruptionsfall „Gürtel” überschlagen haben, verlief der Machtwechsel in Madrid überaus geordnet, ja teilweise elegant. Das betrifft nicht zuletzt das Auftreten des Siegers Pedro Sánchez und den Abgang Mariano Rajoys. Spaniens Demokratie hat bewiesen, dass sie gefestigter ist als ihr Ruf. Den Beitrag vollständig lesen →

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06 2018