Verschenkte Möglichkeiten

Einer der großen Wünsche auf Mallorca ist seit Jahren, dass die Insel in ihrer Außenwirkung nicht immer nur auf Sonne, Strand und Meer reduziert wird. Wenn es aber darum geht, neue Angebote zu schaffen, dann läuft es oft nicht rund. Das ist auch beim Golfsport so.

Ohne Zweifel ist Mallorca eine Golf-Insel. 24 Anlagen auf so engem Raum brauchen den Vergleich von der Menge her nicht zu scheuen. Weitere Plätze hält in der mallorquinischen Golf-Szene kaum jemand für nötig. Stattdessen sollte auf den bestehenden Anlagen der Service verbessert werden, ist immer wieder zu hören. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte: ,

20

11 2014

Spanien braucht einen Neuanfang

Die Krise der vergangenen Jahre hat Spanien zweifellos hart getroffen: die Wirtschaft dümpelt vor sich hin, die Arbeitslosigkeit liegt immer noch auf Rekordniveau, immer mehr Menschen leben am Existenzminimum. So schlimm das auch ist, letztendlich sind dies nicht die größten Probleme dieses Landes. Die Krise hat nämlich noch viel tiefer Liegendes zutage gefördert: Spanien steht vor einer Zerreißprobe. Das zeigen zum einen die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien, deren Ausgang vollkommen ungewiss ist. Fest steht nur: Viele Katalanen, Basken, Galicier – sogar eine wachsende Zahl der Mallorquiner – würden sich lieber heute als morgen von diesem Staat lossagen. Die Fliehkräfte sind so stark wie noch nie. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte: ,

18

11 2014

Auf Mallorca wächst Deutschland zusammen

Wohl jeder Deutsche ab einem gewissen Alter weiß heute noch, wo er vor 25 Jahren vom Fall der Berliner Mauer erfahren hat. Es gibt solche Tage, an denen man spürt, dass gerade Zeitgeschichte geschrieben wird. Der Fall der Mauer und die damit verbundenen Konsequenzen hatten und haben langfristig auch Auswirkungen auf Mallorca. Denn das, was am 9. November 1989 geschah, war ja bekanntlich nur ein Moment in einem Prozess, der Europa neu ordnete.

Wenn der friedliche Umsturz damals schiefgegangen oder gewalttätig geworden wäre, dann würde der Eiserne Vorhang in Europa möglicherweise heute noch verschlossen sein. So aber können die Tourismusunternehmen hierzulande auch auf einen Quellmarkt im Osten schauen, der immer noch langsam wächst, aber eines Tages wichtig werden könnte.

Mallorca hat auch einen Beitrag geleistet dazu, dass die Deutschen, wenn auch immer noch nicht ganz, zusammengewachsen sind. Denn recht schnell wurde die Insel auch zur Lieblingsdestination der Ostdeutschen. Das heißt, die hiesigen Urlaubsorte wurden zum Treffpunkt für Ost und West. Was konnte wenige Jahre nach der Wende eine Familie aus Bitterfeld und eine andere aus Stuttgart verbinden? Die Liebe zu Mallorca, gemeinsame Ausflüge im Touristenbus, der geteilte Tisch im Hotel-Restaurant oder ein Bummel durchs Nachtleben. Leider gibt es keine Statistik darüber, wie viele Ost-West-Zweierbeziehungen auf der Insel entstanden sind.

Bei den Deutschen, die fest auf der Insel leben und arbeiten, ist sicherlich schon mehr zusammengewachsen als bei denen, die in der Heimat geblieben sind. Denn sie haben alle eines Tages den Aufbruch in die neue Welt gewagt. Sie lernen ständig Landsleute kennen, die aus anderen Ecken Deutschlands stammen. Ob der neue Bekannte oder Geschäftspartner aus Thüringen, Niedersachsen oder dem Saarland stammt, spielt nun wirklich eine untergeordnete Rolle. Da zählen andere Dinge viel mehr.

Autor: Nils Müller

Schlagworte:

06

11 2014

So richtig entschlossen rüttelt niemand am Tourismusmodell

Wer ehrlich ist, muss zugeben, dass die bisherigen Anstrengungen um die Belebung der Nebensaison auf Mallorca keinen Erfolg hatten. All die schönen Vorhaben, all die Sonntagsreden, all die Absichtserklärungen haben nichts gebracht. Auch in diesem Winter werden 90 Prozent aller Hotels geschlossen sein, die Zahl der Passagiere an Palmas Flughafen lag im vergangenen Winter unter der des Winters 1999, die Zahl der Saisonarbeiter steigt von Jahr zu Jahr. Kurzum: Das Gefälle zwischen Haupt- und Nebensaison ist so groß wie noch nie und eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Den Beitrag vollständig lesen →

30

10 2014

Hoffentlich mehr als gute Absichten

Absichtserklärungen mallorquinischer Politiker haben es so an sich, vergleichsweise wenig darüber auszusagen, was denn nun tatsächlich geschehen wird – besonders dann, wenn eine Wahl bevorsteht, wie im kommenden Mai. Vor diesem Hintergrund ist der nun der Öffentlichkeit vorgestellte Entwurf des neuen Flächennutzungsplans der Stadt Palma zu sehen. Eine Straßenbahn vom Flughafen zum Hafen wird es vorerst wohl nicht geben. 170 Millionen Euro wird die Stadt auf absehbare Zeit ganz gewiss nicht übrig haben. Das ist schade, wäre die Anbindung des Flughafens an die Innenstadt per Tram doch ein Riesenfortschritt – und im Vergleich zur unsäglichen Metro durchs Gewerbegebiet auch noch sehr sinnvoll. Den Beitrag vollständig lesen →

23

10 2014

Shopping Mall ist keine Gefahr für die City

Rund 75.000 Quadratmeter, 200 Läden, 35 Restaurants, zwölf Kinosäle – die Dimensionen der geplanten Shopping-Mall “Palma Springs”  in Ses Fontanelles sind gewaltig. Vor allem wenn man bedenkt, dass nur wenige Kilometer weiter ein weiteres Einkaufszentrum entstehen soll.

Da drängt sich rasch die Frage auf, ob diese Entwicklung gut ist – für Mallorca im Allgemeinen und Palma im Besonderen. Eine Frage, die in ähnlicher Weise auch in anderen Orten gestellt wird: in Sóller, wo um die Ansiedlung eines Supermarktes gestritten wird, und in Manacor, wo Decathlon und andere großen Ketten landen wollen. Den Beitrag vollständig lesen →

16

10 2014

Wir schauen schon zu lange weg

Das Ebola-Virus ist ein Stück näher gekommen. Erstmals wurde ein Mensch außerhalb des afrikanischen Kontinents mit der Seuche infiziert – in Madrid. Nach den bisherigen Erkenntnissen war dafür eine Kette von Fehlern und Versäumnissen verantwortlich. Gleichwohl herrscht im Land keine Panik – denn die Experten können bislang glaubhaft darlegen, dass die Gefahr einer Ebola-Epidemie im hoch entwickelten Westen gering ist. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

09

10 2014

In Port d’Andratx muss die Kommunikation intensiviert werden

Der Bürgermeister von Andratx hat ganz recht: Die Hafengemeinde seiner Kommune gehört zu den beliebtesten Winkeln der Insel, der Port hat den Namen “Andratx” im In- und Ausland berühmt gemacht.

Das Fischerdorf, das ungeachtet des Bau- und Tourismusbooms nach wie vor seinen handwerklich-ursprünglichen Charakter bewahrt hat, ist insbesondere bei Deutschen, aber auch Schweizern, Briten und Skandinaviern beliebt. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

02

10 2014

Über den Herbst der Separatisten

Das Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands an diesem Donnerstag wird auch in Spanien mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet. Und dabei geht es gar nicht so sehr um die möglicherweise weitreichenden wirt-schaftlichen Folgen einer möglichen Loslösung Schottlands für die EU. Man hofft oder befürchtet – je nach Ausgang und Standpunkt – Signale für die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien. Den Beitrag vollständig lesen →

Schlagworte:

18

09 2014

Mallorca braucht eine Baupolitik mit Weitsicht

Inseln haben es so an sich, dass ihr Territorium begrenzt ist. Wo sich andernorts immer noch eine grüne Wiese findet, auf der sich eine Reihenhaussiedlung aus dem Boden stampfen lässt, ist Bauland auf Mallorca rar. Besonders direkt am Meer ist der Siedlungsdruck enorm. 23 Prozent der Balearen-Küste sind laut Greenpeace mittlerweile zugebaut.

Ist das nun viel oder wenig? Im spanienweiten Vergleich gibt es sicher noch extremere Fälle der Verschandelung, wie etwa die Costa Blanca. Tatsache ist auch, dass Mallorca mit der Tramuntana über einen mehr als 100 Kilometer langen Küstenabschnitt verfügt, der noch weitgehend unverbaut ist. Das gilt auch für die Levante-Halbinsel im Nordosten und Teile der Südküste. Den Beitrag vollständig lesen →

11

09 2014