Hoffentlich mehr als gute Absichten

Absichtserklärungen mallorquinischer Politiker haben es so an sich, vergleichsweise wenig darüber auszusagen, was denn nun tatsächlich geschehen wird – besonders dann, wenn eine Wahl bevorsteht, wie im kommenden Mai. Vor diesem Hintergrund ist der nun der Öffentlichkeit vorgestellte Entwurf des neuen Flächennutzungsplans der Stadt Palma zu sehen. Eine Straßenbahn vom Flughafen zum Hafen wird es vorerst wohl nicht geben. 170 Millionen Euro wird die Stadt auf absehbare Zeit ganz gewiss nicht übrig haben. Das ist schade, wäre die Anbindung des Flughafens an die Innenstadt per Tram doch ein Riesenfortschritt – und im Vergleich zur unsäglichen Metro durchs Gewerbegebiet auch noch sehr sinnvoll. Den Beitrag vollständig lesen →

23

10 2014

Shopping Mall ist keine Gefahr für die City

Rund 75.000 Quadratmeter, 200 Läden, 35 Restaurants, zwölf Kinosäle – die Dimensionen der geplanten Shopping-Mall “Palma Springs”  in Ses Fontanelles sind gewaltig. Vor allem wenn man bedenkt, dass nur wenige Kilometer weiter ein weiteres Einkaufszentrum entstehen soll.

Da drängt sich rasch die Frage auf, ob diese Entwicklung gut ist – für Mallorca im Allgemeinen und Palma im Besonderen. Eine Frage, die in ähnlicher Weise auch in anderen Orten gestellt wird: in Sóller, wo um die Ansiedlung eines Supermarktes gestritten wird, und in Manacor, wo Decathlon und andere großen Ketten landen wollen. Den Beitrag vollständig lesen →

16

10 2014

Wir schauen schon zu lange weg

Das Ebola-Virus ist ein Stück näher gekommen. Erstmals wurde ein Mensch außerhalb des afrikanischen Kontinents mit der Seuche infiziert – in Madrid. Nach den bisherigen Erkenntnissen war dafür eine Kette von Fehlern und Versäumnissen verantwortlich. Gleichwohl herrscht im Land keine Panik – denn die Experten können bislang glaubhaft darlegen, dass die Gefahr einer Ebola-Epidemie im hoch entwickelten Westen gering ist. Den Beitrag vollständig lesen →

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09

10 2014

In Port d’Andratx muss die Kommunikation intensiviert werden

Der Bürgermeister von Andratx hat ganz recht: Die Hafengemeinde seiner Kommune gehört zu den beliebtesten Winkeln der Insel, der Port hat den Namen “Andratx” im In- und Ausland berühmt gemacht.

Das Fischerdorf, das ungeachtet des Bau- und Tourismusbooms nach wie vor seinen handwerklich-ursprünglichen Charakter bewahrt hat, ist insbesondere bei Deutschen, aber auch Schweizern, Briten und Skandinaviern beliebt. Den Beitrag vollständig lesen →

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02

10 2014

Über den Herbst der Separatisten

Das Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands an diesem Donnerstag wird auch in Spanien mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet. Und dabei geht es gar nicht so sehr um die möglicherweise weitreichenden wirt-schaftlichen Folgen einer möglichen Loslösung Schottlands für die EU. Man hofft oder befürchtet – je nach Ausgang und Standpunkt – Signale für die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien. Den Beitrag vollständig lesen →

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18

09 2014

Mallorca braucht eine Baupolitik mit Weitsicht

Inseln haben es so an sich, dass ihr Territorium begrenzt ist. Wo sich andernorts immer noch eine grüne Wiese findet, auf der sich eine Reihenhaussiedlung aus dem Boden stampfen lässt, ist Bauland auf Mallorca rar. Besonders direkt am Meer ist der Siedlungsdruck enorm. 23 Prozent der Balearen-Küste sind laut Greenpeace mittlerweile zugebaut.

Ist das nun viel oder wenig? Im spanienweiten Vergleich gibt es sicher noch extremere Fälle der Verschandelung, wie etwa die Costa Blanca. Tatsache ist auch, dass Mallorca mit der Tramuntana über einen mehr als 100 Kilometer langen Küstenabschnitt verfügt, der noch weitgehend unverbaut ist. Das gilt auch für die Levante-Halbinsel im Nordosten und Teile der Südküste. Den Beitrag vollständig lesen →

11

09 2014

Etwas mehr Mut würde nicht schaden

Die Mallorquiner sind vornehmlich konservativ eingestellte Inselbewohner: Was von außen kommt, das ist erst einmal verdächtig, und am liebsten soll alles so bleiben, wie es ist – oder noch besser: so werden, wie es früher einmal war. Das mag eine Erklärung sein, warum innovative Ideen hier nur schwer vorankommen. Projekten, die in die Zukunft weisen, begegnet man hierzulande mit einer gesunden Grundskepsis.

Zugegeben, es hat so manche Schnapsidee gegeben, in der Geschichte dieser Insel: Eisberge aus der Antarktis ins Mittelmeer zu schleppen, um die Trinkwasserknappheit zu bekämpfen, gehört zweifellos dazu. Ebenso wie der Bau einer künstlichen Insel in der Bucht von Palma, nebst pompösem Operngebäude. Derjenige, der die Idee hatte, der damalige balearische Ministerpräsident Jaume Matas, sitzt jetzt wegen Korruption im Gefängnis.

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04

09 2014

Alkohol, Sex und Urlaub

Zuerst Fellatio für Drinks, jetzt Schleckspielchen auf dem Bartresen: Schmuddelvideos aus Magaluf halten die Debatte über das Gebaren der Partyurlauber auf Mallorca am Köcheln. Die Behörden stehen den Alkoholexzessen in Magaluf oder an der Playa de Palma relativ hilflos gegenüber, auch wenn in Palma erste Erfolge der Stadtverordnung für “gesittetes Benehmen” gefeiert werden.

Alkohol und Urlaub – das gehört nicht nur für jene zusammen, die über die Stränge schlagen. Umfragen belegen, dass in den Ferien mehr getrunken wird als sonst. Und zwar in allen Gesellschaftsschichten. Auch in den schicken Bars und Beach-Clubs wird gebechert, nur eben gesitteter. Den Beitrag vollständig lesen →

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28

08 2014

Immer besser statt immer mehr

Vor der Eisdiele bei der Kathedrale blockiert eine lange Menschenschlange den Gehweg, die Parkhäuser in Palmas Innenstadt sind allesamt “completo”, durch die Calle San Miguel kämpfe ich mich nach einem Marktbesuch mit vollen Einkaufstüten nur mit Mühe durch die Menschenmassen, und das Lieblingsrestaurant winkt ab: “Was, du hast nicht reserviert?” Es ist August auf Mallorca. Und es ist voll. Den Beitrag vollständig lesen →

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21

08 2014

Mit König Felipe und Königin Letizia sind echte Profis am Werk

Der jüngste Auftritt von König Felipe VI. und seiner Königin Letizia kann selbst eingefleischte Monarchie-Gegner ins Wanken bringen: Er war perfekt inszeniert. Das Paar, das sich offenbar vorgenommen hatte, Sympathie-Punkte zu sammeln und das derangierte Image der Königsfamilie aufzupolieren, lief zu Bestform auf: Man sah sie immer nur strahlend, verständnisvoll, schulterklopfend, händeschüttelnd, zur rechten Zeit bescheiden und dann wieder mit dem nötigen Tupfer Glamour. Keine Frage: Da sind Top-Profis am Werk. Den Beitrag vollständig lesen →

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08 2014